PJ-Tertial Nephrologie in Vivantes Klinikum Auguste-Viktoria (3/2019 bis 6/2019)

Station(en)
35D, Stroke Unit, NFA
Einsatzbereiche
Station, Notaufnahme, Diagnostik
Heimatuni
Nicht angegeben
Kommentar
Mein Tertial in der Neurologie am AVK war sehr lehrreich und hat mir sehr gut gefallen.

Die Klinik besteht aus dem Chefarzt, drei OberärztInnen, einer Funktionsoberärztin und ca. 12 Ärztinnen und Ärzten, Ich war die einzige PJlerin und habe zunächst sechs Wochen auf der Normalstation 35D mit ca. 35 Betten verbracht. Hier sind drei AssistentInnen für die Station zuständig, sie visitieren morgens ihre PatientInnen parallel. Dienstags ist OA-Visite und donnerstags CA-Visite, diese sind beide sehr spannend und interessant. An der Visite habe ich immer teilgenommen. Ich hatte auf Station meine eigenen PatientInnen, die ich selbst betreute und visitierte, für die ich Untersuchungen anmeldete und für die ich einen Diagnostik- und Therapieplan erstellte, natürlich immer mit AÄ im Hintergrund. Dadurch war der Lernerfolg sehr groß. Die AÄ waren immer sehr offen für Fragen und haben auch oft eigenständig Sachen erklärt. Lumbalpunktionen habe ich von Anfang an selbst gemacht, am Ende der 6 Wochen waren das bis zu zwei am Tag. Auch hier konnte ich eine sehr steile Lernkurve beobachten, dank der Anleitung mehrerer sehr engagierter Ärztinnen. Für die Blutentnahmen war meistens die Phlebotomistin zuständig, sie war allerdings zu meiner Zeit des Öfteren nicht anwesen, sodass an diesen Tagen einige Blutentnahmen für mich anfielen.

Meine zweite Rotation war auf der Stroke-Unit. Hier werden Stroke-PatientInnen bis zu drei Tage überwacht und die übliche Diagnostik durchgeführt. Eigentlich ist für die SU auch ein Phlebotomist vorgesehen, dieser hat jedoch kurz nachdem mein PJ anfing gekündigt, sodass hier die Blutentnahmen jeden Morgen anfielen. Diese werden jedoch meist mit Unterstützung von Stroke-Ärztin/Arzt gemacht. Die SU ist natürlich eine andere Art von Station als die Normalstation, viel mehr Arbeit nach Schema. Ich fand es sehr hilfreich, um einen Einblick in dieses große Gebiet zu bekommen. Durch das tägliche NIHSS-Scoren bekommt man auch darin Routine und wenn man Glück hat, kann man nachmittags PatientInnen schallen (extra- und intrakraniell). Der zuständige Oberarzt kommt täglich zur Visite.

Meine letzte Rotation war die NFA. Das war eine sehr lehrreiche Rotation, die mir sehr viel Spaß gemacht hat. Von Beginn an habe ich eigene PatientInnen übernommen, einen Diagnostik- und Therapieplan entworfen und dies dann mit der AÄ besprochen. Auf diese Weise habe ich große Routine in der gezielten Anamnese und neurologischen KU bekommen und eine große Bandbreite an unterschiedlichen Erkrankungen gesehen. Die Assistenzärztinnen, die zu der Zeit in der NFA waren, waren ein Traum!

Zwischendurch habe ich eine Woche in der Funktionsdiagnostik verbracht, mit dem zuständigen AA konnte ich sehr viele Befunde besprechen.

Prof. Mackert ist sehr engagiert was die Lehre betrifft, er ist Lehrbeauftrager für das gesamte AVK. Ich habe auf sein Anraten hin während des gesamten Tertials das Neurologie-Logbuch geführt. Er führte zu Beginn des Tertials ein Anfangsgespräch mit mir, um die Ziele und Vorstellung meines PJs zu besprechen. Gegen Ende des PJs hat er sich eine Stunde Zeit genommen für eine Probeprüfung, was sehr lehrreich war. Während des PJs hatte ich zudem einen Mentor, Dr. Rozanski. Er war sehr engagiert, motiviert und bemüht, dass ich viel lerne und mitnnehme aus dem Tertial. Ich hatte mehrere Gespräche mit ihm bezüglich meiner Ziele, neuer Kenntnisse und Erfahrungen. Drei Mal habe ich mich für die Teamfortbildung in einzelne Themen eingelesen und diese gezielt vorbereitet (z.B. Progressive Multifokale Leukenzephalopathie), unter "Coaching" von meinem Mentor. Einen Mentor und dadurch einen Ansprechpartner für das Tertial zu haben, fand ich sehr hilfreich. Durch die Vorträge hatte ich einen großen Lernzuwachs und konnte zudem meine Präsentationsskills üben.

Vier Mal pro Woche fand Unterricht statt: Montags der EKG-Kurs, der sehr guter Qualität war, dienstags und donnerstag interdisziplinär, auch in den meisten Fällen sehr guter Qualität und mittwochs Neurologie. Der Neurologie-Unterricht ist bei uns leider des Öfteren ausgefallen, war aber sonst ausgezeichneter Qualität. Pro Woche hat man in Berlin einen Studientag, Prof. Mackert empfahl, diese gebündelt zu nehmen. Dies macht meines Erachtens Sinn, da man vor allem auf Normalstation eigene PatientInnen hat und wegen des Studientag nicht gerade am Entlasstag fehlen möchte. Mittagessen war immer möglich, meistens auch im Team, das Essen ist nun mal Krankenhauskantine, aber wird für PJs von der Klinik übernommen.

Insgesamt bin ich sehr zufrieden - ich habe in den vier Monaten fachlich und persönlich sehr viel mitgenommen und kann das AVK nur empfehlen!
Bewerbung
PJ-Portal
Unterricht
4x / Woche
Inhalte
Sonst. Fortbildung
Repetitorien
Bildgebung
Fallbesprechung
EKG
Patientenvorstellung
Tätigkeiten
Eigene Patienten betreuen
Patienten untersuchen
Braunülen legen
Notaufnahme
Patienten aufnehmen
Röntgenbesprechung
Untersuchungen anmelden
Punktionen
Briefe schreiben
Blut abnehmen
EKGs
Dienstbeginn
7:00 bis 8:00 Uhr
Dienstende
16:00 bis 17:00 Uhr
Studientage
1x / Woche frei
Tätigkeiten
Kleidung gestellt
Mittagessen regelmässig möglich
Essen frei / billiger

Noten

Stimmung Station
1
Kontakt zur Pflege
1
PJler-Ansehen
1
Stimmung Klinik
1
Unterricht
1
Betreuung
1
Freizeit
1
Lehre auf Station
1
Insgesamt
1

Durchschnitt 1.00