PJ-Tertial Innere in Asklepios Klinik Harburg (2/2012 bis 6/2012)

Station(en)
Gastroenterologie (101), Pneumologie (71), Nephrologie (51), Kardiologie (12)
Einsatzbereiche
Station
Heimatuni
Hamburg
Kommentar
Für jeweils vier Wochen hält man sich in den 4 o.g. Abteilungen auf.
Der Tag begann in jeder Abteilung um 8:00 mit unterschiedlich gestalteten Morgenbesprechungen. Bis etwa 9:00 war man als PJler mit Blutabnahmen und Braunülen beschäftigt, die eigentlich Aufgabe der Pflege sind. Allerdings blieben vor allem in der Kardiologie viele BEs stehen, wenn ein PJler da war. Auch wurde man in der Kardiologie zu unmöglichsten Zeitpunkten mehrmals täglich von fremden Stationen kontaktiert, weil noch irgendwo dringend Zugänge gelegt werden mussten.
Zwischen 9:00 und 10:00 begann die Visite. In allen Abteilungen gab es erfahrene Fachärtze auf Stationen, mit denen man am besten mitging. Während der Visite konnte man immer Fragen stellen und am Patienten wurde einem viel erklärt. Nach der Visite half man den Stationsärzten mit Briefe schreiben, Telefonaten, Aufnahmen. Auch durfte man unter Aufsicht Pleura- und Aszitespunktionen durchführen.
Auch war es einem freigestellt, jederzeit bei Funktionsuntersuchungen und Interventionen zuzugucken. So konnte man in der Gastroenterologie Gastro-und Coloskopien, US- und Endosonographieuntersuchungen sowie pH-Metrie und Knochenmarkspunktionen sehen.

Das AK Harburg hat eine sehr große Pneumologie. Hier habe ich meistens drei eigene Patienten zugeteilt bekommen, die ich selbst aufgenommen habe und dann mit dem Arzt besprach. Gemeinsam wurden vorliegende Befunde besprochen, Untersuchungen angemeldet und Differentialdiagnostik besprochen. Auch sollte ich nicht mit dem Arzt auf Visite mitgehen, sondern selbstständig "meine" Patienten visitieren und anschließend dem Arzt davon berichten. Diese System hat mir sehr gut gefallen, vor allem weil der für mich zuständige Arzt sich sehr viel Zeit für mich genommen hat und wir in den 4 Wochen viele Krankheitsbilder besprochen haben. Häufig hat er mich zum Auskultieren zu interessanten Patienten geschickt. Wenn ins Arztzimmer zurückkam, war schon das Röntgenbild des Patienten vom Arzt aufgerufen und er übte mit mir die Beschreibung eines Röntgen-Thorax und erklärte mir letztlich, für welche Diagnose Auskultationsbefund und Röntgenbild typisch seien. Am Ende durfte man die Entlassungsbriefe der eigenen Patienten schreiben.
Auch die Bronchoskopien waren sehr interessant.

Die Nephrologie ist eher klein. Hier gab es die Möglichkeit, die vier Wochen auch in der ZNA zu verbringen.

Die Kardiologie ist leider etwas unorganisiert. Jeden Morgen hat sich jeder ein paar EKGs von einem Stapel genommen und sie befundet. Auch konnte man hier auf die Intensivstation, ins Koro-Labor, zur Echkardiographie oder in die Schrittmacher-Ambulanz.

Zu erwähnen ist auch der Unterricht, der fast täglich stattfindet und meistens sehr gut ist.

Das Tertial hat mir insgesamt sehr gut gefallen. Man konnte viel sehen und selber machen. Die Ärzte sind auf allen Stationen sehr freundlich und man konnte viel lernen.
Bewerbung
6 Monate vor Beginn
Unterricht
Häufiger als 5x / Woche
Inhalte
Prüfungsvorbereitung
Repetitorien
Bildgebung
Fallbesprechung
Sonst. Fortbildung
Tätigkeiten
Briefe schreiben
Braunülen legen
Röntgenbesprechung
Blut abnehmen
Patienten untersuchen
Punktionen
EKGs
Botengänge (Nichtärztl.)
Eigene Patienten betreuen
Patienten aufnehmen
Dienstbeginn
7:00 bis 8:00 Uhr
Dienstende
15:00 bis 16:00 Uhr
Studientage
Gar nicht
Tätigkeiten
Essen frei / billiger
Kleidung gestellt
Mittagessen regelmässig möglich

Noten

Stimmung Station
2
Kontakt zur Pflege
3
PJler-Ansehen
2
Stimmung Klinik
2
Unterricht
1
Betreuung
2
Freizeit
1
Lehre auf Station
1
Insgesamt
2

Durchschnitt 1.87