PJ-Tertial Unfallchirurgie in Helios Klinikum Erfurt (11/2023 bis 3/2024)

Station(en)
Orthopädie und Unfallchirurgie
Einsatzbereiche
Station, OP, Poliklinik / Ambulanz / Sprechstunde, Diagnostik, Notaufnahme
Heimatuni
Greifswald
Kommentar
Mein Chirurgie-Tertial am Helios Klinikum Erfurt war ein sehr guter Einstieg ins PJ. Leider ist die PJ-Verantwortliche keine gute Ansprechpartnerin für die Organisation, sodass Wünsche im Voraus nicht beachtet wurden. So kam es, dass ich statt, wie anfänglich gewünscht, in die Allgemeinchirurgie für vier Monate in die Orthopädie und Unfallchirurgie eingeteilt wurde. Zu Beginn war ich etwas skeptisch, da die Fächer nicht meine primären Interessensgebiete sind, jedoch konnte ich mich mit der Zeit für Vieles Begeistern und hatte insbesondere auf der Unfallchirurgie eine sehr spannende und schöne Zeit.
Die ersten 9 Wochen war ich auf der Orthopädie eingeteilt. Dort habe ich hauptsächlich Blut abgenommen, Flexülen gelegt und im OP assistiert. Bei den orthopädischen OPs (meistens Hüft- und Knie TEPs) war ich meistens die zweite Assistenz, wobei man je nach OP nicht immer viel vom OP-Gebiet gesehen hat. Ich wurde vom Team sehr freundlich aufgenommen, allerdings wurde ich auf der Station leider nicht viel eingebunden. Trotzdem konnte ich jederzeit Fragen stellen und viele Sachen wurden mir daraufhin sehr ausführlich erklärt. Vielleicht hätte es auch etwas mehr Eigeninitiative gebraucht, um sich aktiver im Stationsalltag einzubringen. Insgesamt war meine Zeit auf der Orthopädie nicht schlecht, aber auch nicht besonders spannend. Wenn ich Zeit hatte, bin ich dann meistens in die unfallchirurgischen Sprechstunden gegangen. Die Sprechstunden fand ich richtig gut, weil man meistens alleine untersuchen und die Befunde dokumentieren durfte. Auch in der handchirurgischen Sprechstunde war es sehr spannend, da der Oberarzt dort viel erklärt und gezeigt hat.
Nach 9 Wochen bin ich auf die Unfallchirurgie rotiert. Dort hatte ich eine wirklich gute, spannende und lehrreiche Zeit. Das Team hat mich sehr herzlich und wertschätzend empfangen. Es gab neben Blutentnahmen und Flexülen (bei Weitem nicht so viele wie auf der Ortho) auch viele Verbandswechsel mit Drainagezug, die ich übernommen habe, sodass ich dort Einiges über Wundversorgung lernen konnte. Je nachdem wie viel man am Tag im Op eingeteilt war, konnte man dann in die Sprechstunden, in die Notaufnahme oder weiter beim Stationsalltag aushelfen. Auf Station durfte ich dann auch mal mit Hilfe eigene Patient:innen betreuen und Briefe schreiben. Besonders ein Assistenzarzt und ein Facharzt waren wirklich sehr motiviert und engagiert, mir viel zu zeigen und zu erklären. Manchmal gab es auch kleine Teachings und Fallbesprechungen, aus denen ich wirklich viel mitnehmen konnte. Im Saal gab es auch ein breites Spektrum an OPs zu sehen. Je nachdem, wer operiert hat, durfte ich unter Anleitung auch Subcutan- und Hautnähte, Knoten und Drainagenannähte oder auch mal eine Plattenverschraubung durchführen. Dabei hat man wirklich gute Hilfestellungen und Erklärungen bekommen und ich habe dabei viel gelernt und wirklich Spaß gehabt. Eine Woche hatte man auch Spätdienst in der Notaufnahme. Die Zeit dort hat mir insgesamt am meisten Spaß gemacht. Man durfte selber Wunden nähen, mit Hilfestellung kleine chirurgische Eingriffe durchführen, leichtere Fälle eigenständig untersuchen und behandeln und man hat allgemein Vieles zu sehen bekommen (wie die Polytraumaversorgung im Schockraum).
Ich bin rückblickend sehr froh, mein Chirurgie-Tertial in Erfurt verbracht zu haben und ich würde es anderen weiterempfehlen. Gegen Ende wäre ich gerne auch noch länger geblieben, was allerdings hauptsächlich an dem tollen Team der Unfallchirurgie lag.
Für 100€ konnte man in einem Wohnheim der Klinik wohnen. Dort war es zwar nicht besonders gemütlich und die Küche war ziemlich runtergekommen, aber für vier Monate ist es für mich für den Preis absolut ausreichend gewesen. Weiterhin wurde auf Studientage konsequent Rücksicht genommen.

Bewerbung
Ãœber das PJ-Portal
Unterricht
Kein Unterricht
Inhalte
Bildgebung
Fallbesprechung
Sonst. Fortbildung
Nahtkurs
Patientenvorstellung
Tätigkeiten
Röntgenbesprechung
Briefe schreiben
Eigene Patienten betreuen
Untersuchungen anmelden
Gipsanlage
Punktionen
Mitoperieren
Poliklinik
Braunülen legen
Chirurgische Wundversorgung
Blut abnehmen
Patienten aufnehmen
Patienten untersuchen
Notaufnahme
Dienstbeginn
7:00 bis 8:00 Uhr
Dienstende
15:00 bis 16:00 Uhr
Studientage
1x / Woche frei
Tätigkeiten
Kleidung gestellt
Mittagessen regelmässig möglich
Aufwandsentschädigung / Gehalt
Gehalt in EUR
650
Gebühren in EUR
100 für das Wohnheim

Noten

Team/Station
1
Kontakt zur Pflege
2
Ansehen des PJlers
2
Klinik insgesamt
2
Unterricht
2
Betreuung
2
Freizeit
2
Station / Einrichtung
2
Gesamtnote
2

Durchschnitt 1.93