PJ-Tertial Allgemeinchirurgie in Vivantes Klinikum Spandau (4/2009 bis 6/2009)

Station(en)
32
Einsatzbereiche
Station, OP
Heimatuni
Berlin
Kommentar
Der allgemeinchirurgische Teil war der zweite in diesem PJ-Tertial.

Der Tag beginnt gegen 7:15 mit der Visite. Diese läuft sehr zügig, eher gehetzt ab, ohne viel dabei zu lernen. Danach findet die Röntgenbesprechung statt, die auch zügig abgehalten wird, aber man lernt etwas und kann sich mit den Bildern vertraut machen. An Lehre auf der Station ist das der produktivste Teil. Vorkenntnisse sollte man aber haben. In der Visite bekommen die Studenten eine Liste, wo Verbandswechsel zu machen, Drainagen zu ziehen, Aufklärungen zu machen und Blut abzunehmen ist. Damit ist man fast den ganzen Tag beschäftigt und zwischendrin fallen immer wieder neue Aufgaben an. Problematisch ist es, wenn man im OP eingesetzt ist - denn dann bleibt die Stationsarbeit für den Studenten liegen...da bleibt man dann auch mal länger. Im OP sieht man vor allem Gefäßchirurgie und OPs im Unterbauch oder auch Hernien. Selten wird auch mal an Magen, Leber und Schilddrüse operiert. Die Gestaltung des OP-Plans ist unverständlich - als Student steht man zu dritt bei einem Gefäßbypass, aber eine Appendektomie bekommt man nicht zu sehen. Für die chirurgische Ausbildung nicht gerade förderlich. Man darf selbst einiges machen, zunähen - auch intrakutan - subkutan knoten oder auch mal eine Varize strippen. Die Stimmung im OP ist häufig angespannt oder gereizt - auch hier operieren fast nur Oberärzte und häufig auch der Chefarzt. Erklärt wird wenig und man merkt auch sehr schnell, dass Fragen nicht gern gesehen sind.

Da man häufig und ausgiebig im OP eingeteilt ist, muss man seine Fortbildung, die sich auf 1 Stunde EKG-Kurs pro Woche beschränkte, durchsetzen. Wir haben dazu noch eine Radiologiefortbildung alle 2 Wochen erkämpft. Inhaltlich waren die Fortbildungen sehr gut.

Der Kontakt zum Pflegepersonal ist gut und man wird in das Team integriert. Auch wenn die Mehrheit des Personals freundlich ist, manchmal muss man sich über den Umgangston wundern, sei es, wenn man per Fingerschnipp gerufen wird oder die Anweisungen per Zimmersprechanlage bekommt.

Die Studientage können auch hier gesammelt werden, wobei der Chefarzt aber protestiert, wenn man die Tage am Ende der Allgemeinchirurgie nimmt...

Alles in allem kann man in diesem Haus aber gut sein Chirurgietertial absolvieren, denn im Vergleich zu anderen Häusern ist es hier noch empfehlenswert.
Bewerbung
Ãœber den Wahlbogen der Charite.
Unterricht
1x / Woche
Inhalte
Bildgebung
EKG
Tätigkeiten
Briefe schreiben
Braunülen legen
Röntgenbesprechung
Blut abnehmen
Patienten untersuchen
Mitoperieren
Botengänge (Nichtärztl.)
Chirurgische Wundversorgung
Dienstbeginn
7:00 bis 8:00 Uhr
Dienstende
16:00 bis 17:00 Uhr
Studientage
1x / Woche frei
Tätigkeiten
Essen frei / billiger

Noten

Team/Station
2
Kontakt zur Pflege
2
Ansehen des PJlers
3
Klinik insgesamt
2
Unterricht
3
Betreuung
3
Freizeit
3
Station / Einrichtung
2
Gesamtnote
2

Durchschnitt 2.27