PJ-Tertial Innere in Knappschaftskrankenhaus Langendreer (5/2020 bis 9/2020)

Station(en)
Hämatologie/ Onkologie, Gastroenterologie, Stammzellstation, Intensiv
Einsatzbereiche
Poliklinik / Ambulanz / Sprechstunde, Station
Heimatuni
Nicht angegeben
Kommentar
Pro:
Die Frühbesprechung ist erst um 8:15 Uhr mit anschließender Fortbildung. Die Assistenzärzte waren super motiviert, mir etwas beizubringen. Hierbei waren vor allem die Hämatologen/Onkologen super. Auf der Station 8 (Hämatologie und Onkologie) durfte ich häufig Knochenmark punktieren und unter Aufsicht Arztbriefe schreiben (am Anfang den einfachen Chemo-Brief, am Ende aber auch eine Erstdiagnose Multiples Myelom). Die Stimmung war super und die Therapien wurden mit mir durchgesprochen. Es kam ein Blutentnahmedienst an drei Tagen in der Woche, an den anderen Tagen ist man morgens ca. bis halb 10 mit Blut abnehmen beschäftigt. Die gastroenterologische Station war ok. Hier gab es vor allem Routine-Aufgaben wie Pat. aufnehmen. Bei manchen Oberärzten und Assistenten hat man aber auch hier eine gute Lehre bekommen. Die Stammzellstation war super. Hier durfte ich neben Knochenmarkspunktionen auch ZVKs legen. Zudem wurden die Patienten intensiv mit mir besprochen. Frau Pieofke ist für die PJler zuständig und macht ihren Job super. Wir hatten mittwochs ab 11:00 Uhr PJ-Seminare trotz Corona und Freitags ab 14:30 Uhr ein Kurs zur Vorbereitung auf die mündliche Prüfung. Donnerstags war eine zeitlang (8mal) ein Mikroskopierkurs bei Prof. Schroers mit Fällen aus der Hämatologie. Man wird sich in diesem Kurs seiner Unwissenheit für die Hämatologie bewusst, aber es hat trotzdem sehr viel Spaß gemacht. Wir hatten noch eine halbe Woche einen Sonokurs bei einem auswärtigen Professor (aus Niedersachsen) der sich von morgens bis nachmittags Zeit genommen hat. Das war wirklich klasse.

Contra:
Durch den neuen Chef Prof. Canbay ist die Stimmung etwas angespannt. Einige Assistenten wurden aufgrund einer fehlenden Motivation für die Forschung (keinen Dr-Titel) rausgeworfen. Prof. Canbay ist ein schlechter Arzt. Auf der Station 1 (Privatstation) habe ich mit ansehen müssen, wir er den Privatpatientin durch nicht indizierte Untersuchungen das Geld aus der Tasche zieht. Ganz nach dem Motto: Bei Privatpatienten ist jede NASH oder ASH eine Autoimmunhepatitis- weil Privatpatient ist doch logisch.
Zudem habe ich die Befürchtung, dass er als Gastroenterologe nicht mehr in die Hämatologie/ Onkologie investieren will. Dabei ist es gerade diese Fachdisziplin, die die Innere im Knappes so gut macht.
Die Station 11 ist ein bisschen die "Reste"-Station. Als PJler macht es echt keinen Spaß dort zu arbeiten.
Ich hab mich eigentlich auf die internistische Intensivstation gefreut. Leider ist der zuständige Oberarzt Dr. Jähnert absolut inkompetent und auf eine komische Art ein Arschloch. Die Assitenten und PJler lernen dort leider sehr wenig.

Zusammenfassend kann ich das KKB wärmstens empfehlen. Ich hoffe der neue Chef verkackt es nicht und die Stimmung pendelt sich ein bisschen ein.
Unterricht
2x / Woche
Inhalte
Repetitorien
Prüfungsvorbereitung
Fallbesprechung
Bildgebung
EKG
Tätigkeiten
Braunülen legen
Blut abnehmen
Patienten untersuchen
Briefe schreiben
Röntgenbesprechung
Punktionen
Eigene Patienten betreuen
Patienten aufnehmen
EKGs
Dienstbeginn
Nach 8:00 Uhr
Dienstende
15:00 bis 16:00 Uhr
Studientage
1x / Woche frei
Tätigkeiten
Aufwandsentschädigung / Gehalt
Kleidung gestellt
Gehalt in EUR
400

Noten

Team/Station
1
Kontakt zur Pflege
2
Ansehen des PJlers
1
Klinik insgesamt
1
Unterricht
1
Betreuung
1
Freizeit
1
Station / Einrichtung
1
Gesamtnote
1

Durchschnitt 1.07