PJ-Tertial Anästhesiologie in Krankenhaus Schwabing (3/2021 bis 6/2021)

Station(en)
OP und Intensivstation 16G
Einsatzbereiche
Station, OP
Heimatuni
LMU Muenchen
Kommentar
Hier gibt es starke Unterschiede. Zuerst der OP:
Es gibt im Schwabinger 5 Op Säle+2 Kinder Ops und einen Kreißsaal (Gyn, HNO, Unfallchirurgie, bissl Viszeralchirurgie, Kinderchirurgie), wo 1 PJler*in eingesetzt wird. Klingt gut, aber es gibt viele junge Anästhesisten die einen aus mMangel an eigener Erfahrungen nicht ranlassen können oder konkurrierende Rettungsdienstschüler und man oft anderen Leuten beim lernen zuschaut. Es gab Tage, da war eine Nadel legen das Highlight und das ist traurig. Auch gibt es oft keine generelle Handlungsanweisung, weshalb man immer etwas "falsch" macht, allein beim Präoxygenieren hab ich 10 verschiedene Varianten kennengelernt.
Viel selbst machen darf man hier nicht, ich durfte in 8 Wochen OP-Zeit 14x versuchen zu intubieren, nicht einmal 2x pro Woche. Arterie oder ZVK stechen gar nicht. Und dafür oft stundenlang neben einem Duokopf sitzen und Protokoll schreiben und nichts tun...
Das Ärzteteam ist eigentlich super lieb und man kann niemanden von Ihnen grob was vorwerfen, die Anästhesiepflege ist jedoch grotesk unterbesetzt (oft nur 2 Leute für 5 Säle+Aufwachraum) und dementsprechend überarbeitet und ich bin einige Male mit ihnen aneinandergeraten (gerade auch weil alle Dinge von jedem irgendwie anders gemacht werden).
Ich konnte 2 Wochen nach Bogenhausen wechseln für andere Fächer.

Intensivstation:
Hier herrscht das komplette Gegenteil. Es gibt oft nur 6 bis 8 Patienten wegen Pflegemangel auf 2 Ärzte plus Oberarzt und eben der PJler*in. Der Oberarzt ist super entspannt drauf und lässt einen nach Möglichkeit jeden ZVK, Pleuradrainage oder Arterienkatheter übernehmen, erklärt gern, sehr kompetent und ist ein sehr umgänglicher Typ. Auch die Ärzte lassen einen viel machen und wollen einen gut einbinden.
Zu den Aufgaben gehört jeden Patienten in der Früh untersuchen und dokumentieren, BGAs machen, mit zu Untersuchungen gehen, Schockraumeinsätze mitzubegleiten (Der Helilandeplatz ist direkt auf dem Dach), manchmal Briefe schreiben oder Sachen anfordern. Wenn es nichts mehr zu tun gab wurde man auch oft um 2 Uhr heimgeschickt um die "Bierqualität Münchens zu überprüfen".
Die Pflege ist hier auch sehr nett, solange man nicht das Bett einsaut ;) Die Intensivstation selbst kann jedoch im Sommer abnormal warm werden, gerade mit sterilem Kittel + FFP2 Maske ist man schnell schweißgetränkt.
Bewerbung
Bewerbung per PJ-Portal
Unterricht
1x / Woche
Inhalte
Sonst. Fortbildung
Tätigkeiten
Punktionen
Patienten aufnehmen
Patienten untersuchen
Blut abnehmen
Briefe schreiben
Braunülen legen
EKGs
Rehas anmelden
Untersuchungen anmelden
Eigene Patienten betreuen
Dienstbeginn
7:00 bis 8:00 Uhr
Dienstende
15:00 bis 16:00 Uhr
Studientage
1x / Woche frei
Tätigkeiten
Essen frei / billiger
Kleidung gestellt

Noten

Team/Station
1
Kontakt zur Pflege
1
Ansehen des PJlers
1
Klinik insgesamt
3
Unterricht
4
Betreuung
3
Freizeit
2
Station / Einrichtung
2
Gesamtnote
3

Durchschnitt 2.53