PJ-Tertial Herz-/Gefäßchirurgie in Staedtisches Klinikum Solingen (5/2015 bis 6/2015)

Station(en)
Gefässchirurgie (2. Stock)
Einsatzbereiche
OP, Station
Heimatuni
Hamburg
Kommentar
Trotz des schlechten Rufs unter den PJlern und Assistenzärzten im gefühlt gesamten Krankenhaus, hatte ich eine super Zeit auf der Gefäßchirurgie in Solingen!!! Bei Interesse an Gefäßchirurgie kann ich diese Station (gibt nur eine im städtischen Klinikum Solingen) nur empfehlen. Das opertaive, gefäßchirurgische Spektrum entspricht dem eines Krankenhauses der Maximalversorgung und ist somit relativ groß und interessant.

Der leitende Oberarzt (Stand: Mai 2015) ist absolut kompetent, immer auf dem aktuellen Wissenstand und sehr engagiert. Er möchte einem viel zeigen/ erklären, vor allem wenn man Interesse an dem Fach hat und zeigt. Mich hat er zu interessanten Fällen immer dazugerufen und während Operationen alles erklärt. Sehr häufig hat er mich auch im OP nähen lassen. (Hierzu kann ich nur jedem der Nähen lernen möchte PRINZIPIELL raten: immer nachfragen, ob man nähen darf, wenn man diesbezüglich nicht angesprochen wird. Mehr als ein NEIN kann nicht passieren...). Tipp: Ich würde zusehen, dass ich immer zum leitenden OA in den OP komme! UND ich würde mind. 4 Wochen am Stück auf der Station verbringen, da man dann sehr gut in die Thematik kommt und richtig ins Team eingebunden wird und im OP eingesetzt wird.
Wie in jedem Haus gibt es auch hier einen (-manchmal sind es auch mehr-) "seltsamen" Oberarzt (ihr werdet es merken, wenn ihr dort seid und er noch da sein sollte), von dem man sich aber nicht abschrecken lassen sollte. Da man sich die OPs aussuchen kann, kann man die Zeit mit ihm auf ein Minimum redizieren.

Der Chefarzt ist ebenso sehr engagiert und freundlich und lässt einem alle Freiheiten, ganz nach dem Motto "man darf alles (jede OP ansehen - immer mit am Tisch etc.), muss aber nichts (keine Blutentnahmen, da es einen BE-Dienst gibt)". Dementsprechend kann man sein Tertial recht frei gestalten.
Das Team der Assistenzärzte ist ebenso absolut freundich und entspannt und für alle Fragen offen.

Zu den wichtigen Dingen: Das Essen ist ok bis gut, sehr günstig und vor allem immer möglich. Der Unterricht findet regelmäßig (bis 4 mal pro Woche) statt und ist auch gut. Themenwünsche sind erlaubt und erwünscht.
Die Arbeitszeiten finde ich sehr gut.. Offiziell soll man -meines Wissens nach- von 7:30 bis 16:00 Uhr im Hause sein... Die Stationsärzte sind von 7:00 (plus 5-10 min) bis 16:00 Uhr daund das sollte man dann auch. Ein pünktlicher Feierabend ist immer möglich (v.a. als PJler). Ein Gehalt von 600 Euro pro Monat finde ich im deutschlandweiten Vergleich sehr sehr fair!

Ich kann ein halbes oder viertel Tertial (man kann innerhalb des Chirurgietertials in Solingen relativ frei routieren) auf der Gefäßchirurgie im städtischen Klinikum in Solingen wirklich empfehlen, auch wenn die Station -wieso auch immer- unter den PJlern einen schlechten Ruf hat.
Auch auf allen anderen chirurgischen Stationen ist man als PJler hier wirklich relativ frei und darf alles und muss nichts - das kenne ich aus anderen Häusern anders!!!!!!
Bewerbung
4 Monate; es ist relativ spontan möglich
Unterricht
4x / Woche
Inhalte
Patientenvorstellung
Bildgebung
Sonst. Fortbildung
Fallbesprechung
Tätigkeiten
Untersuchungen anmelden
Blut abnehmen
Braunülen legen
Mitoperieren
Röntgenbesprechung
Patienten untersuchen
Dienstbeginn
7:00 bis 8:00 Uhr
Dienstende
15:00 bis 16:00 Uhr
Studientage
1x / Woche fest
Tätigkeiten
Essen frei / billiger
Aufwandsentschädigung / Gehalt
Mittagessen regelmässig möglich
Kleidung gestellt
Gehalt in EUR
600

Noten

Team/Station
1
Kontakt zur Pflege
1
Ansehen des PJlers
1
Klinik insgesamt
2
Unterricht
1
Betreuung
1
Freizeit
1
Station / Einrichtung
2
Gesamtnote
1

Durchschnitt 1.27