PJ-Tertial Gynäkologie in Kantonsspital St. Gallen (7/2019 bis 9/2019)

Station(en)
Gynäkologie, Wochenbett, Kreissaal
Einsatzbereiche
Station, OP, Diagnostik, Notaufnahme, Poliklinik / Ambulanz / Sprechstunde
Heimatuni
Nicht angegeben
Kommentar
Ich habe zwei Monate meines PJ Tertials Gynäkologie am Kantonsspital St. Gallen gemacht und fand es wirklich toll und kann es jedem nur empfehlen!

Man hat als Unterassistentin in der Gynni am KSSG zwei Hauptaufgaben, einerseits den OP zu besetzen und andererseits die Austrittsgespräche und Untersuchungen auf dem Wochenbett zu erledigen.
Einmal im Monat hat man Spätdienst/Wochenenddienst/Pickett, das bedeutet, dass man eine Woche von 15:30 bis ca. 21:00 arbeitet. In dieser Woche hat man auch Wochenenddienst und nachts Rufbereitschaft. Ich habe in dieser Zeit am meisten gelernt, da man mit in die Notaufnahme kann oder im Kreissaal zu Geburten. Nachts gerufen wurde ich nie. Der Pickett/Wochenenddienst wird extra bezahlt.

Pro:
- das Team ist unfassbar nett, alle sind freundlich und herzlich und bringen einem gerne etwas bei
- man hat als Unterassistent genau so angesehen wie als Assistenzarzt, niemand hat uns als "Studenten" bezeichnet und auch im Umgang mit Patienten wurde ich
immer als junge Kollegin vorgestellt und nicht als Studentin
- ich durfte in der Notaufnahme/ Poliklinik die vaginalen Untersuchungen und Sonographien machen, im Kreissaal die Sonographien, auf Station konnte ich eigene
Patienten betreuen. Wenn man Interesse zeigt und sich einbringt, dann darf man viel machen!
- sehr grosses Spektrum an Operationen, von Tumorchirurgie bis Hysterektomie, Myome, Endometriose-OPs, Sectios ist wirklich alles dabei
- ich hatte eine "Externe Woche" in der ich die Möglichkeit hatte auf die Neonatologie zu gehen, was sehr viel Spass gemacht hat
- unfassbar gutes Mittagessen/Abendessen in der Cafeteria!
- man kann im Personalwohnheim wohnen für 370 Franken im Monat

Negativ:
- leider hatte ich keinen richtigen Einführungstag und ich habe mich in der ersten Woche etwas verloren gefühlt
- im OP darf man maximal zunähen, was etwas frustrierend ist, wenn man selbst chirurgisch interessiert ist und eigentlich gerne mal etwas mehr machen möchte.
Bei vielen Gynni OPs sitzt man als 2. Assistenz zwischen den Beinen und hält den Uterusmanipulator. In der Abteilung wird viel operiert und in der Regel sind zwei
OP-Säle zu besetzen, also verbringt man viel Zeit im OP. Wer da nicht so viel Lust drauf hat, sollte in ein kleineres Haus gehen, in dem vorwiegend Geburtshilfe
gemacht wird.
- Es gibt ein Brustzentrum, das sich zwar im selben Haus befindet, aber nicht zur Frauenklinik gehört. Dort werden alle Brustpatientinnen betreut, sowie
Chemotherapien gemacht. Wenn man länger als einen Monat da ist, darf man auch für ein paar Tage ins Brustzentrum. Wer sich also vorwiegend für
Brust/Chemotherapien interessiert, ist hier vielleicht auch nicht ganz richtig.

Alles in allem hab ich mich in der Frauenklinik am KSSG wirklich sehr wohl gefühlt und kann es jedem nur empfehlen dort sein Tertial oder ein Teil seines Tertials zu verbringen.
Bewerbung
Ich habe mich 6 Monate vorher über das Bewerbungsportal des KSSG beworben.
Unterricht
2x / Woche
Inhalte
Nahtkurs
Tätigkeiten
Patienten aufnehmen
Mitoperieren
Eigene Patienten betreuen
Poliklinik
Notaufnahme
Patienten untersuchen
Dienstbeginn
7:00 bis 8:00 Uhr
Dienstende
17:00 bis 18:00 Uhr
Studientage
Gar nicht
Tätigkeiten
Unterkunft gestellt
Essen frei / billiger
Mittagessen regelmässig möglich
Aufwandsentschädigung / Gehalt
Kleidung gestellt
Gehalt in EUR
1123 Franken brutto Grundgehalt + Pickettgeld
Gebühren in EUR
370 Franken fürs Wohnheim

Noten

Stimmung Station
1
Kontakt zur Pflege
1
PJler-Ansehen
1
Stimmung Klinik
1
Unterricht
2
Betreuung
1
Freizeit
2
Lehre auf Station
1
Insgesamt
1

Durchschnitt 1.13