PJ-Bericht

"Klinik am Bürgerpark"

Verfasst am 09.06.2010

Note

1.40

  • PJ-Krankenhaus

    Klinik am Bürgerpark

  • PJ-Stadt

    Bremerhaven Deutschland

  • Fachrichtung

    Chirurgie

  • Station

    3,4,5,6, Ambulanz

  • Einsatzbereiche

    Station, OP, Poliklinik / Ambulanz / Sprechstunde, Notaufnahme,

  • Dauer

    16 Wochen

  • Zeitraum

    2/2010 bis 6/2010

  • Stimmung Station

    1

  • Kontakt zur Pflege

    2

  • PJler-Ansehen

    1

  • Stimmung Klinik

    2

  • Unterricht

    2

  • Betreuung

    1

  • Freizeit

    2

  • Lehre auf Station

    1

  • Insgesamt

    1

Inhalte & Unterricht

  • Unterricht

    1x / Woche

  • Inhalte

    Prüfungsvorbereitung
    Bildgebung
    Fallbesprechung
    Patientenvorstellung

  • Tätigkeiten

    Briefe schreiben
    Braunülen legen
    Röntgenbesprechung
    Blut abnehmen
    Patienten untersuchen
    Notaufnahme
    Mitoperieren
    Untersuchungen anmelden
    Eigene Patienten betreuen
    Patienten aufnehmen
    Chirurgische Wundversorgung

  • Dienstbeginn

    Vor 7:00 Uhr

  • Dienstende

    15:00 bis 16:00 Uhr

  • Studientage

    Gesammelt am Ende

  • Sonstiges

    Aufwandsentschädigung / Gehalt
    Essen frei / billiger
    Kleidung gestellt
    Mittagessen regelmässig möglich
    Unterkunft gestellt

  • Gehalt in EUR

    400€+150€ Fahrtkostenzuschlag

Texte

  • Kommentar

    Wer eigentlich keine Lust auf Chirurgie hat und glaubt, es wird einfach nur ein Horrortertial, der ist hier absolut richtig aufgehoben. Ich kam mit den schlimmsten Erwartungen in die Chirurgie des Bürgerparks und am Ende war es wahrscheinlich mein bestes Tertial. Man wird als PJler freundlich in den Kreis der Chirurgen aufgenommen und darf in einer normalerweise sehr lustigen Gruppe von Ärzten alles machen, was man möchte.
    Wir waren zu dritt und sind zwischen den Abteilungen Unfallchirurgie, Ambulanz und Viszeral- und Thoraxchirurgie rotiert, so dass man am Ende in jedem Bereich seine Erfahrungen sammeln konnte. Dabei gab es kein vorgegebenes Rotationsschema, sondern man kann sich das selbsständig einteilen und dadurch dann auch mehr Zeit dort verbringen, wo es einem besonders gefällt. In den OP kam man eigentlich jeden Tag und durfte dort auch einiges machen (je nach OA). Wer allerdings weniger Lust auf OP hat, der muss nicht zwangsläufig jeden Tag mit rein, denn auch die OPs haben wir unter uns PJlern je nach Interesse selber aufteilen können. Ziel der Chirurgen war es, dass am Ende jeder PJler mindestens eine OP selber gemacht hat und das hat bei uns super geklappt. Natürlich wird das keine Hemicolektomie sein, aber zum Beispiel in der Unfallchirurgie Metallentfernungen, Hämatomausräumungen oder Wundrevisionen. Mit etwas Glück wird das auch eine Appendektomie in der Viszeralchirurgie.
    In der Ambulanz des Bürgerparks arbeitet eine absolute Kultgestalt, ein russischer Arzt auf Leihbasis, der mit seinen lustigen Sprüchen den Arbeitsalltag erheitert. Zudem hat der noch richtig Ahnung und lässt einen letztendlich die Ambulanz selber schmeißen, bei Rückfragen steht er aber immer bereit und ist jederzeit erreichbar.

    Das einzige Manko an diesem Tertial war die zunehmende (aber verständliche und nachvollziehbare) Unzufriedenheit der Assistenzärzte der Abteilung, welche aufgrund von Abgängen einer hohen Dienstbelastung ausgesetzt waren. Dies hat gerade gegen Ende des Tertials für einige heiße Diskussionsrunden gesorgt und deutlich auf die Gesamtstimmung geschlagen.
    Nichts desto trotz sind wir zum Schluss mit einigen Ärzten nach Helgoland aufgebrochen und haben dort einen recht angemessenen und ausgelassenen den Abschluss unserer Chirurgiezeit zelebriert ;-).

    Mein Fazit: Ich fand Chirurgie seit Beginn meines Studiums richtig schlecht, aber in diesen 16 Wochen hat sich meine Einstellung komplett gewandelt und ich denke das wäre nicht in vielen Häusern so geschehen.

  • Bewerbung

    Nicht angegeben

Verfasser

  • Heimatuni

    Göttingen

  • Email

    Nicht angegeben