PJ-Tertial Chirurgie in Ospedale di Bolzano (7/2019 bis 9/2019)

Station(en)
Unfallchirurgie/Orthopadie
Einsatzbereiche
OP, Notaufnahme
Heimatuni
Nicht angegeben
Kommentar
Ich hatte nach den ganzen negativen Bewertungen, die im Portal uber die Unfallchirurgie geschrieben wurden, eine sehr niedrige Erwartungshaltung. Entgegen der meisten Kommentare war es jedoch ein echt gutes Tertial, was ich allen nur warmstens empfehlen kann.

Arbeitszeit: Frei einteilbar: ein Student muss von 7:30-13:00, einer von 13-20:00 Uhr da sein. Der Spatdienst wird haufig abgekurzt, wenn keine Hilfe mehr benotigt wird.

Sprache: Hauptsprache ist Italienisch, viele Arzte und das Pflegepersonal konnen jedoch perfekt Deutsch. Die Morgenbesprechung ist eine Mischung aus beiden Sprachen, es kann auch mitten im Satz gewechselt werden. Auf der Notaufnahme sollte man zumindest ein paar Worte Italienisch verstehen.

Essen: ab 6 Stunden Anwesenheit umsonst, das wurde aber nie so genau kontrolliert...Qualitat deutlich besser als in deutschen Krankenhausern.

Stimmung: Studentenfreundlich, Dr. Tutzer meinte sogar, dass ohne uns "gar nichts" laufen wurde. Super nettes Pflegepersonal im OP, ist man aus Deutschland so nicht gewohnt. Die Arzte untereinander haben so ihre Differenzen, das war fur uns Studenten aber vollkommen egal. Arzte und Pfelgepersonal haben sich unsere Namen gemerkt, sobald klar war, dass man mehr als ein paar Wochen bleibt.

Lehre: ca. 1x/ Woche macht Dr. Perkmann aus der Gefasschirurgie ein Seminar, restliche Lehre eher unregelmassig... im OP wird von einigen Arzte viel erklart, auf Nachfrage sowieso immer.

Tatigkeiten: Vor allem OP-Assistenz: Nahen, Bohren, Schrauben, Metallentfernungen darf man fast alleine machen, wenn man den richtigen Arzt erwischt. Wie auch in Deutschland gilt: Je mehr man sich einbringt und fragt, desto mehr darf man auch machen. Bei den meisten Eingriffen macht man die erste Assistenz (vor allem aufgrund des Arztemangels). Keine Stationsarbeit, Notaufnahme ist komplett freiwillig.

Freizeit: Wenn man es schlau anstellt, bekommt man 1-3 freie Tage pro Woche hin. Solange immer ein Student die OP-Bereitschaft hat, ist den Arzten egal, wie viel die anderen frei machen. :)

Zusammenfassend eine volle Empfehlung fur alle, die nicht so Chirurgen werden mochten.;)
Bewerbung
Bei Frau Kalser, ca 3 Monate im Voraus, andere haben auch spontan etwas bekommen.
Unterricht
1x / Woche
Inhalte
Sonst. Fortbildung
Tätigkeiten
Röntgenbesprechung
Patienten untersuchen
Poliklinik
Notaufnahme
Mitoperieren
Dienstbeginn
7:00 bis 8:00 Uhr
Dienstende
Vor 15:00 Uhr
Studientage
1x / Woche frei
Tätigkeiten
Kleidung gestellt
Essen frei / billiger
Mittagessen regelmässig möglich

Noten

Team/Station
2
Kontakt zur Pflege
1
Ansehen des PJlers
2
Klinik insgesamt
1
Unterricht
4
Betreuung
2
Freizeit
1
Station / Einrichtung
2
Gesamtnote
1

Durchschnitt 1.47