PJ-Tertial Innere in Spital Aarberg (5/2015 bis 9/2015)

Station(en)
Innere Medizin
Einsatzbereiche
Diagnostik, Station, Notaufnahme, OP
Heimatuni
Bonn
Kommentar
Ich hatte eine gute Zeit in Aarberg und habe dort sehr viel lernen und selbstständig machen können. Es gibt einmal wöchentlich eine Fortbildung für alle Assistenten und Unterassistenten, bei der sowohl chirurgische Themen als auch internistische behandelt wurden. Besonders hat mir allerdings das Teaching der Oberärzte und Assistenten in der Notaufnahme gefallen. Man darf selber Patienten aufnehmen, für diese Untersuchungen (wenn nötig mit Rücksprache) anmelden und bespricht diese mit dem zuständigen Oberarzt. Man lernt dabei strukturiertes Vorgehen was Anamnese und Untersuchung angeht, wie man einen Patienten ordentlich vorstellt und was für Diagnostik und Therapie dann weiter gemacht werden sollte. Ich war überrascht, wie viel Zeit sich dabei die Oberärzte genommen haben, um den Assistenten und Unterassistenten etwas beizubringen. Lehre ist in dieser Abteilung eine Selbstverständlichkeit. Die Assistenten waren, als ich dort war, alle im ersten oder zweiten Jahr. Grundsätzlich dürfte man als Unterassistent auch mal eine Pleura-, Aszites- oder Lumbalpunktion machen. Doch weil die Assistenten das zum Teil selbst noch nicht gemacht hatten, waren sie erstmal an der Reihe.

Man macht in Aarberg auch als internistischer Unterassistent chirurgische Pickett-Dienste an den Wochenenden. Dabei hat man Rufbereitschaft und muss innerhalb von 30 min im OP sein, wenn man gebraucht wird. Meist gibt es 1-4 OPs am Wochenende. Pro Wochenende gab es 144 SFR und kompensatorisch frei. Wann man das nimmt ist einem selbst überlassen. Zudem hat man pro Monat 2-3 Urlaubstage, die nicht auf der PJ-Bescheinigung erscheinen.

Das Wohnheim in Aarberg ist ok. Man teilt sich mit 4 anderen 2 Duschen und Toiletten. Dich Küche ist nicht besonders gut ausgestattet. Es gibt einen Herd, Ofen, Mikrowelle, relativ wenig Geschirr und Töpfe, keinen Wasserkocher, keine Auflaufform, Pfanne glaub ich auch nicht. Aber vielleicht hat sich das ja mittlerweile schon geändert. Von den 1200SFR, die man verdient, werden 390 fürs Wohnheim abgezogen. Wenn man möchte kann man auch um etwas dazuzuverdienen während der Woche chirurgische Pickett-Dienste machen, in denen man aber selten gerufen wird.
Es gibt eine Zugverbindung von Aarberg nach Bern und Lyss, ein Auto oder Motorrad ist im kleinen Aarberg aber von Vorteil. Das Berner Jura erreicht man in 30 min mit dem Auto, das Berner Oberland in einer knappen Stunde. Super Freizeitmöglichkeiten, wenn man Outdoor-Sport wie Mountainbiken, Klettern, Klettersteige, Wandern, Hochtouren oder im Winter Ski fahren mag. Ich war im Sommer da und bin häufig nach der Arbeit mit den anderen Unterassistenten oder Assistenzärzten zum Bieler See gefahren zum Schwimmen und Slacklinen. Meist sind in der Chirurgie 2-3 Unterassistenten und in der Anästhesie einer, mit denen man etwas unternehmen kann.

Bewerbungen an Sandra Circo schicken.
Bewerbung
Man sollte mehr als 1 Jahr vorher anfragen. Es gibt 2 Unterassistentenstellen in der Inneren Medizin, von denen einer an einen deutschen Studenten und der andere an einen Schweizer vergeben wurde (die Schweizer Studenten wechselten, während ich da war, monatlich).
Unterricht
1x / Woche
Inhalte
Sonst. Fortbildung
Tätigkeiten
Röntgenbesprechung
Eigene Patienten betreuen
EKGs
Chirurgische Wundversorgung
Mitoperieren
Briefe schreiben
Patienten aufnehmen
Untersuchungen anmelden
Notaufnahme
Patienten untersuchen
Dienstbeginn
7:00 bis 8:00 Uhr
Dienstende
16:00 bis 17:00 Uhr
Studientage
Gar nicht
Tätigkeiten
Aufwandsentschädigung / Gehalt
Kleidung gestellt
Mittagessen regelmässig möglich
Gehalt in EUR
1200 SFR

Noten

Team/Station
1
Kontakt zur Pflege
2
Ansehen des PJlers
2
Klinik insgesamt
2
Unterricht
1
Betreuung
1
Freizeit
2
Station / Einrichtung
1
Gesamtnote
1

Durchschnitt 1.4