PJ-Tertial Neurologie in Kreisklinikum Siegen (11/2021 bis 3/2022)

Station(en)
Normalstation, Ströme Unit, ZNA
Einsatzbereiche
Notaufnahme, Station, Diagnostik
Heimatuni
Marburg
Kommentar
Insgesamt war es ein richtig cooles PJ-Tertial. Durch die Größe der Abteilung habe ich alle großen Krankheitsbilder der Neurologie gesehen und immer mal wieder auch seltenere Fälle (paraneoplastische choreariforme Bewegungsstörung, hochgradiger V. a. Chorea Huntington, CJD und mehr) mitbekommen. Von Anfang an war es meine Aufgabe, Patient*innen aufzunehmen und nach zwei Eingewöhnungswochen (erstes Tertial) konnte ich auch eigene Patient*innen (natürlich mit viel Unterstützung) betreuen. Es gab viel Verständnis dafür, dass man sich am Anfang vom PJ in einer völlig neuen und herausfordernden Situation befindet. In der ersten Zeit war ich einem Stationsarzt/Facharzt fest zugeteilt und habe an allen Schritten von Aufnahme bis Entlassung mitgewirkt. Später bin ich dann auf die Stroke Unit und in die Notaufnahme rotiert. Auch hier habe ich viel lernen können und wurde gut betreut. Der Umgang mir gegenüber war eigentlich von allen Seiten (Chef, Oberärzt*innen Assisten*innen, Pflege) sehr respektvoll. Das hat sich nicht zuletzt darin geäußert, dass ich bei Blutabnahmen und Zugängen eine gern gesehene Hilfe war, aber nicht selbstverständlich erwartet wurde, dass ich das jeden Tag alleine für die gesamte Station mache. Es war in dieser Hinsicht auch nicht schlecht, dass es eine Arzthelferin für Blutentnahmen hab, die einem am Anfang auch nochmal Tipps gegeben hat. Ich durfte auch Lumbalpunktionen machen, mit ein bisschen mehr Eigeninitiative hätten es bestimmt auch noch mehr werden können. Von den Arbeitszeiten war es auch sehr sinnvoll und nett geregelt: Wenn es etwas Interessantes gab, bin ich sehr gerne länger geblieben, wenn aber klar war, dass an dem Tag nichts weltbewegendes mehr ansteht, war es auch kein Problem, früher zu gehen. Völlig überflüssige Absitzzeiten wie teilweise in anderen Tertialen gab es so eigentlich kaum. Einzig der PJ-Unterricht war teilweise nicht so gut und ist häufig ausgefallen. Er hätte
1x pro Woche stattfinden sollen und ist durch alle Fachdisziplinen rotiert. Ich kann also insgesamt ein PJ-Tertial dort nur empfehlen. Mich hat es für Neurologie begeistert.
Unterricht
1x / Woche
Inhalte
Fallbesprechung
Tätigkeiten
Braunülen legen
Blut abnehmen
Patienten aufnehmen
Röntgenbesprechung
Untersuchungen anmelden
Briefe schreiben
Patienten untersuchen
Punktionen
Notaufnahme
Eigene Patienten betreuen
Dienstbeginn
7:00 bis 8:00 Uhr
Dienstende
15:00 bis 16:00 Uhr
Studientage
Gar nicht
Tätigkeiten
Aufwandsentschädigung / Gehalt
Gehalt in EUR
385

Noten

Team/Station
1
Kontakt zur Pflege
1
Ansehen des PJlers
1
Klinik insgesamt
1
Unterricht
3
Betreuung
1
Freizeit
2
Station / Einrichtung
1
Gesamtnote
1

Durchschnitt 1.2