PJ-Tertial Allgemeinchirurgie in Malteser Krankenhaus Bonn (7/2018 bis 11/2018)

Station(en)
Chirurgische Station
Einsatzbereiche
OP, Station, Notaufnahme
Heimatuni
Nicht angegeben
Kommentar
Das PJ-Tertial in der Chirurgie verbringt man zu gleichen Anteilen in der Viszeralchirurgie wie auch in der Orthopädie/Unfallchirurgie. Einmal wöchentlich gibt es chirurgische PJ-Fortbildungen, sowie an den anderen Tagen weitere Fortbildungen der unterschiedlichen Fachrichtungen.
Die PJler haben eine eigene Umkleide, Essen sowie Kleidung wird kostenlos gestellt.
Rotationen in die kleineren chirurgischen Disziplinen (Thoraxchirurgie, Plastische, Handchirurgie, Notfallambulanz) sind bei einer ausreichenden Anzahl von PJlern möglich. Die PJler unter sich erstellen meistens einen Rotationsplan.

Die verschiedenen chirurgischen Teams sind sehr unterschiedlich. Neben einer besonders lehrreichen Zeit und einem tollen Team in der Thoraxchirugie, sticht leider besonders die Viszeralchirurgie (in der man einen Großteil der Zeit verbringt) sehr negativ hervor.
Morgens bei der Visite ist man dafür zuständig alle Dokumentationsbögen der verschiedenen Patienten anzureichen (die Optipläne sind allerdings auf den verschiedenen Visitenwagen über die Station verteilt und eigentlich brauchen die Schwestern die Mappen für Ihre eigene Dokumentation), gleichzeitig soll man die Pflaster, die während der Visite abgemacht werden, neu bekleben, und darüber hinaus soll man auch noch zeitgleich die Visite dokumentieren. Alleine definitiv nicht machbar; ein Zeichen der Anerkennung seitens der leitenden Ärzte für die Arbeit leider zu keiner Zeit gegeben.
Darüber hinaus hat der PJler im wesentlichen zwei Aufgaben: Blut abnehmen und Haken halten. Es gibt ein PJ-Telefon, über welches man für eben diese Aufgaben abgerufen wird, ansonsten sitzt man die Zeit ab - eine Integration in das Team findet leider nicht statt.
Am OP-Tisch ist die Stimmung in der Visceralchirurgie bei bestimmten Personalkonstellationen - man kann es leider nicht anders formulieren - respektlos und destruktiv.
- Bei nicht richtig beantworten Fragen wird man bisweilen hämisch ausgelacht
- bei einer stumpf gewordenen Nadel (bei einer natürlich noch nicht perfekten Nahtechnik im PJ) „soll man halt schauen wie man damit zurecht kommt“
- es wird geäußert, dass Erwiderungen wie „aber“ oder „ja, aber“ nicht gerne gehört werden, sondern, dass es schlicht „ja“ heißt. Ach und Frauen würden "ja, aber" übrigens besonders gerne von sich geben.

Fragen stellen und Initiative zeigen bei solch einer Stimmung - für mich leider nicht möglich, Lerneffekt leider daher äußerst gering.

Trotz der zum Teil auch netten und motivierten Ärzte in der gesamten Chirurgie überschatten beschriebene Szenen und Umgangsformen leider das Chirurgie-Tertial - daher aus meiner Sicht NICHT zu empfehlen!
Unterricht
3 x / Woche
Inhalte
Fallbesprechung
Bildgebung
EKG
Repetitorien
Sonst. Fortbildung
Prüfungsvorbereitung
Tätigkeiten
Patienten untersuchen
Botengänge (Nichtärztl.)
Notaufnahme
Blut abnehmen
Braunülen legen
Mitoperieren
Röntgenbesprechung
Dienstbeginn
7:00 bis 8:00 Uhr
Dienstende
15:00 bis 16:00 Uhr
Studientage
Gar nicht
Tätigkeiten
Essen frei / billiger
Aufwandsentschädigung / Gehalt
Kleidung gestellt
Mittagessen regelmässig möglich
Gehalt in EUR
400

Noten

Stimmung Station
5
Kontakt zur Pflege
4
PJler-Ansehen
5
Stimmung Klinik
3
Unterricht
2
Betreuung
5
Freizeit
2
Lehre auf Station
2
Insgesamt
5

Durchschnitt 3.93