PJ-Tertial Unfallchirurgie in Universitaetskrankenhaus St. Poelten (8/2019 bis 10/2019)

Station(en)
Ambulanz, OP, Schockraum
Einsatzbereiche
OP, Notaufnahme, Poliklinik / Ambulanz / Sprechstunde, Diagnostik
Heimatuni
Nicht angegeben
Kommentar
Mein PJ an dieser Abteilung hat mir leider nicht sehr gut gefallen. Studenten werden eher als Belastung angesehen, die den Betrieb aufhalten. Ich habe vor meinem ersten Tag keine Info bekommen wurde dann von einer Sekretärin in die Ambulanz geschickt. Auf die Bitte hin, mich etwas herumzuführen entgegnete die Pflegerin: "Manchmal ist es besser wenn man nicht so viel redet"

Seitens der Ärzte und der Abteilungsleitung scheint so gut wie kein Interesse an Lehre zu bestehen. Es ist allen egal was man macht und wo man ist. Nur im Weg stehen sollte man nicht. Vereinzelt gab es ein paar junge Assistenz- oder Turnusärzte, die einem etwas gezeigt haben. Wenn man sich dafür einsetzt kann man Wunden selber versorgen oder in den OP mitgehen. Hier ist sehr viel Eigeninitiative gefragt! Manchmal ist es aber auch einfach nicht erwünscht. Wenn man spezifische Fragen stellt, werden diese meistens beantwortet, darüber hinaus braucht man sicher aber nichts erhoffen. Im Schockraum kann man ab und zu mitanpacken, Teaching findet jedoch keines statt.

Die Stimmung auf der Abteilung ist nicht sehr gut, es wird viel gestritten und schlecht übereinander geredet. Auch wenn es sich um eine Abteilung an einer Uniklinik handelt, war hier überhaupt kein Interesse an Wissenschaft oder Fortbildungen wie Nähkurse, etc.. Es gab keine einzige Veranstaltung aus diesen Bereichen.

Der Tag beginnt und endet mit einer Besprechung, an der alle teilnehmen und prä-, intra- und postoperative Bilder angesehen und gelegentlich diskutiert werden. Danach kann man meistens gehen. Nacht- und Wochenenddienste waren möglich. Ein Dienstzimmer wird zur Verfügung gestellt.

Zuständige Mentoren (wie in Österreich üblich) haben sich so gut wie gar nicht um uns gekümmert und nur zwischen Tür und Angel die notwendigen Unterschriften geleistet. Die Pflege war im Grunde genommen ganz ok, wobei hier manche sehr freundlich und manche wirklich unfreundlich waren.

Wer einfach nur die Zeit totschlagen möchte ist hier mit Sicherheit an einer guten Adresse. Für alle anderen, die Interesse an der Unfallchirurgie haben und etwas lernen möchten, empfehle ich ein anderes Haus mit besseren Strukturen.

Bewerbung
Bewerbung ausschliesslich über www.lknoe.at/ausbildung/ausbildung-medizin/klinisch-praktisches-jahr.html am Beste 1 Jahr im Voraus oder früher
Unterricht
Kein Unterricht
Inhalte
Bildgebung
Tätigkeiten
Patienten untersuchen
Notaufnahme
Gipsanlage
Braunülen legen
Chirurgische Wundversorgung
Röntgenbesprechung
Dienstbeginn
7:00 bis 8:00 Uhr
Dienstende
Vor 15:00 Uhr
Studientage
Gar nicht
Tätigkeiten
Aufwandsentschädigung / Gehalt
Essen frei / billiger
Mittagessen regelmässig möglich
Kleidung gestellt
Gehalt in EUR
650 brutto

Noten

Stimmung Station
5
Kontakt zur Pflege
3
PJler-Ansehen
5
Stimmung Klinik
3
Unterricht
6
Betreuung
6
Freizeit
1
Lehre auf Station
5
Insgesamt
5

Durchschnitt 4.33