PJ-Tertial Gynäkologie in Vivantes Klinikum Auguste-Viktoria (11/2017 bis 3/2018)

Station(en)
Kreissaal, Station 35c
Einsatzbereiche
Station, OP, Poliklinik / Ambulanz / Sprechstunde
Heimatuni
Marburg
Kommentar
Ich war die einzige PJlerin und konnte mir aussuchen wo ich anfangen wollte. Daher war ich die ersten vier Wochen im Kreissaal. Dort durfte ich nach Abspache mit den Hebammen (die sehr freundlich sind, wenn man auch nett zu ihnen ist) natürliche Geburten miterleben. Wenn Sectiones anstanden, konnte ich immer mit an den Tisch als 2. Assistenz. Auf der Wöchnerinnen-Station durfte ich am Anfang unter Aufsicht eines Arztes die Visite machen und später eigenständig. Neben den Geburten kommen im Tagesverlauf auch Frauen bei Terminüberschreitung oder per Einweisung durch ihren Gynäkologen mit suspekten CTGs o.ä.. Bei den Untersuchungen konnte ich, wenn es der Warteraum zuließ, auch mal selber die Fetometrie und den Fruchtwasserschall machen. Ansonsten nimmt man noch Blut ab und legt Zugänge. Außerdem gibt man die Geburten in den PC ein und schreibt Briefe. Alles in allem ist die Atmosphäre im Kreissaal sehr angenehm und man lernt viel.

Den Rest des Tertials war ich hauptsächlich auf der Station. Dort nimmt man jeden morgen Blut ab. Danach geht man bei der Visite mit und kann je nach Stationsarzt selber untersuchen oder am Computer mittippen oder guckt einfach zu. Wenn man Fragen hat, werden die gerne erläutert. Im Anschluss daran zieht man Drainagen, macht Nierensonos, schreibt Briefe, legt Zugänge, hängt Blutkonserven an und was an Kleinkram noch so anfällt. Zwischendurch wird man öfter in den OP gerufen um als 2. Assistenz bei vaginalen HEs usw. zu helfen. An manchen Tagen ist man auch komplett für den OP eingeteilt und ist 2. Assistenz bei großen Tumor-OPs oder 1. Assistenz bei Laparoskopischen Eingriffen. Im Op darf man meistens die vaginale Tasuntersuchung üben, Urinkatheter legen und zunähen. Auch dort wird auf Fragen eingegangen. Ist es auf Station mal ruhiger kann man auch immer einfach so in den OP und zuschauen. Sonst kann man auch gerne in die Ambulanz, wo die 1.Hilfen behandelt werden und die prästationären Aufnahmen erfolgen. Je nachdem welcher Arzt da ist, kann man zugucken oder manchmal selber Anamnese machen und untersuchen und Ultraschall machen.

Jeder Tag beginnt mit der Frühbesprechung um 7:30h. Kleidung wird gestellt. Unterricht für alle PJler ist dienstags und donnerstags von 15:30-16:30 Uhr. Es gibt einen Unterschriftenzettel, den bei mir zumindedt keiner kontrolliert hat ;) Manche Themen haben sich aber echt gelohnt ;) Eigentlich sollte es montags von 14:30-15:30 Uhr einen EKG-Kurs geben, der aber nie stattgefunden hat. Ab dem nächsten Tertial soll es wohl wieder einen geben. Mittagessen gibt es für PJler vergünstigt und man darf sich immer die Zeit nehmen zu essen. In 90% der Fälle konnte ich pünktlich gegen 15:30 oder 16 Uhr nach Hause. Es gibt pro Woche einen Studientag, den man frei wählen kann. Man kann sie auch sammeln und eine ganze Woche freinehmen. Zwischen Weihnachten und Silvester habe ich auch frei bekommen.

Insgesamt bin ich sehr zufrieden mit meinem Tertial. Ich habe viel gelernt und durfte viel machen. Das gesamte Team ist sehr nett und ich habe mich total wohlgefühlt. Ich kann es echt empfehlen :)
Bewerbung
Ganz easy über das PJ-Portal
Unterricht
2x / Woche
Inhalte
Bildgebung
Fallbesprechung
Prüfungsvorbereitung
Repetitorien
Patientenvorstellung
Tätigkeiten
Patienten untersuchen
Briefe schreiben
Eigene Patienten betreuen
Untersuchungen anmelden
Mitoperieren
Braunülen legen
Blut abnehmen
Dienstbeginn
7:00 bis 8:00 Uhr
Dienstende
15:00 bis 16:00 Uhr
Studientage
1x / Woche frei
Tätigkeiten
Mittagessen regelmässig möglich
Kleidung gestellt

Noten

Stimmung Station
1
Kontakt zur Pflege
1
PJler-Ansehen
2
Stimmung Klinik
1
Unterricht
2
Betreuung
1
Freizeit
2
Lehre auf Station
1
Insgesamt
1

Durchschnitt 1.20