PJ-Tertial Innere in Klinikum Suedstadt (5/2021 bis 9/2021)

Station(en)
Rheumatologie, Geriatrie
Einsatzbereiche
Station
Heimatuni
Nicht angegeben
Kommentar
Diese Bewertung ist zweigeteilt, da ich 2 Monate auf der Rheuma und 2 Monate auf der Geriatrie verbracht habe. Die Noten beziehen sich vorwiegend auf die Rheuma, da ich dort eigentlich für 4 Monate eingeteilt war und nur durch Zufall/Glück (Mangel an Ärzt*innen) auf der Geriatrie gelanden bin. Wie so gute Noten für die Rheuma in vorherigen Bewertungen zustande kamen, ist mir ein Rätsel.
Rheuma: Team auf Station bestand aus einem CA, zwei OÄ*innen und mehreren Assistent*innen. Der Chef war nett, nicht viel da, hat einen manchmal was gefragt und war nicht böse, wenn man was nicht wusste, da er selbst meinte, dass man hier die Kolobris der Inneren kennenlernen würde. Die OÄ*innen waren das Gegenteil. Die eine war zwar halbwegs nett, sagte immer man solle zur Visite kommen wenn die BEs fertig seien (20-30 alleine morgens sind keine Ausnahme und man ist meistens alleine, wenn nicht ein paar Assistent*innen manchmal helfen), am Ende des Tages war man ihr aber dann dennoch egal und die Blutentnahmen hatten gemacht zu sein. Die zweite schaute einen nur an und beachtete einen nur wenn sie etwas wollte (meistens mehr BEs bei Patienten bei denen man an dem Tag schon Blut abgenommen hatte. Meistens hatte sie dann einen Wert vergessen und anstelle es nachzufordern hatte man dann nochmal eine BE zu machen), grüßte nicht und beantwortete Nachfragen in Visite oder Studentenkurs teils mit 'googelt das doch'. Bed-side-teaching war leider nicht vorhanden. Hätte sich meiner Meinung gerade in der Rheumatologie, mit vielen Symptomen, die sich äußerlich zeigen, gut angeboten. Die Assistent*innen waren alle eigentlich nett, hatten aber super viel zu tun und nicht viel Zeit einem etwas zu zeigen. Je nach Erfahrungsgrad haben sie sich dann aber doch etwas mehr Zeit genommen. Im Gegensatz zu die Visiten der OÄ*innen haben die Assistent*innen richtig gute Visiten gemacht, bei denen die Patienten nachher nicht mehr Fragen als vorher hatten. Dies wurde meiner Meinung nach nicht gut genug von den OÄ*innen gewertschätzt.
Die Krankheitsbilder auf der Rheuma fand ich spannend und es bestand ein guter Mix aus jungen und alten Patienten.
Für die Rheuma sind PJler ein günstiger BE-Dienst. Ein extra (bezahlter) BE-Dienst, der 2-3x die Woche kam, wurde zu meiner Zeit auf der Rheuma aus Geldgründen eingestellt.

Geriatrie: Da es einen Ärzt*innen-Mangel auf der Geriatrie gab und die Rheuma für 2 Wochen zwei PJler hatte, sollte ich zur Geriatrie wechseln um dort auszuhelfen. Die ersten paar Wochen alleine mit der einen OÄ waren echt cool. Obwohl sie alleine mit mir war hat sie versucht täglich ein kleines Teaching zu machen und hat mit mir täglich EKGs durchgesprochen. Nach ein paar Wochen kamen die anderen Ärzt*innen wieder zurück. Alle super nett und lieb. Beziehen einen so gut es geht mit ein. Man muss auch hier die BEs machen und Furosemid in Massen aufziehen. Es sind aber wesentlich weniger als auf der Rheuma und die Assistent*innen helfen auch mehr. Habe mich auf der Geriatrie 100x wohler gefühlt und hatte nicht mehr das Gefühl das PJ abbrechen zu müssen.

Die Pflege war auf beiden Stationen super nett, motiviert, jung und man hatte ein gutes Verhältnis zu ihnen!
Der PJ-Unterricht fand regelmäßig statt und war meistens gut.

Mittagessen war auf beiden Stationen immer möglich. Man musste leider zahlen und die Auswahl für Vegetarier ist eher mau.

Insgesamt habe ich ein gespaltene Meinung zum PJ im Südstadtklinikum. Das PJler*innen die Stationen nicht wechseln sollen widerspricht dem Sinn des PJs und sollte geändert werden. Die Rheuma ist für Pjler*innen ungeeignet. Die Geriatrie ist für ein paar Wochen/Monate sicher sehr lehrreich, da man einen guten Überblick über gängige internistische Erkrankungen erhält und gut beim Briefeschreiben etc. helfen kann bzw. dies lernen kann.
Unterricht
2x / Woche
Tätigkeiten
Eigene Patienten betreuen
Braunülen legen
Botengänge (Nichtärztl.)
Röntgenbesprechung
Blut abnehmen
EKGs
Briefe schreiben
Dienstbeginn
Vor 7:00 Uhr
Dienstende
15:00 bis 16:00 Uhr
Studientage
1x / Woche frei
Tätigkeiten
Aufwandsentschädigung / Gehalt
Mittagessen regelmässig möglich
Kleidung gestellt
Gehalt in EUR
325

Noten

Team/Station
4
Kontakt zur Pflege
2
Ansehen des PJlers
5
Klinik insgesamt
4
Unterricht
2
Betreuung
6
Freizeit
3
Station / Einrichtung
3
Gesamtnote
5

Durchschnitt 4.13