PJ-Tertial Innere in Robert-Koch-Klinik, Klinikum St. Georg (5/2019 bis 9/2019)

Station(en)
Pneumologie, Gastroenterologie, Kardiologie, IMC, Notaufnahme
Einsatzbereiche
Notaufnahme, Station
Heimatuni
Bochum
Kommentar
Pneumologie:
große Station, v.a. COPD und Lungenkrebs, viel Arbeiten nach Schema F, Aufnahmen dauerten gerade bei Pat. zum Staging recht lange wegen des vielen Papierkrams, junges Assistententeam, die zwar auch noch nicht lange da waren, aber sich echt Mühe beim Teaching gegeben haben; dadurch dass man ein PJler auf 3 Assistenten war, musste man aufpassen, dass man nicht nur abarbeitet, sondern auch mal Kontinuität reinkriegt und eigene Patienten bekommt. Insgesamt aber sehr angenehm.

Intermediate Care:
Viele COPDisten, mir persönlich hat das nicht so viel gegeben, weil mich diese ganzen Beatmungen überfordert haben und in der Zeit, wo ich da war, ständig neue Assistenten da waren wegen Krankheitsausfällen.

Gastroenterologie:
schönes Arbeiten, Visiten dauerten oft ewig, was manchmal etwas ermüdend war, man konnte sich gut einbringen, zwei verschiedene Chefärzte, daher auch zwei Chefvisiten, der eine war im Urlaub als ich da war, der andere hatte echt Unterhaltungswert und man hat einiges gelernt, fragt manchmal schräge Fragen, ist aber nie böse oder so, Aufnahmen kamen viele elektiv zur ÖGD oder Colo, man hatte relativ viel Zeit für eine Aufnahme, eigene Gedanken wurden gehört und bedacht, leider passierte aber auch immer recht viel, was man nicht mitbekam wegen der Größe der Station, jeden Nachmittag kam die OÄ zur Besprechung auf die Station, woran man aber nicht unbedingt teilnehmen musste, aber man hat dort einiges gelernt

Kardiologie:
beste Station in meinem Tertial, ist eher klein, daher relativ viel Zeit für die Patienten, der OA hat Bock auf PJler und erklärt gerne, die Stimmung war super

Internistische Notaufnahme:
eher eine erweiterte Hausarztpraxis mit Schockraum, Stimmung war schlecht dort, viel motzendes Personal, durch den ständigen Arztwechsel konnte man Glück oder Pech mit Anleitung haben, insgesamt war es okay, aber nichts, was man gemacht haben muss

Pro:
+ man wird schnell integriert ins Team
+ die meisten Ärzte haben Bock auf PJler
+ man darf unter Anleitung z.B. Pleura- und Aszitespunktionen durchführen (fallen recht oft an)
+ wenn man gezeigt hat, dass man was kann, wurde man auch gelassen
+ die meisten Blutentnahmen macht die Pflege, einige wenige blieben dann mal übrig oder man wurde mal gebeten, das zu übernehmen, wenn Engpässe bei der Pflege waren
+ wenn man Flexülen verkackt hat, haben die Ärzte es ohne Murren versucht
+ kleines Haus, in dem auch Oberärzte und der Chef immer mal ansprechbar sind für Fragen
+ in den Assistentenvisiten (und auch z.B. beim kardiologischen OA) wird man aufgefordert, sich selbst Gedanken zu machen und Fragen zu stellen oder alternative Therapievorschläge, die dann auch ernst genommen werden
+ man kann immer mal in die Funktion gucken
+ man erhält ehrliches und faires Feedback
+ 3 Studientage zusätzlich im Tertial
+ Seminare finden mehrfach die Woche am Haupthaus in Eutritzsch statt, einige wenige auch an der RoKo; es war aber nie ein Problem, dass man für die Seminare gefahren ist und danach musste man auch nicht wieder kommen
+ Rotationen waren - solange es nicht mit den anderen PJlern kollidierte - ohne Probleme kurzfristig änderbar
+ eigenes PC-Zugang und auch oft genug PCs
+ man wird zum Briefediktieren aufgefordert und lernt es auch gut (wenn das System nicht abstürzt)
+ auf der zweiten Etage (Gatro, Kardio, Geri) kamen mittags alle Ärzte zur gemeinsamen Pause zusammen, es hat immer jemand Brötchen und Belag geholt und als PJler durfte man Gratis mitessen

Contra:
- AUFNAHMEN IM SCHLAFLABOR: leider wurde man mehrfach die Woche ins Schlaflabor gerufen, um im Akkord Aufnahmen zu machen (meistens 2-3), oft auch noch kurz vor Feierabend, wobei man einfach den Ärztemangel abdeckt und keinen Lerneffekt hat
- Es gibt keine Cafeteria. Nur einen kleinen teuren Kiosk.
- manche Oberärzte haben keinen Bock auf Teaching (auch nicht für die Assistenten)
- in der Notaufnahme (rein internistisch, eher eine erweiterte Hausarztpraxis als eine echte Notaufnahme) ist oft schlechte Stimmung und je nach Assistent kriegt man mehr oder weniger gezeigt, selbst wenn viel Zeit ist.
- ziemliche Personalengpässe, sodass viele Asssitenten stänig gewechselt haben und so häufig wenig Kontinuität in der Anleitung war
Bewerbung
über das PJ-Portal, ich habe mich allgemein für das St. Georg angemeldet, als ich mit Frau Tuczek (PJ-Koordinatorin) telefoniert habe, hat sie mir die Robert-Koch-Klinik angeboten, da ich lieber in ein kleines Haus wollte, andere wurden aber auch einfach dahingesteckt.
Im PJ-Portal gibt es auch die Option "Robert-Koch-Klinik" auszuwählen und Frau Tuczek meinte, selbst wenn im Portal kein Platz mehr frei sei, solle man sie ruhig mal anrufen, sie kann dann immer noch was möglich machen
Unterricht
3 x / Woche
Inhalte
Patientenvorstellung
Nahtkurs
Sonst. Fortbildung
Fallbesprechung
Tätigkeiten
Punktionen
Notaufnahme
Patienten aufnehmen
Eigene Patienten betreuen
Untersuchungen anmelden
Blut abnehmen
Braunülen legen
EKGs
Briefe schreiben
Patienten untersuchen
Dienstbeginn
7:00 bis 8:00 Uhr
Dienstende
16:00 bis 17:00 Uhr
Studientage
Frei verfügbar
Tätigkeiten
Aufwandsentschädigung / Gehalt
Kleidung gestellt
Gehalt in EUR
200

Noten

Stimmung Station
1
Kontakt zur Pflege
3
PJler-Ansehen
1
Stimmung Klinik
2
Unterricht
2
Betreuung
3
Freizeit
3
Lehre auf Station
4
Insgesamt
2

Durchschnitt 2.20