PJ-Tertial Anästhesiologie in Allgemeines Krankenhaus Wien (3/2020 bis 5/2020)

Station(en)
OP, Intensivstationen
Einsatzbereiche
OP
Heimatuni
Wien
Kommentar
Das PJ auf der Anästhesie im AKH ist wärmsten zu empfehlen.
TLDR: Man sieht viel, darf viel machen. Teaching ist Teil der Mentalität der Leute und der Abteilung. Man hat kaum bis gar keine administrativen Aufgaben.

Es gab auch hier COVID bedingte Einschränkungen die aber von allen versucht worden sind, best möglichst zu beheben. So war während meiner Zeit keine Fortbildungen möglich und die Online Fortbildungen waren noch nicht ganz ausgereift.
Ich war 2 Wochen auf der Intensivstation sowie 4 Wochen im OP.

Tagesablauf im OP:
* Beginn meist 7.30h. Pünktlichkeit ist gern gesehen und praktisch um sich vorzustellen, da im OP oft die Leute an den Tischen wechseln und so kann man sich am Anfang des Tages bei wem einklinken.
*Patienten begrüßen. OP vorbereiten. Bei der Einleitung lernt man schnell auf was man achten muss und wie das Monitor anzuschließen ist. Abhängig von Supervisor und vom Assistenzarzt kann man von wenig bis alles machen. Eigenes Intubieren ist meist immer drin. ZVK stechen bei Personen die einen kennen auch.
*Post-OP Übergabe ggf. selbst machen.
*Mittagessen gratis eigentlich immer möglich
*Tagesende meist gegen 14.30. Es achtet keiner wann die PJler gehen, Aber wie überall wird auffallen, wenn man derjenige ist, der immer um 12h nach Hause geht. Wenns interessant war, ist längeres bleiben sicher empfehlenswert. Zeitgestaltung ist flexibel und mal früher gehen, war auch mal machbar. (Ich glaub, vor der COVID-Krise hat man sonst ein Zettel bekommen, wo Anwesenheitszeiten unterschrieben werden mussten. Genaueres kann ich leider nicht angeben. Bei mir war dies nicht der Fall.)
*Dienste bei Interesse auch möglich. Empfehlenswert, da man da meist der alleinige PJler ist und man viel selber machen darf.

Generell ist zu sagen, dass das Personal von Pflege bis Ärzteschaft sehr freundlich und zugänglich sind. Zudem merkt man, dass Teaching großgeschrieben wird. Die Leute sind gewöhnt PJler bei sich zu haben und erklären im OP, wenn die Zeit da ist (was meist der Fall ist), sehr viel. Manche fragen auch aktiv ab. Es ist viel vom jeweiligen Arzt oder Ärztlin abhängig, aber 1-1 teaching sessions von >30min kam öfters vor! Auch hier gilt natürlich, je mehr Eigeninitiative und Motivation man zeigt, desto mehr kann man vom PJ mitnehmen.

Zur Intensivstation:
COVID bedingt auf der Intentensivstation. Es war generell etwas ruhiger als sonst und ich weiß nicht inwiefern meine Erfahrungen representativ sind, jedoch war durch den überschaubaren Arbeitsaufwand, viel einfacher als PJler in die Intensivmedizin einzusteigen. Man kann sich viel Zeit nehmen um klinische Entscheidungen nachzuvollziehen und sich PatientInnen genau anzuschauen. Auch hier darf man beim richtigen Supervisor viel machen. Von Respirator einstellen, ZVK stechen, bei Kurzeingriffen assistieren etc. etc.


KPJ-Mappe wurde bei den meisten von uns durch den zuständigen Mentor erledigt und wurde meist etwas genauer genommen als auf den meisten anderen Stationen, wodurch mehr Lerneffekt zustande kam.
Abschlussgespräch mit dem Chef der Abteilung.
Bewerbung
Über das Sekretariat (Frau Garcia) per Mail ca. 6-9 Monate im vorraus.
Unterricht
Kein Unterricht
Tätigkeiten
Punktionen
Braunülen legen
Dienstbeginn
7:00 bis 8:00 Uhr
Dienstende
Vor 15:00 Uhr
Studientage
Gar nicht
Tätigkeiten
Aufwandsentschädigung / Gehalt
Kleidung gestellt
Essen frei / billiger
Mittagessen regelmässig möglich
Gehalt in EUR
550

Noten

Team/Station
1
Kontakt zur Pflege
2
Ansehen des PJlers
1
Klinik insgesamt
1
Unterricht
2
Betreuung
1
Freizeit
1
Station / Einrichtung
1
Gesamtnote
1

Durchschnitt 1.13