PJ-Tertial Innere in Klinikum Niederberg - Velbert (5/2020 bis 9/2020)

Station(en)
43, 22, 33, 23, ITS
Einsatzbereiche
Station, Notaufnahme, Diagnostik
Heimatuni
Nicht angegeben
Kommentar
Corona bedingt habe ich Last-Minute meine PJ-Planung noch einmal ziemlich umorganisiert und bin dabei eher durch Zufall auf das Helios Klinikum Velbert Niederberg gestoßen. Als großer Innere-Muffel bin ich in das Tertial gestartet und wurde absolut positiv überrascht.

Die Vorzüge meines Tertials mal zusammengefasst:
- Man genießt quasi immer 1:1 Betreuung (kaum PJler verirren sich nach Velbert, wir waren in der Inneren zu 3 und immer auf unterschiedlichen Stationen.)
- Nicht nur BE/Braunülensklave (eine Blutentnahmekraft kommt an mehreren Tagen pro Woche, ist sie mal nicht da wird es immer fair aufgeteilt. Auch Braunülen nur in absolut moderatem Rahmen)
- Viel Flexibilität in den Rotationen (theoretisch ist man je 4 Wochen auf Kardio/Pneu/Gastro/Geri eingeteilt, solang man sich aber untereinander abspricht und kurz Rückmeldung an die jeweilige Abteilung und die PJ-Koordinatorin gibt, kann man das Tertial so gestalten wie man möchte. Ich habe für mich weniger interessante Bereiche nur kurz gesehen, war dafür noch 3 Wochen in der ZNA + 2 Wochen auf der ITS)
- Alle Kollegen waren immer sehr freundlich und auch immer bereit etwas zu erklären. Je nach Eigeninitiative konnte man auch viel übernehmen (eigene Patienten komplett betreuen, in der Funktion unter OA Anleitung Abdomensonos/Echos durchführen , Punktionen (Aszitespunktion, Arterien legen auf ITS)
- PJ-Unterricht fand eigentlich immer pünktlich statt und wurde durch die CA/ leitenden OAs durchgeführt. Auch hier profitiert man von kleinen PJler Gruppen und angenehmer Atmosphäre
- Insbesondere in der ZNA kann man als PJler wirklich Spaß haben und komplett selbständig arbeiten. Dabei ist immer ein netter und lehrbereiter Ansprechpartner griffbereit.
- Ein übersichtliches Haus hat den Vorteil, dass man ziemlich schnell die meisten kennt und auch mal eben persönlich vom diensthabenden Arzt, OA, über den Radiologen bis hin zum CA durchklingeln kann um etwas zu besprechen.
- Gehalt von 600 Euro ist natürlich auch deutlich besser an als den meisten deutschen Kliniken
Negatives gab es eigentlich kaum. Aber bei 1-2 Sachen ist noch etwas Luft nach oben:
- Die PJ-Koordinatorin (Frau vom Bey, Sekretariat Urologie) ist sehr nett und auch immer telefonisch zu erreichen. Leider war sie zu meinem PJ-Beginn im Urlaub und der Start daher etwas holprig. Vertrag, Namensschild, Wäsche-Nr., Spind, Parkkarte, (kostet pro Monat 25 Euro) musste ich daher eigenständig mit Hilfe von Sekretariaten nach und nach organisieren. Insb. einen PC-Zugang zu erhalten hat einiges an Durchhaltevermögen gekostet, war aber innerhalb von 2 Wochen und einigen Telefonaten dann auch erledigt. Es wäre natürlich super toll, wenn zukünftig hier zu PJ-Start schon alles etwas vorbereitet wäre.
- Essen ist leider nicht umsonst für die PJler und auch eher klassisches Kantinen-Essen (recht teuer, kein wirkliches Geschmackserlebnis). Meistens haben die Ärzte sich selbst Essen mitgenommen, so hab ich es dann auch gehalten.

FAZIT:
Absolut zu empfehlen wenn man Lust hat mitzuarbeiten und bereit ist Eigeninitiative zu zeigen. Nur BEs/Braunülen und Reha-Anträge schreiben ist hier Fehlanzeige. Man ist immer mittendrin, wird von allen eingebunden und auch als Kollege auf Augenhöhe betrachtet. Organisatorisch muss man selbst etwas mehr hinterher sein, aber abgesehen davon gibt es so gut wie nichts Negatives zu berichten. Innere hatte ich für mich eigentlich schon abgehakt und mich auf ein langweiliges Tertial eingestellt, über meine 4 Monate hier habe ich tatsächlich Lust drauf bekommen und schließe nicht mehr aus, dass es vielleicht doch noch was für mich wäre.
Bewerbung
Bewerbung über die PJ-Koordinatorin der Universität Duisburg-Essen (läuft nicht über das PJ-Portal). Frau Bischoff antwortet schnell per Mail. Auch eine kurzfristige Bewerbung im Nachrückverfahren war bei mir noch möglich. Sonst finden sich die Bewerbungszeiträume für externe Studierende auf der Homepage der Uni.
Unterricht
1x / Woche
Inhalte
Sonst. Fortbildung
Bildgebung
Fallbesprechung
Repetitorien
Tätigkeiten
Untersuchungen anmelden
Braunülen legen
Eigene Patienten betreuen
Röntgenbesprechung
Blut abnehmen
Notaufnahme
Briefe schreiben
Patienten untersuchen
Patienten aufnehmen
Chirurgische Wundversorgung
EKGs
Punktionen
Dienstbeginn
7:00 bis 8:00 Uhr
Dienstende
15:00 bis 16:00 Uhr
Studientage
1x / Woche frei
Tätigkeiten
Mittagessen regelmässig möglich
Kleidung gestellt
Aufwandsentschädigung / Gehalt
Gehalt in EUR
600

Noten

Team/Station
2
Kontakt zur Pflege
2
Ansehen des PJlers
1
Klinik insgesamt
1
Unterricht
1
Betreuung
1
Freizeit
2
Station / Einrichtung
1
Gesamtnote
1

Durchschnitt 1.2