PJ-Tertial Kinderchirurgie in Schwarzwald-Baar Klinikum (4/2022 bis 6/2022)

Station(en)
Station, OP, Ambulanz
Einsatzbereiche
OP, Poliklinik / Ambulanz / Sprechstunde, Notaufnahme, Station
Heimatuni
Nicht angegeben
Kommentar
Ich hatte ein sehr zwiegespaltenes Verhältnis zur Kinderchirurgieabteilung des SBK.
Auf der einen Seite gibt es eine sehr nette Oberärztin, eine richtig motivierte Assistenzärztin und einen guten Facharzt. Da ich vor allem mit letzteren Beiden auf Station oder in der Ambulanz war, hatte ich ansich eine sehr lehrreiche Zeit. Vor allem in den Krankheitsbildern Appendizitis, Commotio, Hodentorsion oder in der pädiatrischen Unfallchirurgie wird man sehr fit. Ich durfte selbst ab und zu Platzwunden bei den Kindern nähen und natürlich mit untersuchen, Blut abnehmen oder an der Trauma-Sprechstunde teilnehmen.

Das große Problem dieser Abteilung ist der Chefarzt. Das "geringste" Übel fällt einem sehr schnell auf, nämlich dass er es nicht fertig bringt einen geregelten Ablauf in die Abteilung zu bringen. Alle arbeitenden Ärzt*innen an einem Tag sind gleichzeitig für Station, Notfallambulanz und Sprechstunde zuständig, werden aber auch nach seiner Lust und Laune mal hier und da in den OP einberufen. Man weiß nie was einen erwartet, was schon für ziemliches Chaos und Verwirrung sorgt.
Viel schlimmer fand ich jedoch, dass er offen homophob, sexistisch, ausländerfeindlich und dazu Corona-Leugner und Impfgegner ist. Bei der morgendlichen Visite geht er ohne jegliche Schutzausrüstung in die Isolierzimmer, läuft ohne Maske durchs Krankenhaus und macht sich vor seinen OP´s gerade mal mit zwei Hüben Desinfektionsmittel im OP-Saal "steril". Im OP schimpft er vom PJler bis zum Anästhesisten mit allen die ihm irgendwie zu langsam sind, Erklärungen gibt er wenige, es herrscht allgemein eine gestresste Stimmung.
Gestört haben mich aber vor allem ständige Seitenkommentare über "richtige Männer", "Schwuchtel" und "jammernde Frauen" , die er teilweise auch auf Visite in Anwesenheit von oder sogar gerichtet an Patienten gebracht hat. Mit befreundeten männlichen PJlern, war er, aus Erzählungen, im Umgang auch ganz anders als mit mir als weibliche PJlerin.
Der leitende Oberarzt, der mit Frauen allgemein auch nicht viel redet, setzt diesem Verhalten nichts entgegen, ob er andere Ansichten hat, habe ich nie rausgefunden.

Ich empfand es als sehr erschreckend, eine solche Person als Chefarzt einer zudem pädiatrischen Abteilung zu sehen, dem niemand sich traut etwas entgegenzusetzen.

Beiläufig erwähnt: In den alten Berichten wurde oft kritisiert, dass sich teils nur auf Griechisch im OP unterhalten wurde: dies fand ich von allen Mängeln in der Abteilung der der mich am wenigsten gestört hat. Auf Nachfrage hat man auch die deutsche Übersetzung erhalten.
Unterricht
1x / Woche
Inhalte
Fallbesprechung
Patientenvorstellung
Tätigkeiten
Patienten untersuchen
Blut abnehmen
Poliklinik
Notaufnahme
Braunülen legen
Briefe schreiben
Dienstbeginn
7:00 bis 8:00 Uhr
Dienstende
15:00 bis 16:00 Uhr
Studientage
1x / Woche frei
Tätigkeiten
Unterkunft gestellt
Mittagessen regelmässig möglich
Aufwandsentschädigung / Gehalt
Kleidung gestellt

Noten

Team/Station
2
Kontakt zur Pflege
2
Ansehen des PJlers
2
Klinik insgesamt
2
Unterricht
2
Betreuung
2
Freizeit
3
Station / Einrichtung
3
Gesamtnote
2

Durchschnitt 2.13