PJ-Tertial Gynäkologie in Klinik und Poliklinik für Frauenheilkunde und Geburtshilfe - Innenstadt (1/2017 bis 4/2017)

Station(en)
Gyn, Geburtshilfe, NA, Tagesklinik
Einsatzbereiche
Diagnostik, Poliklinik / Ambulanz / Sprechstunde, Notaufnahme, OP, Station
Heimatuni
Nicht angegeben
Kommentar
Ich möchte mich hier nur auf schlechtere Dinge konzentrieren, da die vorherigen Bewertungen alles Gute schon aufgelistet haben.

Rotation Geburtshilfe:
- junges Hebammen Team mit weniger gegenüber PJlern freundlichen Hebammen und freundlicheren Hebammen
- es ist mühsam Spontangeburten zu begleiten, da man putzfreundlich zu den Hebammen sein muss trotz angeschnauzt Werdens: man muss erst die Hebamme um Erlaubnis bitten, dann die Schwangere und dann noch auf gute Laune der Hebamme hoffen.
- es ärgert die Hebammen zwar, wenn man frägt, ob man "zuschauen" darf, aber im Wesentlichen macht man genau das - denn jede Hebamme hat schon eine Schülerin dabei
- meines Erachtens liegt es aber nicht an den Hebammen, dass man so wenig mitnimmt dort, sondern an den Ärzten. Als ich mal gegenüber einer Geburtshilfe-OÄ erwähnt habe, dass ich mir den Geburtsvorgang so schlecht vorstellen kann, weil wir ja nur zuschauen und nicht untersuchen, war sie zwar überrascht aber niemand bemüht sich den PJlern im Bereich Geburtshilfe etwas beizubringen. Und aus Büchern kann ich auch ohne PJ lernen. Es ist ja auch die Aufgabe der Ärzte und nicht der Hebammen die PJler miteinzubinden. Man bespricht keine CTGs, keine Partogramme und man möchte ja nicht zum OA laufen und das alles einfordern. Die Assistentin waren alle neu im Kreissaal und bei der Geburtenzahl maßlos überfordert, sodass man sich auch nicht an die dranhängen konnte.
- Klar beim Kaiserschnitt wird man dann gebraucht, aber nur zum Absaugen von Fruchtwasser.

Rotation Gynäkologie/ OP:
- eigentlich ganz ok, aber man lernt hier halt auch nichts

Notaufnahme:
- auch hier kaum eine Chance jemanden mal zu untersuchen, habe ich genau einmal geschafft in 16 Wochen.

Zusammenfassend hat man viel gesehen, viele Krankheitsbilder, Highend Onkologie, Breitspektrum Geburtshilfe und operative Gynäkologie, aber man hat wenig gemacht, wenig gelernt. Die 1 x / Woche Teachings waren immer improvisiert und nie wirklich vorbereitet.

Klar, alle Ärzte waren extrem nett, per Du und haben die PJler respektiert, aber das verschleiert, dass man eigentlich nicht viel mitnimmt aus diesem PJ.

Und ich lese oft in Berichten, dass das ja eine Uniklinik sei und die Ärzte dort wenig Zeit hätten und dass das ja klar wäre, dass die dann nicht so viel Zeit für Lehre hätte - aber Uniklinik für mich bedeutet genau das: Lehre.
Unterricht
1x / Woche
Inhalte
Repetitorien
Fallbesprechung
Tätigkeiten
Patienten aufnehmen
Braunülen legen
Botengänge (Nichtärztl.)
Briefe schreiben
EKGs
Eigene Patienten betreuen
Untersuchungen anmelden
Patienten untersuchen
Blut abnehmen
Notaufnahme
Mitoperieren
Dienstbeginn
7:00 bis 8:00 Uhr
Dienstende
16:00 bis 17:00 Uhr
Studientage
Gar nicht
Tätigkeiten
Kleidung gestellt
Mittagessen regelmässig möglich

Noten

Stimmung Station
2
Kontakt zur Pflege
2
PJler-Ansehen
1
Stimmung Klinik
3
Unterricht
2
Betreuung
3
Freizeit
1
Lehre auf Station
2
Insgesamt
3

Durchschnitt 2.47