PJ-Tertial Pädiatrie in Universitaets-Kinderspital beider Basel (1/2017 bis 3/2017)

Station(en)
Allg. Pädiatrie, Notfall, Onkologie
Einsatzbereiche
Station, Poliklinik / Ambulanz / Sprechstunde, Diagnostik, Notaufnahme
Heimatuni
Nicht angegeben
Kommentar
Das UKBB ist ein Unispital, wurde vor einigen Jahren komplett neu gebaut und ist somit sehr hell und kinderfreundlich. Im Vorab möchte ich schonmal sagen, dass man sich nur bewerben sollte, wenn man wirklich motiviert ist und willig auch wirklich die 50h-WOche, die in der Schweiz üblich ist, zu arbeiten.

Da die Studenten in der Schweiz immer am ersten des Monats mit ihrer Unterassistenz anfangen, geht dies hier nur so, dh man muss ein paar von den deutschen Urlaubstagen nehmen, um sein Tertial anzupassen. Bei der Bewerbung kann man Präferenzen angeben, auf welche Station man möchte: Neonatologie, pädiatrische Intensivstation, Notfallstation, Bettenstationen A1/ A2/ Onkologie und Kinderchirurgie. Den ersten Monat wird man dann eingeteilt und die restliche Zeit hat man dann Vorang und darf sich selbst aussuchen, wo man arbeiten möchte.

Der Arbeitstag beginnt um 8 Uhr und geht dann mit Pause offiziell bis 18:30 Uhr. Zwar kommt es auch vor, dass mal weniger los ist, aber vor allem im Winter ist viel los und ich war auch gerne mal bis 19:30 Uhr beschäftigt. In der Früh gibt es immer einen Rapport, wo die Eintritte der Nacht vorgestellt werden und teilweise mit Fortbildung. Fortbildungen gibt es allgemien zur Genüge und wenn die Zeit ist, kann man als Uhu alles mitnehmen was geht. Für alle Assistenzärzte gibt es 2x/Woche eine Fortbildung mit verschiedenen Themenblöcken, die auf die Facharztprüfung vorbereiten sollen. Hier versucht man wenn möglich immer hinzugehn. Man hat 2 Urlaubstage pro Monat, die man nach Rücksprache mit den Stations-/Oberärzten nehmen kann, wann man will.

Im ersten Monat war ich auf der allgemeinen pädiatrischen Station A1/A2. Unsere Aufgabe ist es bei der Visite mitzulaufen, Verläufe zu schreiben, EKGs anzumelden, sonstige Telefonate mit Kinderärzten, Labor, Konsiliarärzten zu führen und Austritte zu staten (Entlassungsuntersuchung). Je nachdem, wie gut man sich anstellt bzw. welcher Assistent für einen zuständig ist, kann man auch eigene Zimmer/Patienten betreuen. Die Pflege ist eigentlich sehr nett und hilfsbereit. Das Arbeitsklima kommt immer ein wenig drauf an, wer grad da ist, ist aber im allgemeinen sehr gut! Die Assistenten rotieren alle 3-6 Monate auf verschiedene Stationen/Polikliniken.

Als n#chstes war ich auf dem Notfall, was ich jeden empfehlen kann! Es gibt zwei Schichten: 8-16h und 16-24h, wobei die Spätschicht immer besetzt sein muss, weshalb immer 2 Uhus auf dem Notfall sind. Die Patienten werden vortriagiert von 1-5 und die Triagekategorien 4 und 5 dürfen wir uns selbstständig anschauen und sie dann mit einem Assistenten oder wenn viel los ist, mit einem Oberarzt besprechen. Es gibt sowohl pädiatrische als auch chirurgische Patienten. Wenn man sich gut einbringt, darf man schnell viel selber machen und man arbeitet selbstständig, darf aber noch keine finalen Entscheidungen treffen. Wenn mal nicht so viel los ist (was nur selten vorkommt), kann man auch mal mit in den Schockraum oder sich mit einem der Ärzte eine andere Triagekategorie anschauen gehn. Meistens ist aber mehr als genug zu tun und man muss eher drauf schauen, dass man mal zwischendrin zu einer Pause kommt.

Die Wochenenden werden pro Monat unter allen Uhus im Haus aufgeteilt, dh man hat mehrere Dienste, wenn nur wenige da sind und nur einen Tag, wenn man zB zu 8. ist (ist eigentlich die Regel, im Februar waren wir aber nur zu 3., dh wir mussten die 8 Wochenenddienste unter uns aufteilen). Der Dienst geht von 12-24h und man ist auf dem Notfall. Pro Wochenenddienst kann man sich einen Kompensationstag nach Belieben nehmen.

Am Ende war ich noch auf der Station C (Hämato/Onko). Hier war es allgemein ein wenig entspannter, was die Arbeit anging, da man weniger Patienten hat und dadurch viel mehr Zeit pro Kind. Vormittags ist Visite und nachmittags dann viele Elterngespräche. Man darf auch hier überall mit hin und ebenfalls eigene Patienten betreuen. Das Team hier ist sehr nett und man geht in der Regel zusammen Mittagessen.

Insgesamt hat es mir sehr gut gefallen. Man darf sehr viel selber machen, wenn man es sich zutraut und motiviert ist. Die Stimmung im Spital ist sehr angenehm und das Team auch sehr nett und hilfsbereit.

Auch an Freizeit ist in Basel einiges geboten! Für die Schweiz eine große Stadt, aber doch recht überschaulich, hat sie einen internationalen Charakter, da auch viele Ausländer bei Roche oder Novartis arbeiten. Es gibt viele Museen, Cafés, Bars und Pubs und es ist eigentlich immer etwas geboten.

Leider gibt es keine Möglichkeit im Personalwohnheim des Unispitals zu wohnen, dh man muss sich eine WG suchen, was aber ohne Probleme geklappt hat (https://markt.unibas.ch/; https://www.wgzimmer.ch/wgzimmer.html).

Und wenn man sich erstmal an die Preise in der Schweiz gewöhnt hat, kommt man mit dem Geld auch ganz gut aus. Zur Not ist man relativ schnell in Deutschland drüben und könnte dort einkaufen gehen (:
Mit den 1200 CHF
Bewerbung
Bewerbung mindestens 2 Jahre im Voraus (oder ganz spontan). Per Mail an Claudia Feuz und genauere Infos gibts auf der Webseite.
Unterricht
2x / Woche
Inhalte
Bildgebung
Fallbesprechung
Patientenvorstellung
Sonst. Fortbildung
Prüfungsvorbereitung
Tätigkeiten
Poliklinik
Untersuchungen anmelden
Chirurgische Wundversorgung
Röntgenbesprechung
Briefe schreiben
Patienten aufnehmen
Notaufnahme
Patienten untersuchen
Eigene Patienten betreuen
Dienstbeginn
7:00 bis 8:00 Uhr
Dienstende
17:00 bis 18:00 Uhr
Studientage
Gar nicht
Tätigkeiten
Kleidung gestellt
Mittagessen regelmässig möglich
Aufwandsentschädigung / Gehalt
Essen frei / billiger
Gehalt in EUR
1200 CHF

Noten

Stimmung Station
1
Kontakt zur Pflege
1
PJler-Ansehen
1
Stimmung Klinik
1
Unterricht
2
Betreuung
2
Freizeit
1
Lehre auf Station
1
Insgesamt
1

Durchschnitt 1.13