PJ-Tertial Neurologie in Universitaetsklinikum Schleswig-Holstein - Campus Luebeck (9/2017 bis 12/2017)

Station(en)
46C, 41B, Stroke Unit, Notaufnahme
Einsatzbereiche
Station, Notaufnahme, Poliklinik / Ambulanz / Sprechstunde
Heimatuni
Nicht angegeben
Kommentar
- Mein Tertial in der Neurologie hat mir so mittelmäßig gefallen. Die Stimmung unter den Assistenten war zwar gut, in Zusammenspiel mit den Oberärzten aber eher angespannt, besonders in den Frühbesprechungen.
- Die Assistenten sind wie gesagt alle sehr nett und bemüht, einen selbstständig arbeiten zu lassen. So kann man Patienten aufnehmen, bei der Behandlung seine Gedanken beisteuern und den Brief schreiben. Da man im Orbis allerdings als PJler keine Untersuchungen anmelden kann, läuft die eigentliche Diagnostik und Therapie teils aber oft irgendwie parallel...
- Die Oberärzte hatten bis auf wenige Ausnahmen nur wenig Interesse an uns PJler. Bei Visite wurde selten viel erklärt. Wenn dann sowieso nur auf Nachfrage und dann meist so knapp wie möglich. Schade, denn ich finde, Neurologie lebt von erfahrenen Oberärzten, die ihr Wissen gerne weitergeben. Aber so lässt irgendwann die eigene Motivation deutlich nach... leider.
- Man kann seine Rotationen ziemlich frei einteilen, 3-4 Wochen in der Notaufnahme waren bei uns für jeden PJler möglich (immer nur 1 PJler gleichzeitig).
- Mir hat es in der Poliklinik sehr gut gefallen, ich war hier 2 Wochen. Man kann in alle Sprechstunden reinschnuppern. Vor allem die zu den Bewegungsstörungen war sehr spannend. Und die Arbeitszeiten sind sehr nett (meist bis 14 Uhr).
- Etwa 1x wöchentlich gibt es PJ-Unterricht, theoretisch. Bei uns waren insgesamt über 16 Wochen 10 Termine angesetzt, davon ist es 3x ausgefallen. Die Qualität war gemischt von sehr gut bis nichtssagend.
- Offiziell werden Kittel gestellt, allerdings nur nach Voranmeldung (laut Internet 6 Wochen!). Von uns hat sich da niemand Kittel geholt, die Öffnungszeiten waren auch sehr kurz. Kasacks wurden offiziell nicht gestellt. Die musste man sich von ITS aus dem Stroke-Unit-Schrank stibitzen, was die Pflege natürlich nicht gut fand, weil PJler ja nicht im Kontingent einberechnet sind. Alternativ soll man Privatkleidung unter den Kittel ziehen.. fraglich, was die Hygienerichtlinien dazu sagen würden..
- Die Pflegesituation hier ist prekär. Chronische Unterbesetzung, sodass ständig Betten gesperrt werden oder werden müssten (weniger die Normalstation, aber andere Stationen im Klinikum). Gleichzeitig ist grad die Normalstation immer überbelegt, sodass Patienten teils auf dem Flur liegen. Das hat zwar primär nichts mitm Tertial zu tun, hat mich aber belastet. Das ist wirklich nicht normal.

Fazit:
Ich würde mich nicht nochmal für ein Tertial in der Neuro am Uniklinikum entscheiden. Ich weiß, dass es den andern PJlern ähnlich ging. Ich glaube der Hauptgrund dafür ist, dass ich das Gefühl hatte, nicht wertgeschätzt zu werden (von den Oberärzten). Irgendwie hatte ich das Gefühl, es ist denen völlig egal, ob man da ist oder nicht. Die sehr lieben Assistenten konnten das zu Glück ein Stück weit ausgleichen :)
Bewerbung
an der Uni Lübeck entsprechend der Fristen
Unterricht
2x / Woche
Inhalte
Sonst. Fortbildung
Tätigkeiten
Notaufnahme
Braunülen legen
Blut abnehmen
Röntgenbesprechung
Botengänge (Nichtärztl.)
Patienten aufnehmen
Patienten untersuchen
Poliklinik
Punktionen
Briefe schreiben
Dienstbeginn
Nach 8:00 Uhr
Dienstende
17:00 bis 18:00 Uhr
Studientage
Gar nicht
Tätigkeiten
Mittagessen regelmässig möglich
Essen frei / billiger

Noten

Stimmung Station
2
Kontakt zur Pflege
2
PJler-Ansehen
2
Stimmung Klinik
3
Unterricht
3
Betreuung
3
Freizeit
3
Lehre auf Station
3
Insgesamt
3

Durchschnitt 2.80