PJ-Tertial Allgemeinchirurgie in Diakoniekrankenhaus Mannheim (5/2016 bis 8/2016)

Station(en)
C0, C2, B4, B6
Einsatzbereiche
Station, OP, Diagnostik, Notaufnahme
Heimatuni
Heidelberg - Fakultaet Mannheim
Kommentar
Allgemeines:
Im Chirurgie-Quartal rotiert jeder PJler: 6 Wo Allgemein- und Viszeralchirurgie (B6), 2 Wo Orthopädie/Unfallchirurgie, 2 Wo Gefäßchirurgie und 2 Wo Ambulanz/Notaufnahme. Als PJler ist man dafür verantwortlich, dass jeden Morgen Blut auf den Station C0 (Orthopädie/Unfallchirurgie), B4 (Privatstation) und B6 (Allgemein-/Viszeralchirurgie) abgenommen wird (teilweise auch C2 (Gefäßchirurgie)). Auch alle chirurgischen Braunülen sind von den PJlern zu legen. Es gibt 2 extra Telefone für die PJler.
Für die OPs können sich die PJler selber einteilen. Hauptsächlich sieht man Cholezystektomien, Hemikolektomien und Thyreodektomien in der AVC (Allgemein- und Viszeralchirurgie) und Hüft-TEPs in der OUC (Orthopädie/Unfallchirurgie). Unabhängig auf welcher Station man eingeteilt ist, hat man im OP Haken zu halten. Das heißt: Auch wenn man gerade auf Station B6 AVC ist, kann es sein, dass man bei 3 orthopädischen OPs aushelfen muss.
Im OP ist man hauptsächlich für das Haken halten zuständig. Am Ende der OP darf man unter Assistenzarztaufsicht die Hautnaht durchführen und ggf. die Kamera führen bei laparoskopischen OPs. Während der OPs werden von den Operateuren häufiger Mal Fragen gestellt (v.a. zu anatomischen Strukturen). Es ist aber nicht schlimm, wenn man die Frage gerade einmal nicht beantworten kann. Die Atmosphäre im OP ist sehr ruhig und respektvoll.

Station C0 - OUC:
Sehr nettes Team und umgängliche OÄ und auch ein sehr netter CA. Alle Fragen werden sehr nett und ausführlich erklärt. Auch im OP wird bei den Unfallchirurgen häufig pausiert und erklärt.
Tagesablauf: 07.30 Uhr beginnt die Visite, bei der man protokolliert und bestenfalls frische Pflaster zum VW anreicht. Nach der Visite kommt um 07.55 Uhr die chirurgische Frühbesprechung. Danach wird auf der gesamten Station Blut abgenommen und Braunülen gelegt. Wenn das geschafft ist, passiert nicht mehr so viel.

Station C2 - Gefäßchirurgie:
Hier wird man lediglich als Blutentnahme- und Laufdienst angesehen. Patienten hin- und herschieben und Sachen von A nach B tragen sind die Hauptaufgaben. Erklären oder Lehre Fehlanzeige.
Patientenkollektiv ist meist schwerstkrank und mutlimorbide.

Station B6 - AVC:
Tolles und hilfsbereites Team. Auch hier verbreiten die OÄ und der CA insgesamt ein sehr angenehmes Klima.
Visite beginnt um 07.15 Uhr in der früh. Danach Frühbesprechung um 07.55 Uhr. Auf Station folgen dann Blutentnahmen und Braunülen. Tagsüber darf man viele Ultraschalluntersuchungen durchführen und befunden. Bei Interesse können auch Briefe geschrieben werden (aber keine Verpflichtung). Auch die chirurgische Wundversorgung, das Ziehen von Drainagen und VW können täglich geübt werden.

Ambulanz/Notaufnahme:
In der Notaufnahme gibt es insgesamt 4 Kabinen. Man darf die Untersuchung vollständig alleine durchführen und übergibt dann an den AA (Assistenzarzt) oder FA. Auch die Dokumentation führt man selbstständig durch. Nacht- und Wochenenddienste in der Notaufnahme können problemlos absolviert werden. Über einen Schockraum verfügt das DiaKo auf dem Papier; insgesamt sieht man sehr viel geringgradige Verletzungen und Beschwerden.

PJ-Unterricht:
Montags: 14 - 17 Uhr (wöchentlich wechselnd jeweils 2 Fächer, z.B. Gyn + Innere)
Mittwochs: ab 13.45 Uhr Tumorboard
unregelmäßig findet mittwochs für die Chirurgie eine Fortbildung ab 07.30 Uhr statt (wird angekündigt)
1x pro Quartal findet ein chirurgischer Nahtkurs statt.

Sonstiges:
Es gibt einen plastischen Chirurgen (Dr. Ryssel) und Neurochirurgen als Belegarzt (Dr. Muhcu), bei denen im OP assistiert werden kann.

Arbeitsbedingungen:
Beginn 07.15 Uhr Ende 16.00 Uhr (freitags 14.45 Uhr); teilweise darf man auch früher gehen
200 € Aufwandsentschädigung
kostenloses Mittagessen (auch vegetarisches Menü!)
kostenlose Kleidung

Fazit:
Wenn man sich einbringt und viele Fragen stellt, kann man gerade praktische Fähigkeiten erlernen und verbessern. Die theoretische Lehre bleibt dafür auf der Strecke. Neben vielen Hilfstätigkeiten wird man (außer auf der Gefäßchirurgie) als PJler geschätzt. Gerade aufgrund der tollen Atmosphäre im Team würde ich das DiaKo für ein PJ Quartal empfehlen.
Bewerbung
Über das Studiendekanat Medizinische Fakultät Mannheim Fr. Dittmer.
Unterricht
1x / Woche
Inhalte
Nahtkurs
Repetitorien
Tätigkeiten
Mitoperieren
Chirurgische Wundversorgung
Punktionen
Blut abnehmen
Briefe schreiben
Braunülen legen
Notaufnahme
Botengänge (Nichtärztl.)
Röntgenbesprechung
Dienstbeginn
7:00 bis 8:00 Uhr
Dienstende
15:00 bis 16:00 Uhr
Studientage
Gar nicht
Tätigkeiten
Essen frei / billiger
Kleidung gestellt
Aufwandsentschädigung / Gehalt
Mittagessen regelmässig möglich
Gehalt in EUR
200

Noten

Stimmung Station
1
Kontakt zur Pflege
3
PJler-Ansehen
2
Stimmung Klinik
2
Unterricht
3
Betreuung
2
Freizeit
2
Lehre auf Station
2
Insgesamt
2

Durchschnitt 2.07