PJ-Tertial HNO in Kantonsspital St. Gallen (10/2007 bis 1/2008)

Station(en)
14
Einsatzbereiche
Station, OP, Poliklinik / Ambulanz / Sprechstunde, Notaufnahme
Heimatuni
Heidelberg - Fakultaet Heidelberg
Kommentar
Das Tertial war definitiv das beste von allen 3.
Von Anfang an wurde man ins Team integriert, alle Assis sind sehr nett und ziemlich jung. Anfangs war ich einen Monat als PJ alleine, danach war immer je 1 Monat lang ein anderer UHU da.

Arbeitsablauf:

Beginn 7.30h mit Morgenrapport, selbst gesehene u./o. behandelte Patienten darf man hier selbst vorstellen.

Danach etwa halbe Stunde Kaffeepause, wenn man nicht für OPs eingetragen ist.

Danach macht man das, wofür man gerade gebraucht wird: entweder OP oder Patientenaufnahmen oder man hilft dem Tagesarzt, der sich um Notfälle kümmert.

Die Patientenaufnahmen werden selbständig durchgeführt, wird einem aber alles gerne gezeigt, mittags um 15h stellt man seine/n Patienten dann dem OA vor (zwischen 1-3 Patienten/Tag).

Wenn viele Aufnahmen sind, kann man dem Tagesarzt ziemlich viel helfen, darf auch kleine Eingriffe selbst durchführen, z.B. durfte ich Epistaxis behandeln, Atherome eröffnen, ein Fibrom entfernen, Geichtswunden nähen...
Das Versorgen von Wunden im Gesicht wird hier standardmäßig durch die HNO übernommen, gut zum Üben.

Am Nachmittag gibt es vor allem Patientennachkontrollen, hier kann man zuschauen, mithelfen und auch seine eigenen Patienten nachuntersuchen. Auch auf Station durfte ich eigene Patienten betreuen.

Arbeitsende ist verschieden, meist gegen 17h, man kann aber auch mal früher gehen. Kontrolliert wird per Stechuhr. Wer also mal länger bleibt, kann auch mit einem ganzen freien Tag kompensieren.

Während seiner PJ-Zeit soll man eine der wöchentlichen Fortbildungen halten. Das Thema ist relativ frei.

Wenn man Fragen hat, kann man sich gerne an die Ärzte wenden, die einem wirklich viel erklären. Insgesamt gilt: man kann und sollte, muss aber nicht. Einsatz lohnt sich, man lernt wirklich viel.

St.Gallen als Stadt ist okay, nicht besonders groß, für die Schweiz aber schon... Geschäfte schließen meist sehr früh.

Wohnheim ist gleich nebenan, hier wohnen viele andere PJler, meist Deutsche, ein paar Assistenzärzte, Schwestern usw.
Kostenpunkt: ca. 350 CHF

Ab Februar 2008 gibt es einen neuen Chefarzt, habe diesen nicht kennengelernt. Evtl. gabs also Änderungen.

Alles in Allem absolut empfehlenswert!!!
Bewerbung
am Besten frühzeitig, habe mich selbst etwa 1 Jahr im Voraus beworben und stand anfangs auf der Warteliste.
Unterricht
Kein Unterricht
Tätigkeiten
Briefe schreiben
Röntgenbesprechung
Notaufnahme
Patienten untersuchen
Mitoperieren
Botengänge (Nichtärztl.)
Poliklinik
Untersuchungen anmelden
Eigene Patienten betreuen
Patienten aufnehmen
Chirurgische Wundversorgung
Dienstbeginn
7:00 bis 8:00 Uhr
Dienstende
16:00 bis 17:00 Uhr
Studientage
Gar nicht
Tätigkeiten
Aufwandsentschädigung / Gehalt
Kleidung gestellt
Mittagessen regelmässig möglich
Gehalt in EUR
ca. 750 Euro, CHF 1.100

Noten

Stimmung Station
1
Kontakt zur Pflege
2
PJler-Ansehen
1
Stimmung Klinik
1
Unterricht
2
Betreuung
1
Freizeit
2
Lehre auf Station
1
Insgesamt
1

Durchschnitt 1.20