PJ-Tertial Neurologie in Klinikum Ernst von Bergmann (12/2016 bis 4/2017)

Station(en)
allgemeine Neurologie und Stroke Unit
Einsatzbereiche
Station, Diagnostik, Notaufnahme
Heimatuni
Berlin
Kommentar
Fazit:
Ich hatte ein sehr lehrreiches und angenehmes PJ-Tertial (12/2017 - 4/2018) in der Klinik für Neurologie des Ernst von Bergmann Klinikums Potsdam, nachdem ich mich für das mündliche Staatsexamen gut vorbereitet gefühlt habe. Eigene Patienten betreuen und in den Visiten vorstellen, reichlich Lumbalpunktionen, Hospitationen in der Funktionsdiagnostik (EEG, Sonographie der Hirnversorgenden Arterien, Elektrophysiologie) sowie Einsätze in der Notaufnahme sind möglich. Man trifft auf freundlich gesonnene Oberärzte / Oberärztinnen sowie einen ebenfalls netten und sehr engagierten Chefarzt. Man sieht in Potsdam alle für die Prüfung in Neurologie relevanten großen Krankheitsbilder (Epilepsien, zerebrale Ischämien und Blutungen, typische und atypische Parkinson-Syndrome, Borreliose, Neurosarkoidosen, Facialisparesen, intracerebrale Tumoren, Vaskulitiden etc.). In wöchentlichen Besprechungen mit den Radiologen (cMRTs, CCTs) sieht man die entsprechende Bitgebung dazu. Neben einer wöchentlichen internen Fortbildung (Klinik Neurologie / Neurochirurgie) wird man als PJler/rin auch zu externen Fortbildungsveranstaltungen eingeladen. Ich bin im PJ gern zur Arbeit gegangen und fühlte mich als PJler wertgeschätzt.

Pro:
- freundliche und respektvolle Arbeitsatmosphäre inkl. freundlichen OÄ und Chefarzt
- gutes fachliches Niveau: 2x/Woche OA-Visite, 1x/Woche Chefarzt-Visite; alle Neuaufnahmen werden noch einmal oberärztlich gesehen
- Einblick in alle für die Prüfung relevanten großen Krankheitsbilder
- selbstständiges Arbeiten möglich und erwünscht (Anamnese, körperliche Untersuchung, Patientenvorstellung bei (Chef-)Visite, Untersuchungen anmelden, Arztbriefe diktieren), bei Problemen war immer jemand ansprechbar.
- selbstständiges Durchführen von Lumbalpunktionen (natürlich nach initialer Supervision, habe insgesamt ca. 35 Lumbalpunktionen gemacht), von L-Dopa-Tests sowie neurokognitiven Evaluationen (MiniMental, DEM-TECT, PANDA, MOCA etc)
- Hospitation bei der Funktionsdiagnostik (Neurografien, EEG, Sonographie der hirnversorgenden Gefäße sowie intrakranielle Sonographie)
- auf Wunsch Einsätze in der Notaufnahme
- Verteilung der Gesamtzeit: 2/3 Normalstation, 1/3 Stoke Unit
- wöchentliche interne Fortbildung im eigenen Team mit der Möglichkeit eigene Vorträge zu halten
- Möglichkeit der Teilnahme an externen Fortbildungen (EEG-Fortbildung, neurologische Symposien)
- "Käffchen" und "Quatschen" mit den Kollegen ist auch immer drin; Pflegeteam ist auch nett und immer für einen Spaß zu haben.
- ein Studientag pro Woche frei
- Mittagessen wird durch die Klinik bezahlt (Essensmarken)

Contra:
- jeden Morgen warten reichlich Blutentnahmen und Flexülen. Bis zur Visite war ich aber meist fertig. Oft haben die Kollegen auch geholfen. Retrospektiv aber eine gute Chance zu üben (später wird das von jedem Assistenten vorausgesetzt). Wenn man den Kollegen an dieser Stelle hilft, haben sie umgekehrt mehr Valenzen euch etwas zu erklären.
- keine monatliche Aufwandsentschädigung
Unterricht
2x / Woche
Inhalte
Patientenvorstellung
Fallbesprechung
Tätigkeiten
Patienten aufnehmen
Notaufnahme
Röntgenbesprechung
Punktionen
Braunülen legen
Patienten untersuchen
Eigene Patienten betreuen
Blut abnehmen
Untersuchungen anmelden
Briefe schreiben
Dienstbeginn
7:00 bis 8:00 Uhr
Dienstende
15:00 bis 16:00 Uhr
Studientage
1x / Woche frei
Tätigkeiten
Kleidung gestellt
Essen frei / billiger
Mittagessen regelmässig möglich

Noten

Stimmung Station
1
Kontakt zur Pflege
1
PJler-Ansehen
1
Stimmung Klinik
1
Unterricht
1
Betreuung
1
Freizeit
1
Lehre auf Station
1
Insgesamt
1

Durchschnitt 1.00