PJ-Tertial Allgemeinchirurgie in Klinikum Chemnitz (11/2017 bis 2/2018)

Station(en)
N072
Einsatzbereiche
Notaufnahme, OP, Station
Heimatuni
Leipzig
Kommentar
Die Klinik für Allgemein- und Viszeralchirurgie betreut ein großes Patientenspektrum mit unterschiedlichsten Erkrankungen (zB. Schilddrüse, diabetische Füße, abdominelle Tumorerkrankungen, viszeralchirurgische Notfälle) , so dass man sehr viele unterschiedliche Fälle sieht was eine breite Grundlagenausbildung gewährleistet.
Als PJler ist man fester Teil des Teams mit klar definierten Aufgaben. Ich wurde in alle Tätigkeiten eingearbeitet, d.h. am Anfang von den Assistenten begleitet und angeleitet und durfte dann Tätigkeiten selbständig ausführen hatte aber immer die Möglichkeit mir Hilfe zu holen, wenn ich auf Schwierigkeiten gestoßen bin. Besonders gefallen hat mir, dass sich die Assistenten und auch Oberärzte die Zeit genommen haben mir bei praktischen Tätigkeiten über die Schulter zu schauen und mir Tipps gegeben haben, um meine praktischen Fertigkeiten zu verbessern. Dazu zählten insbesondere folgende Tätigkeiten/Themen:

* Flexülen legen --> Handhabung und Tricks bei schwierigen Venensituationen
* Blutabnahmen
* Bluttransfusionen --> rechtliche Aspekte, Transfusionsreaktionen
* Sonographie --> Darstellung von Bauchorganen und Pathologien
* Körperliche Untersuchung --> strukturierter Ablauf für einen Status
* Patientengespräche --> Anamnese, Befundmitteilung
* Ultraschallgestützte Punktionen --> Aszites, Empyeme, Abszesse
* Bewertung von Wunden
* Naht- und Knotentechnik
* Visite --> Dokumentation in der Kurve, Anordnungen, Ernährungsstrategien bei abdominellen Erkrankungen
* SAP --> arbeiten mit dem klinikinternen System, Stationsverwaltung
* Arztbriefe schreiben
* palliativmedizinische Aspekte

Natürlich gab es auch zahlreiche Einsätze im OP in der Regel als 2. Assistenz mit dem bereits oben angesprochenen großen Spektrum an unterschiedlichen Erkrankungen und Operationen. Die Tätigkeiten waren im wesentlichen helfen beim Lagern des Patienten, Haken halten, Absaugen, Fäden abschneiden und Knoten machen. Größere Operationen konnten dabei mehrere Stunden dauern. Interessant war es mit verschiedenen Operateuren zusammen zu arbeiten und so einen Einblick zu bekommen, wie filigran zB bei Schilddrüsenoperationen gearbeitet werden muss aber auch einen Eindruck für "Gewebegefühl" bei großen Bauchoperationen zu erhalten. Je nach Operateur wurde eher mehr anatomisch gefragt oder mehr erklärt, man konnte aber jederzeit selbst Fragen stellen.

Der Kontakt zum Pflegepersonal auf Station und im OP war sehr gut.

Insgesamt habe ich mich in der Allgemein- und Viszeralchirurgie sehr wohl gefühlt, so dass ich meinen zunächst für 8 Wochen geplanten Einsatz auf 12 Wochen verlängert habe. Mir wurde viel gezeigt und erklärt und ich durfte im Verlauf des Tertials viel selbständig arbeiten. Ich hatte schon früh geäußert, dass meine Zielrichtung für die spätere Tätigkeit eher nicht-chirurgisch sein würde was aber zu keinem Zeitpunkt negativ aufgenommen wurde. Insofern habe ich in den 12 Wochen viel für mich mitnehmen können und insbesondere bei praktischen Grundlagentätigkeiten Erfahrung sammeln und mehr Sicherheit gewinnen konnte.
Unterricht
1x / Woche
Inhalte
Fallbesprechung
Sonst. Fortbildung
Nahtkurs
Repetitorien
Tätigkeiten
Patienten aufnehmen
Eigene Patienten betreuen
Braunülen legen
EKGs
Blut abnehmen
Notaufnahme
Rehas anmelden
Briefe schreiben
Punktionen
Mitoperieren
Chirurgische Wundversorgung
Untersuchungen anmelden
Patienten untersuchen
Dienstbeginn
Vor 7:00 Uhr
Dienstende
15:00 bis 16:00 Uhr
Studientage
Frei verfügbar
Tätigkeiten
Aufwandsentschädigung / Gehalt
Mittagessen regelmässig möglich
Kleidung gestellt
Essen frei / billiger
Gehalt in EUR
373

Noten

Stimmung Station
1
Kontakt zur Pflege
2
PJler-Ansehen
2
Stimmung Klinik
1
Unterricht
1
Betreuung
1
Freizeit
2
Lehre auf Station
1
Insgesamt
1

Durchschnitt 1.20