PJ-Tertial Urologie in Charite Campus Mitte (6/2013 bis 10/2013)

Station(en)
St. 129/201B
Einsatzbereiche
Station, OP, Poliklinik / Ambulanz / Sprechstunde, Diagnostik
Heimatuni
Berlin
Kommentar
Urologie war mein 2. Wunschtertial und es war super am CCM!
Ich habe viel gelernt, der Kontakt zum Personal, egal ob Pflege (besonders erwähnenswert: die beste und liebste Oberschwester der 202B) oder Ärzte, war sehr gut. Im Gegensatz zu meinem letzten Tertial war den hierarchische Druck hier in der Abteilung recht gering, ich hatte ebenso viel Kontakt mit den Oberärzten wie mit den Assistenten/Fachärzten.

Zwar gibt es keine regulären Fortbildungen, und auch etwas weniger Bed-Side Teaching (in meinem Fall bedingt durch den Umzugsstress vom Bettenhochhaus in den Container), aber jeder der Ärzte hat sich auf seine Art bemüht mir etwas beizubringen, die einen mehr Theorie und Basics, die anderen mehr Praktisches, OP und Diagnostik, noch einige über Stationsarbeit/Aufnahme/Briefe.

Als PJler bekommt man auch Essensmarken (Wert 6€) in der Urologie CCM, Kleidung wird gestellt, Schlüssel und SAP-Zugang kann man sofort beantragen. Im Neubau-Container gibt es richtige Umkleiden mit Spints. Dafür sind die Arztzimmer so eng und klein, dass das Wort Zelle ihm eher gerecht wird.
Die PJ-Bescheinigung muss man selbst ausdrucken und ausgefüllt mitbringen, Beurteilung bekommt man auf Anfrage.
Der Studentenfluss ist recht zügig, wir waren 2-3 Pjler (Überlappung der verschiedenen Semester) und 1-4 Famulanten. Die Studientage sind frei verfügbar, solange ein PJler auf Station ist.

Einen geregelten Rotationsplan gibt es nicht, aber die Studenten können täglich unter sich ausmachen wer wohin geht, zur Verfügung stehen:
- OP (abhängig vom OP-Plan natürlich)
- Aufnahme/Poliklinik
- Endourologie (abhängig vom Stationsarzt)
- Station
Wer Lust hat, kann nach Absprache auch einen 24h Dienst mitmachen und sieht dann auch mehr von der Rettungsstelle.

Tagesablauf
7:00 Visite
7:40 Besprechung
8:00 Beginn der OPs/Blutabnahme/Stationsarbeit/Aufnahme
Mittagessen je nach Zeit
12:00-13:00 Kurvenvisite
15:00 Röntgen-Nachmittagsbesprechung
16:00 Schluss, wenn nichts weiteres mehr ansteht

OP:
Die OPs sind natürlich immer das Highlight, die Studenten werden regelmäßig zu veschiedenen Eingriffen eingeteilt:
offene radikale Prostatektomie (Hakenhalten, Absaugen, Hautnaht), offene und laparaskopische Nephrektomie (Haken oder Kamerahalten, Hautnaht), laparaskopische Nierenteilresektion, 3 verschiedene OPs der Nierentransplantation (Donornephrektomie, Perfusion, Implantation der Niere).
Zusätzlich kann man sich auch viele weitere OPs anschauen (DaVinchi Prostatektomie, Zirkumzision, Harnröhrenplastik, Orchiektomie...). Manchmal werden wir auch in die Kinderurologie (CVK) geschickt um auszuhelfen, dann sieht man natürlich wieder ein ganz anderes Spektrum.
Es ist nicht schlimm, dass man anfangs nichts chirurgisches kann, die Ärzte zeigen alles und bringen es auch geduldig bei.

Station:
Stationsarbeit klingt immer langweilig, ist aber ebenfalls ein wichtiger Teil der Ausbildung. Beginnt wie jedes andere Tertial mit Blutabnahme/Braunüle legen, da das die Urologie ist, hält sich die Schwierigkeit und die Menge in Grenzen (männliche Patienten, selten multimorbid), dann je nachdem weitere Diagnostik mit dem Stationsarzt (Ultraschall oder Schienenwechsel/Zystogramm) auch in der Endourologie, Botengänge, Briefe schreiben...

Aufnahme:
Man darf selbständig Patienten aufnehmen, körperlich untersuchen, und später in der Besprechung vorstellen.

Ich war auf jeden Fall begeistert von der Urologie der Charité Mitte und würde es jedem weiterempfehlen.
Bewerbung
regulär über Charité-Verteiler nach Wunschangabe
Unterricht
Kein Unterricht
Inhalte
Bildgebung
Fallbesprechung
Sonst. Fortbildung
Patientenvorstellung
Tätigkeiten
Briefe schreiben
Braunülen legen
Röntgenbesprechung
Blut abnehmen
Patienten untersuchen
Mitoperieren
Rehas anmelden
Poliklinik
Botengänge (Nichtärztl.)
Untersuchungen anmelden
Patienten aufnehmen
Chirurgische Wundversorgung
Dienstbeginn
7:00 bis 8:00 Uhr
Dienstende
16:00 bis 17:00 Uhr
Studientage
1x / Woche frei
Tätigkeiten
Essen frei / billiger
Kleidung gestellt
Mittagessen regelmässig möglich

Noten

Team/Station
1
Kontakt zur Pflege
1
Ansehen des PJlers
1
Klinik insgesamt
1
Unterricht
3
Betreuung
1
Freizeit
2
Station / Einrichtung
3
Gesamtnote
1

Durchschnitt 1.33