PJ-Tertial Allgemeinchirurgie in Universitaetsklinikum Duesseldorf (5/2015 bis 9/2015)

Station(en)
Privatstation
Einsatzbereiche
Station, OP
Heimatuni
Duesseldorf
Kommentar
Die Chirurgen sind wie bekannt sehr locker. Man wählte zu Beginn die Station, in der man Allgemein-/Viszeralchirurgie verbringen wollte (vorgeschrieben), z.B. Privat- oder Normalstation oder Ambulanz. Danach kann man ein weiteres chirurgisches Fach für die andere Hälfte des Tertiales wählen (MKG, Unfall, Gefäss, Herz, Kinder, Intensiv). Ich war auf der Privatstation (ca. 6 Wochen), einen Monat auf der chirurgischen Intensivstation und anschliessend ein paar Wochen auf der MKG.

Allgemeinchirurgie:
Der Tag beginnt bei den Allgemeinchirurgen um 7 Uhr mit der Visite. Anschliessend ging man zur Frühbesprechung, wo die Notfälle der Nacht besprochen wurden. Zwei mal pro Woche gab es für die Pjler anschliessend ein Forbildungsprogramm, welches von allen chirurgischen Diziplinen wechselnd geleitet wurde (daher auch sehr unterschiedlich in der Qualität). Nach der Frühbesprechung ging man zurück auf Station, wo unter den Pjlern die Aufgaben (Blutentnahmen, Verbandswechsel inkl. VAC, Entfernen von Drainagen, OP-Assistenzen etc verteilt wurden). Die Feierabendzeit hing sehr von einem persönlich ab - wenn die Stationsarbeit erledigt war, war es prinzipiell egal, was man danach noch so machte. Man konnte in den OP, zu Röntgenbesprechungen, Tumorkonferenzen usw oder auch nach Hause. Im OP durfte man, wenn man sich engagiert zeigte, einigermassen geschickt war, und sie einen kannten, neben Haken halten SEHR VIEL machen (Subkutan- und Hautnaht immer, Thoraxdrainagen und andere Drainagen legen, suprapubische Katheter, war einmal Zweitassistenz bei einer Hemihepatektomie mit bester Sicht und durfte viel mithelfen usw...).

Intensiv:
Die chirurgische Intensivstation der Uni Düsseldorf verfügt über 40 Betten. Es gibt 4 Seiten mit je 10 Betten. Auf jeder Seite arbeiten 1-2 Anästhesie- oder Chirurgieassistenten und 1-2 PJler. Als PJler ist man als "vollwertiger Arzt" mit im Team und betreut selbst jeden Tag 1-3 Patienten. Das bedeutet nach der Übergabe um 7 Uhr kriegt man nach ein paar Tagen Einarbeitung 1-3 Patienten zugeteilt, welche man untersucht und zu denen man anschliessend die Kurve ausarbeitet für den Tag. Danach folgt die Visite mit Anästhesie-Oberarzt, wo alles besprochen wird. Anschliessend erledigt man das Ausfüllen von Konsilen oder auch Kathetereinlagen, sofern so etwas anfällt (die Anästhesieassistenten sind i.d.R. aus dem 5. Jahr der FA-Ausbildung und lassen sehr gerne die Pjler unter Anleitung ZVKs, Arterien usw legen). Nach dem Mittagessen bereitet man die Vordrucke für den nächsten Tag vor. Gegen 17h war glaub ich Feierabend. Alles in allem ist die Intensivstation sehr lehrreich und sehr zu empfehlen, wenn man die Möglichkeit hat dort mitzuarbeiten!! Man bekommt sehr viel Verantwortung übertragen und hat daher auch eine sehr steile Lernkurve. Zudem angenehmes Arbeitsklima und natürlich super spannende Fälle!!

MKG: Auf der MKG war ich nur wenige Wochen, da ich am Ende des Tertials Urlaub genommen habe. Die Frühbesprechung ist ein Monolog des Chefs über Kosten und Einnahmen und sonstiges Organisatorisches, kann man sich also schenken. Auf Station wurde vom PJler nichts erwartet. Alternativ konnte man auch in die Ambulanz gehen. Da es dort fast nur um zahnärztliche Dinge ging, habe ich mir das auch geschenkt. Die meiste Zeit war ich im OP. Da es zum gleichen Zeitpunkt auch sehr viele Famulanten gab, konnte man im OP nicht so oft assistieren. Glücklicherweise ist der OP-Bereich des ZOM-II auch von der Neurochirurgie, Orthopädie, HNO etc. belegt, sodass ich auch oft zu anderen Fachabteilungen zum Zuschauen oder Assistieren gewechselt habe (die MKGler haben es garnicht mitgekriegt).
Bewerbung
Online-Anmeldung über die Uni (meine Heimatuni).
Unterricht
2x / Woche
Inhalte
Nahtkurs
Sonst. Fortbildung
Tätigkeiten
Untersuchungen anmelden
Braunülen legen
EKGs
Blut abnehmen
Röntgenbesprechung
Mitoperieren
Chirurgische Wundversorgung
Patienten untersuchen
Punktionen
Dienstbeginn
7:00 bis 8:00 Uhr
Dienstende
16:00 bis 17:00 Uhr
Studientage
Frei verfügbar
Tätigkeiten
Aufwandsentschädigung / Gehalt
Mittagessen regelmässig möglich
Kleidung gestellt
Gehalt in EUR
ca. 600
Gebühren in EUR
keine (Semesterbeitrag, Heimatuni)

Noten

Stimmung Station
1
Kontakt zur Pflege
2
PJler-Ansehen
1
Stimmung Klinik
1
Unterricht
2
Betreuung
1
Freizeit
1
Lehre auf Station
1
Insgesamt
1

Durchschnitt 1.13