PJ-Tertial Innere in Klinikum Dortmund (11/2023 bis 3/2024)

Station(en)
Diabetologie Nord (ND4), Nephrologie
Einsatzbereiche
Poliklinik / Ambulanz / Sprechstunde, Diagnostik, Station
Heimatuni
Nicht angegeben
Kommentar
Ich bin während des Tertials in vier verschiedene Teilbereiche der Inneren Medizin rotiert und habe jeweils sehr unterschiedliche Erfahrungen gemacht, weshalb ich mich für meinen Bericht entschlossen habe, hier meine Rotationen in die Diabetologie und in die Nephrologie zu dokumentieren und Kardiologie und Onkologie nochmal in einem zusätzlichen Bericht zu bewerten.

PRO
+ super Organisation vor PJ-Start mit gemeinsamem Einführungstag mit allen neuen PJler*innen und Infos zu Themen wie Dienstausweis, Kleiderausgabe, IT, Hygiene, Strahlenschutz, Klinikführung, Reanimation etc.
+ monatliche Rotation möglich
+ sensationell gutes EKG-Seminar
+ Unterricht fand außer in den ersten Wochen fast immer statt
+ NEF-Mitfahren möglich
+ es gibt kostenloses Mittagessen und mittlerweile 50€ Fahrtgeld

CONTRA
- nicht überall PC-Plätze
- keinen festen Ansprechpartner*in in den einzelnen Bereichen
- teilweise fehlte der "rote Faden"
- PJler*innen werden nicht für den Wäscheautomaten freigeschaltet (Ausnahme Nord), Kittel werden gestellt, es ist jedoch üblich (auch) Kasacks zu tragen
- nur teilweise Blutentnahmedienst vorhanden
- bei Feier-/Krankheits-/Urlaubstagen wird pro Tag 22,5€ von der monatlichen 450€-Aufwandsentschädigung abgezogen

Diabetologie:
Im Rahmen der Inneren Rotationen ist es vorgesehen, auch mindestens einen Monat im Standort Nord des Klinikums zu verbringen. Ich wählte hierfür, u.a. aufgrund von guten Bewertungen hier, die Diabetologie und war absolut positiv überrascht. Zugegeben, diese Passion für Füße werde ich wohl nicht mehr entwickeln, aber es war super lehrreich bei der Wundversorgung und "Schadensbegrenzung" zuzuschauen. Insgesamt war die (Lehr-)athmosphäre in dieser Abteilung super angenehm, sehr wertschätzend und alle waren sehr darauf bedacht, dass man viel lernt. Der Chef begleitet die meisten Visiten und wünscht sich bei der offiziellen Chefvisite am Mittwoch, dass man einen Patienten oder eine Patientin vorstellt und stellt auch sonst immer wieder Fragen, aber nie auf eine unangenehme, vorführende Art und wenn man mal etwas nicht weiß, erklärt er es. Ich bin auch einen Tag bei den Diabetesberaterinnen mitgelaufen und habe dabei nochmal viel über Insuline, Spritzschemata, Mess- und Pumpsysteme und Orale Antidiabetika gelernt. Außerdem war ich einen Tag in der Fußambulanz. Alles in allem ein wirklich netter, angenehmer und sehr lehrreicher Monat, der eine Rotation dort hin absolut wert macht.

Nephrologie:
Auch die Nephrologie wählte ich u.a. aufgrund von positiven Berichten hier. Auch hier war die Stimmung auf Station und untereinander sehr angenehm und wertschätzend und die Zusammenarbeit mit den Assistenzärzt*innen sehr nett. Zweimal die Woche ist sehr ausführliche Chef-/Oberarztvisite, auf der man viel lernen kann und auf der viel erklärt wird. Der Chef legt sehr viel wert auf patient*innengerechte Sprache und versucht als Eisbrecher zu allen Patient*innen ein persönliches Detail (meistens der frühere Job) in Erfahrung zu bringen, das hat mir beides gut gefallen. Alles in allem kann ich eine Rotation hier hin wärmstens empfehlen.

Insgesamt habe ich in diesen beiden Abteilungen sehr viel gelernt. Was ich mir noch gewünscht hätte wäre, dass mehr Kapazitäten da gewesen wären mich zwei- dreimal durch einen "Patientenprozess" von Aufnahme bis Entlassung zu führen. So habe ich v.a. Einzelbereiche übernommen wie Aufnahme und Untersuchung, Anlegen eines Arztbriefes und Dokumentation und dann ist das irgendwie immer abgerissen oder durch andere fortgeführt worden. Für weiteres Anlernen oder Feedback zu den erledigten Aufgaben fehlten meist die Kapazitäten (wichtig: NICHT die Motivation).
Unterricht
3 x / Woche
Inhalte
EKG
Bildgebung
Sonst. Fortbildung
Fallbesprechung
Patientenvorstellung
Tätigkeiten
Patienten aufnehmen
EKGs
Briefe schreiben
Blut abnehmen
Braunülen legen
Patienten untersuchen
Dienstbeginn
7:00 bis 8:00 Uhr
Dienstende
15:00 bis 16:00 Uhr
Studientage
Gar nicht
Tätigkeiten
Kleidung gestellt
Aufwandsentschädigung / Gehalt
Essen frei / billiger
Mittagessen regelmässig möglich
Gehalt in EUR
22,5€ pro Tag plus 50€ Fahrtkostenpauschale

Noten

Team/Station
1
Kontakt zur Pflege
2
Ansehen des PJlers
1
Klinik insgesamt
1
Unterricht
2
Betreuung
2
Freizeit
2
Station / Einrichtung
2
Gesamtnote
1

Durchschnitt 1.33