PJ-Tertial Unfallchirurgie in Bundeswehrkrankenhaus Hamburg (9/2021 bis 12/2021)

Station(en)
Unfall/Ortho
Einsatzbereiche
OP, Station, Poliklinik / Ambulanz / Sprechstunde, Notaufnahme, Diagnostik
Heimatuni
Hamburg
Kommentar
Man beginnt pünktlich um 7:00 Uhr mit der Visite. Dabei kann man auch eigene Patienten vorstellen. Es ist gang und gebe, dass der PJ-ler / der Assistenzarzt nach der Patientenvorstellung angeschrieen wird. Laborwerte soll man für alle Patienten auswendig lernen und sie werden während der Visite abgefragt. Sonst läuft man nur mit. Psychosomatische Krankheiten werden überhaupt nicht ernst genommen. Die Ärzte haben sich sogar über diese lustig gemacht, nicht selten im Beisein des Patienten. Die Probleme der Patienten werden ebenfalls nicht ernst genommen. Der Umgang mit den Patienten ist im allgemeinen unverantwortlich. Man kann doch nicht eine 90-Jährige anschreien, wenn sie sagt die Schmerzmedikation helfe ihr nicht?

Nach der Visite ist man entweder im OP, auf Station, in der Notaufnahme oder in der Poliklinik.

Das Klima im OP ist mehr als schlecht. Die Operateure haben sich sogar über die Patienten lustig gemacht, wenn diese keine Vollnarkose hatten. Man darf maximal mal eine Hautnaht machen und sich dabei anhören, dass man zu langsam ist, die Hautnaht schlecht aussieht oder man eine andere Nahttechnik hätte verwenden sollen. Jeder Operateur hat hier seine Lieblingsnahttechnik, also muss man sich dem anpassen.

Auf Station nimmt man Blut ab, legt Zugänge und schreibt Briefe. Ansonsten gammelt man auch noch sehr viel rum, da das BWK wirklich überdurchschnittlich gut besetzt ist und es einfach nichts zu tun gibt. Anleitung wie man z.B. Blutkulturen abnehmen soll, gab es keine - auch, wenn man danach gefragt hat. Man solle dies doch bitte einfach in den Leitlinien nachlesen und allgemein warum können PJ-ler das nicht einfach von Anfang an? Das Stationsklima ist ätzend, die Assistenzärzte, die nett waren, wollen in Zukunft kündigen bzw. in einer anderen Klinik arbeiten. Daher kann davon ausgehen, dass das Klima im Team nur noch schlimmer wird.

In der Notaufnahme kann erhebt man die Anamnese bei den unfallchirurgischen/orthopädischen Patienten und darf auch mal eine Hautnaht machen. Das Klima in der Notaufnahme ist mit am besten, einfach weil das Team nicht nur aus Chirurgen besteht.

In der Poliklinik könnte man zwar eigene Patienten untersuchen, darf dies aus Zeitgründen jedoch nicht. Also sitzt man wieder mal nur dumm hinter dem eingeteilten Assistenzarzt rum.

Mein persönliches Highlight war, als ich auf Station mit den Zetteln für Blutkonserven beworfen wurde und die Aussage das ich mal schnell Blut abnehmen sollte. Eine Assistenzärztin ist immer besonders unfreundlich, also haltet euch von ihr fern: Frau S. T. - ihre eigenlichte Aufgabe auf Station/im OP ist es PJ-ler / Famulanten zu mobben. Allgemein werden Leute, die über die Bundeswehr studiert haben, stark bevorzugt.

Arbeiten tut man meist bis 16 Uhr.

Allgemein würde ich niemanden das PJ am BWK empfehlen. Nicht mal das Essen hat geschmeckt. Die Aufswandsentschädigung ist ein Witz verglichen mit dem psychischen Terror, den man dort erleidet.
Bewerbung
übers PJ-Portal
Unterricht
Kein Unterricht
Inhalte
Sonst. Fortbildung
Patientenvorstellung
Bildgebung
Tätigkeiten
Poliklinik
Notaufnahme
Patienten aufnehmen
Briefe schreiben
Eigene Patienten betreuen
Röntgenbesprechung
Chirurgische Wundversorgung
Botengänge (Nichtärztl.)
Blut abnehmen
Braunülen legen
Gipsanlage
Patienten untersuchen
Dienstbeginn
Vor 7:00 Uhr
Dienstende
16:00 bis 17:00 Uhr
Studientage
Gar nicht
Tätigkeiten
Kleidung gestellt
Mittagessen regelmässig möglich
Aufwandsentschädigung / Gehalt
Gehalt in EUR
399

Noten

Team/Station
6
Kontakt zur Pflege
3
Ansehen des PJlers
6
Klinik insgesamt
6
Unterricht
3
Betreuung
6
Freizeit
6
Station / Einrichtung
6
Gesamtnote
5

Durchschnitt 5.27