PJ-Tertial Unfallchirurgie in Klinikum Aschaffenburg (3/2010 bis 4/2010)

Station(en)
C02
Einsatzbereiche
Station, OP, Poliklinik / Ambulanz / Sprechstunde, Notaufnahme
Heimatuni
Wuerzburg
Kommentar
Hier hat sich was getan!!!

Aschaffenburg ist gar nicht so schlimm;)

Für die meisten ist Aschaffenburg ja so das Henkersurteil und mit diesem Gefühl bin ich auch dahingefahren- und wurde positiv überrascht. Es hat sich einiges verändert:

- Es gibt mittlerweile Stationssekretärinnen, die morgens die tausend Blutentnahmen machen. Dadurch muss man nur noch die Nadeln legen und die schwieriegen Entnahmen machen.

-Das Fortbildungsangebot wird verbessert:Es gibt wieder einmal pro Woche Chirurgie Fortbildung (im Wechsel Allgemein mit Unfall) und weiterhin einmal pro Woche Innere und zweimal Neuro. Ab demnächst auch Anästhesie. Es ist kein Problem auch interdisziplinär zur Fortbildung zugehen, was sehr empfehlenswert ist! Anfangs lief die Fortbildung in der Chirurgie etwas schleppend an, zuletzt lief es gut und hat Spaß gemacht. Man bespricht Fälle und lernt Untersuchungstechniken.

- Es herrscht grundsätzlich eine gute Stimmung, fast nur sehr nette Ober- und Stationsärzte. Auch im Op habe ich mich fast immer wohl gefühlt und wurde nie blöd angemacht, auch wenn ich einen Fehler gemacht habe. Ich war allerdings auch nicht viel mit dem Chef im Op... Er erkärt zwar viel und ist zu mir als PJler auch immer korrekt und freundlich gewesen, die Arbeitsatmosphäre bei ihm im Op ist aber trotzdem unangenehm, da ein rauer Ton herrscht und wäre für mich ein Grund, dort als Assistenzarzt nicht arbeiten zu wollen.

- Die Betreuung war gut, bis sehr gut, ich habe viel von Assistenten und Oberärzten erklärt bekommen und jeder hat sich für die Studenten Zeit genommen. Auf Station hatte ich einen festen Ansprechpartner, ich habe mir aber noch einen zweiten gesucht, da einer von beiden eigentlich immer im Op war.

- Man bekommt ein eigenes Zimmer zugeteilt, für das man so viel Verantwortung übernehmen kann wie man will. Das heisst hauptsächlich: Visite mitmachen und bei der Chefvisite vorstellen. Ich fand es ne gute Übung.

- Das Beste an der ganzen Zeit: Definitiv die Unfall-Ambulanz! Ein super nettes Pflegeteam und wenn man Glück hat, mit dem richtigen Arzt zusammen zu arbeiten, kann man viel lernen und machen! Hier durfe ich viel nähen, gipsen und untersuchen. Empfehlenswert: Ein Wochenende mitarbeiten und am besten von Mittag bis Abend! Da erlebt man einiges... Dafür bekommt man dann ausgleichsfrei.

- Mit den Studientagen ist es recht flexibel, so lange ein PJler pro Tag arbeitet.

- Ein von uns im Voraus geäußerter Kritikpunkt, nämlich die fehlende Möglichkeit, ein Zimmer im Wohnheim zu bekommn, wurde gleich aufgegriffen. Es gibt jetzt zumindest eine Wohnung für zwei PJler, wer nicht pendeln möchte. Das ist natürlich noch nicht viel für die vielen PJler- also dranbleiben!

Weitere Verbesserungsvorschläge:

1. Keine gefährlichen VVKs mehr! Die VVKs der Klinik sind ohne Sicherheitsschutz und heute bereits verboten. Zu recht, da einfach zu gefährlich. Nur in der Ambulanz gibt es Sicherheits-VVKs. Ein Unding für so eine große Klinik!!

2. Die PJler im Op mehr machen lassen! Ich fand es so nicht so schlimm, aber wenn ich Chirurgie später machen wollte, hätte ich mir mehr praktisches Arbeiten gewünscht! Man kann ja leider auch nicht nähen, da geklammert wird...Insgesamt habe ich im Blockpraktikum an der Uni im Op auf jeden Fall mehr machen dürfen.
Bewerbung
Ich habe lange, lange Zeit Frau Dr. Lüneberg bekniet, damit sie mich für Aschaffenburg einteilt und endlich hat sie meinen Bitten nachgegeben...
Unterricht
1x / Woche
Inhalte
Bildgebung
Fallbesprechung
Tätigkeiten
Gipsanlage
Braunülen legen
Röntgenbesprechung
Blut abnehmen
Patienten untersuchen
Notaufnahme
Punktionen
Eigene Patienten betreuen
Patienten aufnehmen
Chirurgische Wundversorgung
Dienstbeginn
7:00 bis 8:00 Uhr
Dienstende
16:00 bis 17:00 Uhr
Studientage
1x / Woche frei
Tätigkeiten
Aufwandsentschädigung / Gehalt
Essen frei / billiger
Kleidung gestellt
Mittagessen regelmässig möglich
Unterkunft gestellt
Gehalt in EUR
400,00

Noten

Team/Station
1
Kontakt zur Pflege
2
Ansehen des PJlers
2
Klinik insgesamt
2
Unterricht
2
Betreuung
1
Freizeit
1
Station / Einrichtung
2
Gesamtnote
2

Durchschnitt 1.8