PJ-Tertial Innere in Klinikum Darmstadt (3/2017 bis 6/2017)

Station(en)
6P, 6R, 6G, ZNA
Einsatzbereiche
Notaufnahme, Station
Heimatuni
Frankfurt
Kommentar
Ich war auf der Onkologie mit Palliativeinheit und Nephrologie mit Dialyse und Rheuma. Bis auf die Onkologie kann ich die Innere weiter empfehlen. Man muss 4 Dienste machen und kriegt dafür den darauffolgenden Tag frei. Mittwochs vormittags ist frei und nachmittags 3 Stunden qualitativ meist hochwertige Seminare.

Zur Onko:
Im Vergleich zur Palliativ und Nephrologie und zu meiner zuvor absolvierten Famulatur beim niedergelassenen Onkologen fand ich die Station eher enttäuschend. Mit mir gab es noch zwei Famulanten und wir wurden alle von der Arzthelferin ausgenutzt. Wir wurden von ihr mehr in Anspruch genommen als von den Stationsärzten. Die Arzthelferin war nett, solange man ihren Job erledigte. Sobald man dafür keine Zeit hatte, wurde sie unangenehm, weshalb mir die Zeit auf der 6P auch schwer fiel. Erst als sie nachmittags ging, war das Arbeiten auf Station angenehmer.
Seitens der Stationsärzte gab es mal mehr, mal weniger Teaching (abhängig vom jeweiligen Arzt). Man konnte jedoch immer Fragen stellen, die einem gut beantwortet wurden. Während der (OA-) Visite und mittags in der Übergabe zwischen Stationsarzt und OA, lernte man am meisten. Je nach OA gab es immer viel Teaching. Man konnte regelmäßig Patienten aufnehmen und nachmittags in die Röntgenbesprechung mitgehen. Insgesamt galt, dass die Ärzte bevorzugt alles selbst erledigten (von KMP bis Arztbriefschreibung) und da man keinen eigenen Arbeitsplatz hatte, konnte man viele Dinge (Anforderungen, KliDo, Arztbriefschreibung) nicht machen. Ich hatte auch das Gefühl, dass die Stationsärzte, die meist schon ihren Facharzt hatten, "vergessen" hatten, was ein Pjler alles lernen sollte. Insgesamt war die Zeit okay und der Lerneffekt mäßig.

Palliativ:
Sehr empfehlenswerte Station! Nettes Ärzte- und Pflegepersonal. Je nach Stationsarzt konnte man sehr viele ärztliche Tätigkeiten lernen. Die OA-Betreuung war top! BE erledigt größtenteils die Pflege, sodass man sich auf die Visite vorbereiten konnte und die Patienten sehr gut kannte. Hier durfte ich auch eigene Patienten betreuen. Der OA nahm mich auch in die Supervision mit und in die wöchentliche Palliativbesprechung. Meine Meinung wurde sehr geschätzt und ernst genommen. Es war definitiv eine sehr lehrreiche Zeit! Da ich schon mal eine Palliativfamulatur gemacht hatte, reichten mir 2 Wochen aus, ansonsten würde ich mind. 3 Wochen empfehlen.

Nephrologie/Rheumatologie:
Eine sehr tolles Team aus Nephrologen und Rheumatologen. Die meisten Stationsärzte sind ehemalige Pjler und wissen daher, welche Fähigkeiten man während des Pjs erlernen sollte. Arztbriefe schreiben kann man dadurch fast schon regelmäßig. Und sofern nicht weitere Studenten auf Station sind, hat man einen eigenen Arbeitsplatz. Die regelmäßige Teilnahme an der Visite war möglich. Währenddessen gab es viel Teaching durch AA und OA. Auch bei der Vorhofkatheterimplantation durfte man assistieren. Der leitende OA, Rheumatologe, nahm mich oft auf Konsile mit. Es gibt noch die Möglichkeit auf die Dialyse und in die Rheumaambulanz zu gehen, was bei mir zeitlich nicht mehr möglich war. Vorteil ist auch, dass man auf der Nephrologie Dienste machen konnte.
Insgesamt super lehrreiche Zeit mit einem sehr herzlichen und lockerem Team!
Unterricht
1x / Woche
Inhalte
Fallbesprechung
EKG
Repetitorien
Prüfungsvorbereitung
Tätigkeiten
Briefe schreiben
Rehas anmelden
Patienten aufnehmen
Untersuchungen anmelden
Notaufnahme
Röntgenbesprechung
Patienten untersuchen
Braunülen legen
Blut abnehmen
EKGs
Eigene Patienten betreuen
Dienstbeginn
7:00 bis 8:00 Uhr
Dienstende
16:00 bis 17:00 Uhr
Studientage
Gar nicht
Tätigkeiten
Aufwandsentschädigung / Gehalt
Kleidung gestellt
Mittagessen regelmässig möglich
Essen frei / billiger
Gehalt in EUR
300

Noten

Stimmung Station
2
Kontakt zur Pflege
2
PJler-Ansehen
2
Stimmung Klinik
2
Unterricht
2
Betreuung
2
Freizeit
3
Lehre auf Station
2
Insgesamt
2

Durchschnitt 2.07