PJ-Tertial Geriatrie in Siloah BESAS (1/2019 bis 4/2019)

Station(en)
Reha, akute Reha, Notafall, Heimatpraxis, Altersheim
Einsatzbereiche
Diagnostik, Notaufnahme, Station, Poliklinik / Ambulanz / Sprechstunde
Heimatuni
Regensburg
Kommentar
Da ich mich bis dahin in der Schweiz nicht auskannte und in die Gegend um Bern wollte, habe ich mich an die vorhandenen PJ-Rankings gehalten und bin so an das Siloah-Spital für Altersmedizin gekommen (hat eines besten Bewertungen bei den Rankings).
In diesem Spital gefiel mir besonders die Arbeitsatmosphäre, die zwischen den Ärzten als auch unter den anderen Berufsgruppen zueinander herrschte. Man wurde sofort ins Team integriert und stets freundlich behandelt. Zudem hatte man eine super 1 zu 1 Betreuung von einem Assistenzarzt und einem Oberarzt.
Das Aufgabenfeld ist sehr breit gefächert und es kommt darauf an, auf welcher Station man gerade eingeteilt ist. Die Haupttätigkeit bestand in der Aufnahme der Patienten, diese ist sehr ausführlich aufgebaut (körperliche Untersuchung, neurologische Untersuchung und demenzielle Testung eingeschlossen), danach folgt die Vorstellung des Patienten beim Oberarzt. Hierbei ging man die Untersuchung Schritt für Schritt durch, konnte Fragen bei Unklarheiten stellen und besprach gleich die weitere Behandlung des Patienten.
Später bekommt man eigene Patienten zugewiesen die man selbständig betreuen kann (Aufnahme und Entlassung, Verordnen von Medikamenten und weiterführenden Untersuchungen, einen Behandlungsplan erstellen, selbständige Visite usw.) natürlich in Absprache mit dem Oberarzt.
Es bestand die Gelegenheit auf verschiedene Stationen und Abteilungen durch zu rotieren z.B.
auf der Akut-und Langzeitreha, in der Heimatpraxis (Hausarztpraxis) und in der Notfallpraxis. Auch hatte man die Möglichkeit in die Umliegenden Seniorenheime, welche von den Ärzten des Siloah-Spital mitbetreut wurden mitzufahren und den dortigen Alltag kennenzulernen.
Zudem bestand die Gelegenheit in der Radiologie zu hospitieren und 2 Tage in der Demenzambulanz reinzuschauen.
Besonders hervorheben möchte ich die verschiedenen Weiterbildungen die fast jeden Tag stattfanden, jeden Freitag gabt es eine Radiologie-Weiterbildung, 1-mal in der Woche Unterassistenten Unterricht, zudem 2- mal wöchentlich Unterricht am Krankenbett, dazu jeden Dienstag und Mittwoch Weiterbildungen (Fallbesprechungen, Curricula usw.) für das ganze ärztliche Team. Dabei hatte man den Eindruck, dass die Dozenten sehr bemüht und stets engagiert sich der Lehre widmeten.
Die Arbeitszeit ging von 8 Uhr mit der Morgenbesprechung los, danach ging das gesamte Team zum Kaffee trinken. Daraufhin verteilte man sich auf die Stationen, ab ca. 12 Uhr gab es Mittagessen (man schafft es jeden Tag entspannt Mittag zu essen). Wann man Schluss hatte, hing stark davon wie schnell seine ausstehenden Aufgaben erledigte. Jedoch war man meisten zwischen halb 5 und 6 fertig (manchmal noch früher und ab und zu etwas später).
Falls man keine Wohnung mieten will (Preise sind erschreckend hoch!!!) kann man ein Wohnheimszimmer auf dem Gelände der Klinik bekommen (12 Franken am Tag). Die Anbindung an Bern ist super, mit der Tram ca. 20 min (fährt alle 10 min). Auch kann man als Unterassistent die sportlichen Räumlichkeiten des Spitals nutzen, zudem wird einmal pro Woche von den Physiotherapeuten ein Sportzirkel durchgeführt an dem jeder teilnehmen kann.
Zusätzlich bekommt man 2 Freie Lerntage pro Monat, zu den deutschen Urlaubtagen.
Alles in allem ist das Siloah-Spital eine sehr gute und in der Lehre kompetente Klinik in welcher man für den späteren Beruf sehr viel lernen kann und mit der Geriatrie einen perfekten Einstieg in die Innere bekommt. Zudem auch sehr gut betreut wird, dazu noch einen freundlichen Umgangston hat und arbeitstechnisch nicht ausgenutzt wird.
Bewerbung
ca. Eineinhalb Jahre vorher
Unterricht
4x / Woche
Inhalte
EKG
Bildgebung
Repetitorien
Fallbesprechung
Patientenvorstellung
Sonst. Fortbildung
Prüfungsvorbereitung
Tätigkeiten
Briefe schreiben
EKGs
Eigene Patienten betreuen
Patienten untersuchen
Untersuchungen anmelden
Röntgenbesprechung
Patienten aufnehmen
Notaufnahme
Dienstbeginn
7:00 bis 8:00 Uhr
Dienstende
17:00 bis 18:00 Uhr
Studientage
Frei verfügbar
Tätigkeiten
Kleidung gestellt
Essen frei / billiger
Mittagessen regelmässig möglich
Aufwandsentschädigung / Gehalt
Unterkunft gestellt
Gehalt in EUR
1200 Franken

Noten

Stimmung Station
1
Kontakt zur Pflege
1
PJler-Ansehen
1
Stimmung Klinik
1
Unterricht
1
Betreuung
1
Freizeit
1
Lehre auf Station
1
Insgesamt
1

Durchschnitt 1.00