PJ-Tertial Gynäkologie in Missionsaerztliche Klinik Wuerzburg (9/2021 bis 12/2021)

Station(en)
Wöchnerinnen, O31, Kreißsaal, Ambulanz
Einsatzbereiche
Station, OP
Heimatuni
Wuerzburg
Kommentar
Gyn am Missio:
Das Team ist sehr nett, v.a. von den Assistenzärztinnen hab ich mich schnell angenommen gefühlt.
Der Tag beginnt 7.45 mit der Übergabe, danach ging es manchmal direkt in den OP, an anderen Tagen war aber auch noch Zeit für ein Kaffee im Arztzimmer. Am Missio gibt es einen Blutabnahmedienst, was sehr praktisch ist, deshalb waren die meisten BE im Rahmen der Ambulanz bzw Patientenaufnahme zu tun bzw nachmittags nach den OPs.
Ich war die einzige PJlerin der Gyn und auch lange Zeit die einzige Studentin... Daher gab es manchmal schon Tage an denen ich nur gerannt bin, von der Ambulanz, wo ich Patientennamnesen machen sollte, zur nächsten Sectio usw. Da hätte ich mir gerne noch mehr Entlastung gewünscht. Häufig blieb auch keine Zeit um auf Visite mitzugehen, weil ich stattdessen in den OP musste oder in der Poliklinik eine Anamnese oder BE machen sollte. Leider haben die AÄ auch nicht regelmäßig angerufen, wenn sie eine Patientin in der Ambulanz untersucht haben, bei der ich vorher für sie die Anamnese gemacht hatte. Dieses Problem sprach ich zwar an, aber geändert hat es sich leider nicht in der Zeit. Auch eigenständige Untersuchungen durchzuführen war leider die Seltenheit.
Im OP durfte ich ab und zu nähen bei Sectios, es kam immer darauf an welcher Operateur und wie erfahren die AÄ selber schon war und ob sie selber noch üben musste.
Was man als PJler eigenständig machen darf, sind die Abschlussuntersuchungen der Wöchnerinnen (umfasst das Gespräch und die kurze Untersuchung von Fundusstand und Geburtsverletzungen, sowie die Eintragung in den Mutterpass). ich hab das immer gerne gemacht und konnte damit den AÄ auch viel Arbeit abnehmen.

Eine feste Rotation in den Kreißsaal ist am Missio nicht vorgesehen, was ich sehr schade finde. Daher habe ich versucht jede Minute im Kreißsaal zu verbringen, um da auch noch etwas von mitzukriegen. Tagsüber war das nicht immer erfolgreich, weil ich dann wieder irgendwo hin musste oder mich nicht der Schwangeren vorstellen konnte. Die einzigen wirklichen Kreißsaal Erfahrungen habe ich daher in den Nachtdiensten gemacht. Nachtdienste kann man an der Missio machen, wenn man darauf achtet, sie an den richtigen Tagen zu machen - weil man am nächsten Tag ja nicht da ist, um im OP Haken zu halten. Ich habe also schon eine Woche früher auf den OP Plan geschaut, um zu wissen, ob ich am Tag vorher eine Nacht mitmachen kann (16 Uhr bis nächster Morgen 8:00, man schläft oben unterm Dach in einem Dienstzimmer) und dann die OÄ gefragt, bzw auch die AÄ mit der ich die Nacht dann gemacht hätte. zum Beispiel kann man eigentlich keine Nacht machen, wenn am nächsten Tag vaginale Inkontinenz-OPs sind, weil dafür brauchten sie immer einen Studenten als dritte Assistenz. Mit dieser Strategie kam ich schlussendlich auf ein paar Nächte und somit ein paar Erfahrungen im Kreißsaal. Als ich zwischendurch ein paar Wochen Unterstützung von anderen Studenten hatte, konnte ich mehr Nächte und auch einen Hebammen-Dienst machen, weil ich wusste, dass die studentischen Aufgaben durch den/die andere/n Studierende/n abgedeckt sein würden.

Leider gab es keinen gynäkologischen PJ Unterricht, aber es gab "Gyn to go"-Fortbildungen für alle Ärzte. Das waren so online Seminare die Mittwochs vor der Frühbesprechung waren und zum Teil interessant und zum Teil zu spezifisch waren.
PJ Unterricht am Missio gab es von Seiten der Internisten, da hätte man als Gyn PJler mit hin gehen können, hab ich auch einmal gemacht und die anderen Male leider nicht geschafft. Einfach die internistischen PJler beim Mittagessen fragen, wann es stattfindet. Mittagessen war übrigens kostenlos.

Arbeitsende war gegen 16:15 nach der Übergabe. Am Anfang war ich da eigentlich immer, aber später wurde ich auch häufig vor 16 Uhr nach Hause geschickt, weil ich eh nichts zu übergeben hatte.

insgesamt fand ich das Tertial gut. Ich würde mich vermutlich wieder für die Missio entscheiden, vor allem weil das Team so nett war.
Unterricht
Kein Unterricht
Inhalte
Sonst. Fortbildung
Tätigkeiten
Patienten untersuchen
Briefe schreiben
Blut abnehmen
Braunülen legen
Poliklinik
Dienstbeginn
7:00 bis 8:00 Uhr
Dienstende
16:00 bis 17:00 Uhr
Studientage
Gar nicht
Tätigkeiten
Kleidung gestellt
Aufwandsentschädigung / Gehalt
Essen frei / billiger
Mittagessen regelmässig möglich
Gehalt in EUR
350 €

Noten

Team/Station
1
Kontakt zur Pflege
2
Ansehen des PJlers
2
Klinik insgesamt
2
Unterricht
3
Betreuung
2
Freizeit
2
Station / Einrichtung
2
Gesamtnote
2

Durchschnitt 2