PJ-Tertial Anästhesiologie in Klinikum Kemperhof (10/2020 bis 3/2021)

Station(en)
OP, Innere Intensivstation, Operative Intensivstation, Schmerzmedizin, NEF
Einsatzbereiche
OP, Station
Heimatuni
Mainz
Kommentar
Mein PJ am Kemperhof war wirklich die beste Zeit im gesamten Studium. Das liegt unter anderem daran, dass das Personal sehr freundlich, aufgeschlossen und hilfsbereit ist. Zum Glück habe ich alle 3 Tertiale dort verbracht. Insgesamt waren zu meiner Zeit zwischen 8 und 15 PJler über alle Abteilungen verteilt.

Man erhält zu Beginn ein Namensschild, ein Telefon sowie einen Zugang für das Intranet. Die PJler haben eine eigene Umkleide mit frischer Wäsche und Abwurf. Wer eine Unterbringung sucht, kann unkompliziert einen Platz im Wohnheim bekommen, welches sich auf dem KH Gelände befindet.
Wer möchte kann sein eh schon sehr gutes Gehalt mit chirurgischen Notaufnahmediensten aufbessern. Notaufnahmedienstzeiten: Unter der Woche von 16-23 Uhr (10€/Std) und am Wochenende von 10-23 Uhr (12,5€/Std). PJ Unterricht findet drei bis viermal die Woche nachmittags statt. Alle vorhandenen Fachrichtungen sind vertreten. Studientage können nach Rücksprache alle 2 Wochen genommen werden.

Nun zu meiner Zeit in der Anästhesie:
Das Krankenhaus bietet eine breites Spektrum an Gefäß-, Unfall-, Allgemein- und Viszeralchirurgischen, gynäkologischen und urologischen OPs in 7 Sälen. Außerdem gibt es 2 externe Urologische OP-Säle für TUR OPs. Zudem finden einmal wöchentlich Mitra-Clip OPs statt.
So vielfältig das operative Spektrum ist, genau so umfangreich sind die anästhesiologischen Vorgehensweisen.

Am ersten Tag hat der Chefarzt mich dem Team vorgestellt, dadurch fühlte ich mich sehr gut aufgehoben. Zu Beginn habe ich erfahren, dass die Abteilung die Lehre komplett umgestellt hat:
Es wurde ein Curriculum mit Zielen und Maßnahmen, die ich gemacht/gesehen haben sollte, eingeführt. Dies gab mir eine gewisse Struktur, wann ich wo zugeteilt bin. Einen Mentor, einer der OA, wurde mir ebenfalls zugewiesen.
Der Ablauf in der Anästhesie war so strukturiert, dass ich jeden Morgen in einem bestimmten Saal eingeteilt wurde. Wenn ich eine spannende OP in einem anderen Saal sehen wollte, ließ sich das problemlos arrangieren. Es gibt eigentlich keine Maßnahme, die ich ausgelassen habe: Unzählige Intubationen (auch Videolaryngoskopisch, aber selten), ZVKs, (Viggos), Arterien, Beatmungs-/Narkoseführung und Protokollierung. Einige Anästhesisten haben einen eine Spinalanästhesie probieren lassen. Man war natürlich nie alleine im Saal, sondern hatte immer einen Anästhesisten an seiner Seite.
Den Einsatz in der Intensivmedizin habe ich auf zwei unterschiedlichen Intensivstationen (Innere und Anästhesie) des Krankenhauses verbracht. In beiden sind die Teams sehr freundlich und aufgeschlossen. Die Oberärzte dort haben ein großes Interesse daran, dass man viel lernt und man darf dementsprechend viel machen. Den Katalog an Maßnahmen konnte ich somit weiterführen (ZVKs, PICCOs/Arterien, Intubationen).

Eine Woche lang durfte ich einen Blick in die Schmerzmedizin werfen. Das dort ansässige ambulante Schmerzzentrum bietet einen tiefen Einblick in das Fachgebiet. Außerdem werden die stationären Patienten aller Fachabteilungen betreut, sowohl konsiliarisch, als auch die mit einer postoperativen PCA/PTCA Pumpe.

Die Woche auf dem NEF ist COVID bedingt bei mir weggefallen, wurde (leider erst) nach meinem Tertialwechsel wieder eingeführt.
Alles in allem kann ich das Tertial Anästhesie/Intensiv am Kemperhof nur empfehlen. Ich würde es wieder machen. Man hätte sich kein netteres Team wünschen können.

Bewerbung
Bewerbung über das Portal der Uni-Mainz
Unterricht
4x / Woche
Inhalte
Patientenvorstellung
Nahtkurs
EKG
Bildgebung
Fallbesprechung
Tätigkeiten
Braunülen legen
Patienten untersuchen
Eigene Patienten betreuen
EKGs
Untersuchungen anmelden
Punktionen
Briefe schreiben
Blut abnehmen
Dienstbeginn
7:00 bis 8:00 Uhr
Dienstende
15:00 bis 16:00 Uhr
Studientage
Frei verfügbar
Tätigkeiten
Essen frei / billiger
Aufwandsentschädigung / Gehalt
Kleidung gestellt
Unterkunft gestellt
Mittagessen regelmässig möglich
Gehalt in EUR
850

Noten

Team/Station
1
Kontakt zur Pflege
1
Ansehen des PJlers
1
Klinik insgesamt
1
Unterricht
1
Betreuung
1
Freizeit
1
Station / Einrichtung
1
Gesamtnote
1

Durchschnitt 1