PJ-Bericht

"Kreiskrankenhaus Rendsburg"

Verfasst am 11.02.2008

Note

1.33

  • PJ-Krankenhaus

    Kreiskrankenhaus Rendsburg

  • PJ-Stadt

    Rendsburg Deutschland

  • Fachrichtung

    Innere

  • Station

    31/34

  • Einsatzbereiche

    Station, Poliklinik / Ambulanz / Sprechstunde, Notaufnahme, Diagnostik,

  • Dauer

    16 Wochen

  • Zeitraum

    10/2007 bis 1/2008

  • Stimmung Station

    1

  • Kontakt zur Pflege

    1

  • PJler-Ansehen

    2

  • Stimmung Klinik

    1

  • Unterricht

    2

  • Betreuung

    2

  • Freizeit

    2

  • Lehre auf Station

    2

  • Insgesamt

    1

Inhalte & Unterricht

  • Unterricht

    3 x / Woche

  • Inhalte

    Repetitorien
    EKG
    Sonst. Fortbildung
    Patientenvorstellung
    Bildgebung
    Fallbesprechung

  • Tätigkeiten

    Briefe schreiben
    Braunülen legen
    Röntgenbesprechung
    Blut abnehmen
    Notaufnahme
    Patienten untersuchen
    Punktionen
    Rehas anmelden
    EKGs
    Botengänge (Nichtärztl.)
    Poliklinik
    Untersuchungen anmelden
    Eigene Patienten betreuen
    Patienten aufnehmen
    Chirurgische Wundversorgung

  • Dienstbeginn

    7:00 bis 8:00 Uhr

  • Dienstende

    16:00 bis 17:00 Uhr

  • Studientage

    Gesammelt am Ende

  • Sonstiges

    Aufwandsentschädigung / Gehalt
    Essen frei / billiger
    Kleidung gestellt
    Mittagessen regelmässig möglich

  • Gehalt in EUR

    150

Texte

  • Kommentar

    Rendsburg ist grundsätzlich für Innere immer eine gute Wahl. Erwischt man die richtige Station und die richtigen Leute, ist es das fest perfekte Tertial - besser geht es kaum.

    1. Die Stimmung ist im ganzen Krankenhaus - soweit es einen als PJler betrifft - sehr gut. Freut man sich in vielen Krankenhäusern über einzelne, freundliche Leute, ist das hier genau umgekeht und eigentlich die Regel. Einzelne Personen, die einen unfreundlich behandeln, sind der Sondefall und fallen extrem auf.

    2. Man bekommt 3x pro Woche Unterricht. Dabei sind 2 Termine Oberarzt-Unterricht, meist passend zum Spezialgebiet des jeweiligen Referenten. Da wir zu meiner Zeit nur 4 PJler waren, ist der Unterricht sehr interaktiv - man bespricht Fälle oder Grundlagen im kleinen Kreis, wobei man sehr viel mitnehmen kann und auch auf unterschiedlichen Wissensstand Rücksicht genommen wird.
    Der dritte Termin ist ein exzellenter EKG-Kurs, nach dem man wirklich einen enormen Verständnissprung macht. Zumindest für das schriftliche Examen muss man dan eigentlich nur noch wiederholen.
    Leider fiel der Unterricht öfters aus, wobei der EKG-Kurs IMMER nachgeholt wurde, der Oberarztunterricht bei entsprechenden Nachfragen meistens. Man muss sich dabei nicht scheuen, die Refernten anzurufen und direkt nachzufragen.

    3. Station: Die Schwestern sind fast ausnahmlos extrem freundlich. Man kann auch oder gerade von Ihnen sehr viel lernen und sollte diese Gelegenheit auch nutzen. Zudem verschafft sich schnell Respekt, wenn man einerseits auch mal Dinge erledigt, die man nicht "müsste" (einzelne schwerere Blutabnahmen in einem anderen Bereich etc.) und andererseits selbständig arbeitet.
    Ich habe auf den Stationen eine Kooperation wie sie im Buche steht erlebt - besser geht es kaum.

    4. Was ich an Rendsburg (das ist allerdings etwas stationsabhängig) am meisten geschätzt habe, ist die Freiheit die man dort hat - gerade in Bezug auf den eigenen "Spielraum". Blutabnahmen werden erwartet, wobei man bei Problemen immer fragen darf. Aufnahmen werden gern gesehen und eigentlich auch erwartet, eine Nachbesprechung ist aber selbstverständlich, bei "schwierigen Patienten" kann man jederzeit um Hilfe bitten.
    Darüber hinaus stand es mir aber fast völlig frei, was ich machen oder lernen will.
    Man kann bei Visiten und Untersuchungen nur mitlaufen und sich alles anschauen (wo man durchaus einiges lernen kann), man kann aber als anderes Extrem auch 1-2 Zimmer betreuen, in jeder Visite einschließlich Chefvisite die Patienten vorstellen, Untersuchungen anmelden und die kompletten Entlassungbriefe diktieren bzw. schreiben. Meistens ist die Mitte von beidem ein guter Kompromiss, bei dem man dann auch trotzdem halbwegs zeitlich nach Hause kommt.

    5. Die Umgebung stimmt natürlich sowieso: Das Fahrgeld wurde mittlerweile auf sehr faire 150€/Monat erhöht und man findet immer genug Leute, um eine Fahrgemeinschaft zu bilden.
    Das Essen schmeckt (erst recht im Vergleich zu Kiel) exzellent, man hat ein eigenes Telefon und Kleider werden gestellt - wobei auch die Wäscherei schnell und sauber arbeitet und man nie Engpässe hat.

    Fazit: Bei mir bis auf Kleinigkeiten das perfekte Innere-Tertial - uneingeschränkt empfehlenswert.

  • Bewerbung

    Nicht angegeben

Verfasser

  • Heimatuni

    Kiel

  • Email

    Nicht angegeben