PJ-Tertial Notfallmedizin in Wilhelminenspital Wien (9/2014 bis 1/2015)

Station(en)
Notaufnahme
Einsatzbereiche
Station, Notaufnahme
Heimatuni
Wien
Kommentar
Ein PJ Tertial in der Notaufnahme des WSP ist ein wirklicher Glückstreffer - jeder der einen Platz kriegt kann sich wirklich glücklich schätzen. Man wird zur Selbstständigkeit erzogen (was ja im letzten Studienjahr Ziel der Sache sein soll) und wirklich als vollwertige Arbeitskraft wahrgenommen und auch sehr geschätzt. Wir durften uns unsere Dienstzeiten selber einteilen, besonders gerne sehen es die Ärzte natürlich wenn wir Studenten auch abends und am Wochenende helfen kommen, weil da die Notaufnahme naturgemäß ziemlich voll ist - wie gesagt ist das aber frei einteilbar, das konnten wir PJler uns untereinander ausmachen, Ziel war aber ein ausgewogen eingeteilter Dienstplan, einfach um uns am meisten Lerneffekt zu garantiern (wenn man zu sechst in der Ambulanz steht ists einfach zu viel) als auch möglichst regelmäßig studentische Hilfe für die Ärzte erreichen zu können.
Die ersten Wochen wurden wir wirklich toll betreut und eingearbeitet, es gab mehrere Fortbildungen die der (sehr studentenfreundliche) Chef zum Teil auch selber abhält um uns so bisschen auf das tägliche Brot der Notfallmedizin vorzubereiten (BGA, EKG, Sedierung, Notfallkoffer, Notfallsono etc etc) - was wirklich extrem lehr- und hilfreich war.
Danach wurden wir sukzessive in die selbstständige Patientenbetreuung eingeführt, wobei da das freundliche Team immer und ausnahmslos für Fragen und bei Unsicherheiten zur Verfügung stand. Erklärtes Ziel war von Beginn an, dass wir gegen Ende unsere eigenen Patienten so weit uns möglich betreuen und ein weiteres Procedere koordiniern können (natürlich nach Rücksprache mit einem verantwortlichen Arzt). Das betrifft natürlich hauptsächlich die nicht ganz so dringenden Fälle, die (und darauf muss man sich einstellen) in der Notaufnahme aufschlagen obwohl sie sehr oft wo anders hingehören. Bei "wirklichen" Notfällen ist man dann natürlich eher in einer Nebenrolle, hilft bei der Erstversorgung und kann viel lernen. Reanimations- und andere Szenarien zwischen Leben und Tod waren nicht an der Tagesordnung, aber doch oft genug um sich mit dem grundsätzlichen Management davon vertraut zu machen.
Auch von den anderen Stationen der Inneren Medizin gab es tägliche Fortbildungen, die nicht verpflichtend warn aber wirklich meistens erstaunlich gut und interessant (Gastro, Kardio, Notfall, Rheuma/Endokrinologie, Nephro) - was ich für die erste PJ-Runde im Wilhelminenspital wirklich großartig organisiert und bemüht fand.
Was ich persönlich noch wichtig fand: Ich hab das ganze als Wahltertial gemacht, was ich eine prima Ergänzung zu einem inneren Tertial fand. Wenn man interessiert an Innerer Medizin ist, würde ich entweder das empfehlen oder noch zwei Monate auf einer Normalstation irgendwo, da man zwar viel an Diagnostik und Erstmanagment lernt, aber natürlich weniger das weitere Managment des Patienten - das ist aber natürlich bei jeder Notaufnahme so.

Jedenfalls: Super Team, tolle Arbeitsatmosphäre, Riesiger Lerneffekt - so, und jetzt gehn mir die Adjektive aus, aber ich gratulier allen die einen Platz ergattern!
Bewerbung
Meine Bewerbung war noch recht knapp (ca 3-4 Monate vorher), aber seit das PJ dort gestartet ist eilt der Notaufnahme ihr Ruf voraus und deshalb ist sie wohl ziemlich ausgebucht. Ich würde schon frühzeitig anfragen, per Mail an den Chef oder seine Sekretärin!
Unterricht
5x / Woche
Inhalte
Fallbesprechung
EKG
Sonst. Fortbildung
Patientenvorstellung
Tätigkeiten
Briefe schreiben
Braunülen legen
Röntgenbesprechung
Blut abnehmen
Patienten untersuchen
Notaufnahme
EKGs
Untersuchungen anmelden
Eigene Patienten betreuen
Dienstbeginn
Schichtdienst
Dienstende
Schichtdienst
Studientage
Frei verfügbar
Tätigkeiten
Essen frei / billiger
Kleidung gestellt
Mittagessen regelmässig möglich

Noten

Stimmung Station
1
Kontakt zur Pflege
1
PJler-Ansehen
2
Stimmung Klinik
1
Unterricht
1
Betreuung
1
Freizeit
1
Lehre auf Station
1
Insgesamt
1

Durchschnitt 1.07