PJ-Tertial Chirurgie in Klinikum Hameln-Pyrmont (10/2021 bis 3/2022)

Station(en)
B1, A3, B3, C3
Einsatzbereiche
Poliklinik / Ambulanz / Sprechstunde, Station, OP, Notaufnahme
Heimatuni
Hannover
Kommentar

Vorab: Mir hat das Tertial richtig gut gefallen.

Die Einteilung ist fest: insgesamt sind 8 Wochen UC, 6 Wochen AC und 2 Wochen GC vorgesehen.

Unfallchirurgie: Das Team ist sehr nett und bei Interesse wird viel gezeigt und erklärt. Man darf auch eigenständig einiges machen, beispielsweise Patienten in der Notaufnahme untersuchen und bei Bedarf nähen, fast jeden Tag im OP assistieren und dort meistens die Hautnähte und gelegentlich die Subkutannähte machen oder in der Sprechstunde zuschauen. Ausgefragt wird man im OP nur selten und wenn, dann meistens wohlwollend.

Allgemeinchirurgie: Auch in diesem Team habe ich mich wohlgefühlt, es wurde immer viel gezeigt, erklärt und Aufgaben übertragen, die man eigenständig erledigen konnte, wie zum Beispiel die Vorarbeit in der Zentralen Patientenaufnahme oder das Voruntersuchen und Vorschallen in der Notaufnahme. Im OP ist man nicht ganz so oft wie in der UC fest eingeteilt, allerdings kann man sich bei Interesse trotzdem alles anschauen. Für seine Größe fand ich das Behandlungsspektrum im Sana Klinikum Hameln beeindruckend, man kann auch viele größere onkologische Eingriffe sehen oder dabei assistieren. Generell wird Lehre hier groß geschrieben, sowohl der Chef als auch die Oberärzte bringen den Assistenzärzten sehr viel bei, wovon man als PJler natürlich auch profitiert. Der Chef fragt recht viel im OP und erwartet, dass man immer mitdenkt. Insgesamt sind seine Fragen aber auch eine gute Prüfungsvorbereitung für das M3.

Gefäßchirurgie: Diese Abteilung ist eher klein, insgesamt gibt es den Chef, zwei Oberärzte, eine Assistenzärztin und eine Gefäßassistentin. Mir hat dies sehr gut gefallen, weil man dadurch schnell das Team kennengelernt hat. Auch hier ist das Team nett und der Chef erklärt und zeigt viel.

Allgemein: Es gibt 1x pro Woche PJ Unterricht, dieser wird immer von einer anderen Fachrichtung organisiert. Darunter sind Fallbesprechungen in der Inneren, aber auch praktische Skills wie eFAST, intubieren und laparoskopieren am Modell.
Was mir total positiv in Erinnerung geblieben ist, ist die tolle Stimmung unter den Mitarbeitern in dem Haus insgesamt. Auch die OTAs sind überwiegend sehr nett und man kann viel von ihnen über das richtige Verhalten im OP lernen.

Das Haus verfügt über Zimmer in einer 3er WG. Die Zimmer sind gut ausgestattet und sauber. Schade war lediglich, dass die Reinigungskraft jeden Morgen gegen 5 Uhr die Räume des Betriebsarztes darüber putzt und die Wände so hellhörig sind, dass man gelegentlich davon wach wird, wenn man einen leichten Schlaf hat.
Insgesamt kann ich das Tertial allen weiterempfehlen, die wirklich etwas lernen wollen. Für alle, die das Chirurgie-Tertial nur mit möglichst wenig Aufwand dahinter sich bringen wollen, ist es eher nicht geeignet, an den meisten Tagen ist man bis 15:30/16 Uhr da, früher geht man eher selten
Unterricht
Kein Unterricht
Inhalte
EKG
Patientenvorstellung
Bildgebung
Fallbesprechung
Prüfungsvorbereitung
Repetitorien
Tätigkeiten
Braunülen legen
Eigene Patienten betreuen
Briefe schreiben
Patienten untersuchen
Patienten aufnehmen
Notaufnahme
Botengänge (Nichtärztl.)
Chirurgische Wundversorgung
Mitoperieren
Röntgenbesprechung
Blut abnehmen
Poliklinik
Dienstbeginn
7:00 bis 8:00 Uhr
Dienstende
15:00 bis 16:00 Uhr
Studientage
Gar nicht
Tätigkeiten
Kleidung gestellt
Unterkunft gestellt
Aufwandsentschädigung / Gehalt
Gehalt in EUR
752

Noten

Team/Station
1
Kontakt zur Pflege
1
Ansehen des PJlers
1
Klinik insgesamt
1
Unterricht
1
Betreuung
1
Freizeit
2
Station / Einrichtung
1
Gesamtnote
1

Durchschnitt 1.07