PJ-Tertial HNO in Asklepios Klinik Altona (9/2022 bis 12/2022)

Station(en)
13A
Einsatzbereiche
Poliklinik / Ambulanz / Sprechstunde, Station, Diagnostik, OP
Heimatuni
Nicht angegeben
Kommentar
Ich habe mein ganzes Tertial in der HNO an der Asklepios Klinik Altona verbracht. Insgesamt war ich mit meinem Tertial sehr zufrieden, allerdings sind die Arbeitsbedingungen (nicht nur für PJler) an der Klinik leider nicht allzu gut.

PRO:
- Das netteste Team, das ich bisher kennen gelernt habe. Es ist ein recht kleines Team mit CA, ltd. OA, zwei OAs, fünf Assistenten. Alle verstehen sich untereinander wirklich gut und planen auch in der Freizeit gemeinsame Aktivitäten, bei denen auch ich durchaus mit eingebunden wurde. Alle haben versucht zusammen Mittag zu essen und freitags gabs ein schönes gemeinsames Frühstück, für das jeder etwas mitgebracht hat.
- Durch die eher enge Besetzung wurde ich schnell eingearbeitet und habe selbstständig in der Ambulanz mithelfen können. Das hatte einen sehr großen Lerneffekt, da ich Anamnese und Untersuchung durchgeführt habe und das danach mit jemandem der Ärzte besprochen habe. Ich hatte damit auch das Gefühl ihnen dort etwas Arbeit abzunehmen (auch durch die Dokumentation) und hatte so noch die Zufriedenheit vielleicht auch etwas sinnvolles zu machen.
- Ich konnte morgens immer recht selbstständig entscheiden, was ich an dem jeweiligen Tag machen will. Meist bin ich erst mit auf die Station, hab ein paar Blutentnahmen gemacht, wenn welche anstanden (und wenn waren es auch nie viele), und habe dann mal der Visite teilgenommen. Den restlichen Tag habe ich dann hauptsächlich in der Ambulanz verbracht. Wenn eine Op anstand, die ich gerne sehen wollte, oder bei der ich gebraucht wurde, habe ich auch das gemacht. Lange OP-Tage musste man sich hier aber nicht antun, wenn man nicht gerade unbedingt wollte.
- Man erhält einen wirklich umfangreichen Einblick in die OPs in der HNO. Von kleinen Eingriffen bis zu umfangreicher Tumorchirurgie war alles dabei. Einen Tag pro Woche wird noch an der Kinderklinik operiert, da kann man durchaus auch mal mit und sieht zwar hauptsächlich PCs, PDs und ATs, aber schadet ja auch nicht das mal zu genüge gesehen zu haben. Wenn man sich gut anstellt im OP und Interesse zeigt, wird einem immer mehr anvertraut und erklärt.
- Der Chef führt auch mit einem alleine ein paar Fortbildungen durch, wenn er das Gefühl hat gerade Zeit dafür zu haben.

CONTRA:
- Zu Beginn zur Organisation: Diese war leider kaum vorhanden. Es gab eine Liste von der Uni Hamburg, in der stand, wann und wo man sich an seinem ersten Tag einfinden soll. Also bin ich auf der Station 17A aufgetaucht, wo mir dann gesagt wurde, dass das die Privatstation ist und ich wohl falsch bin. Also bin ich auf die HNO-Station weitergeschickt worden, wo von den Ärzten aber auch niemand anzutreffen war. Die Stationsleitung war zum Glück so nett und hat mich zur Ambulanz gebracht, wo ich dann alle kennengelernt habe. Dann musste ich zur späterer Uhrzeit irgendwann ins Büro der Studiensekretärin. Diese war eher semi organisiert und wusste gefühlt selber nicht mal, welche Unterlagen sie braucht. Man hat zwar eine Schlüsselkarte bekommen, musste sich diese aber selber noch extra freischalten lassen. Von einem Zugang zum Computer konnte man nur träumen, das lief alles über die Chef-Sekretärin. Auf einen Spind im Keller mit allen anderen konnte man nur hoffen, bei mir ist erst nach einem Monat mal einer frei geworden, sodass ich dort mal meine Kleidung lassen konnte. Am Ende wurde das alles aber scheinbar anders organisiert, an meinem letzten Tag musste ich schon in irgendeinem anderen Büro bei anderen Personen meine Unterlagen vorbeibringen.
- Die Klinik wird leider ganz schön kaputt gespart. Das fängt damit an, dass von den 5 Personen-Aufzüge nur 2 funktioniert haben und scheinbar niemand Interesse daran hatte, da mal etwas reparieren zu lassen. So kam es dann regelmäßig dazu, dass man 20 Minuten auf einen Aufzug gewartet hat. Bei einem Haus mit 18 Stockwerken und der HNO im 13. wollte man doch nicht immer laufen. Und es geht weiter damit, dass nicht mal genug Kleidung zur Verfügung gestellt werden kann. Morgens musste man im Schrank in der Umkleide hoffen noch etwas in halbwegs passender Größe und ohne Löcher zu finden.
- Eine Mensa gab es leider nicht. Mittagessen konnte man sich für einen bestimmten Preis beim Bäcker oder am Kiosk holen, an dem es auch wenigstens ein warmes Gericht gab (das sich aber wöchentlich wiederholt hat). Hat leider nicht ganz einer vollwertigen Mahlzeit entsprochen. Wir haben dann immer mit der Abteilung in einem alten Pausenraum gegessen.
- Der Kontakt zu anderen PJlern war eher nicht vorhanden. Wir haben uns alle mal am ersten Tag kennengelernt, aber ich habe nichts von Fortbildungen für alle mitbekommen und da es auch keine Mensa gibt, hat man sich einfach kaum gesehen.
Bewerbung
Bewerbung über das PJ-Tertial
Unterricht
Kein Unterricht
Inhalte
Sonst. Fortbildung
Tätigkeiten
Braunülen legen
Chirurgische Wundversorgung
Patienten untersuchen
Mitoperieren
Blut abnehmen
Röntgenbesprechung
Patienten aufnehmen
Botengänge (Nichtärztl.)
Dienstbeginn
Vor 7:00 Uhr
Dienstende
Vor 15:00 Uhr
Studientage
1x / Woche frei
Tätigkeiten
Essen frei / billiger
Kleidung gestellt
Mittagessen regelmässig möglich

Noten

Team/Station
1
Kontakt zur Pflege
2
Ansehen des PJlers
1
Klinik insgesamt
3
Unterricht
2
Betreuung
1
Freizeit
3
Station / Einrichtung
1
Gesamtnote
1

Durchschnitt 1.67