PJ-Tertial Innere in UniversitaetsSpital Zuerich (USZ) (3/2017 bis 7/2017)

Station(en)
Gastro, Nephro, Endokrino, Infektio, Pulmo
Einsatzbereiche
Station, Notaufnahme, Poliklinik / Ambulanz / Sprechstunde
Heimatuni
Nicht angegeben
Kommentar
Ich war sehr gespannt auf mein Tertial am Unispital, da ich hier nicht sehr gute Referenzen gelesen habe. Es ist schwierig eine Pauschalantwort zu geben. Sicherlich würde ich am Anfang sagen, dass man am Unispital in Zürich nicht die Gute Betreuung und Aufnahme bekommt, wie in anderen Spitälern der Schweiz. Am Anfangstag werden einem erst mal die vielen Regeln erklärt und sehr viel darauf eingegangen, was man NICHT darf und was NICHT geht. Von der Betreuung der Unterassistenten ist es zwar gut organisiert, aber nicht sehr freundlich und zuvorkommend. Den Urlaub darf man nicht selbst wählen, sondern bekommt ihn in der Regel zugeteilt. Den letzten Tag vor Tertialende kriegt man aus Prinzip schon mal nicht frei. Wenn man Fragen hat, werden auf diese nicht sehr freundlich eingegangen, bzw. höflich schon, aber einfach nicht herzlich (wie es sonst üblich ist). Ich habe mich als Unterassistent als jemand gefühlt, der keine Ansprüche stellen darf, was den Umgang von Seiten der Organisatoren angeht.
Das Gehalt ist für deutsche Verhältnisse natürlich gut, in der Schweiz aber lächerlich. Das Wohnheim alleine kostet 650 Franken, das Essen in der Mensa im Durchschnitt 12 Franken. Ich persönlich habe ausserhalb gewohnt, sodass das Gehalt mir gut gereicht hat, in der Stadt wird es aber schwierig.
Was jetzt die Arbeit und den Lerneffekt angeht muss ich sagen, dass ich sehr gute Stationen und Assistenzärtze hatte. Trotzdem muss man Interesse zeigen, wenn man nur am Handy sitzt und keine Lust hat, wird einem sicherlich auch nichts erklärt. Auf den Stationen durfte ich eigene Patienten betreuen, aufnehmen, Visite halten, mit Oberärzten besprechen, Briefe schreiben usw. Persönlich habe ich sicherlich da sehr viel gelernt und die Ärzte hatten auch Freude einem etwas beizubringen, wenn man fleissig war. Man sieht an der Uni eben viele spezielle Fälle, der "Alltagspatient" ist mir selten untergekommen. Da muss man einfach wissen, was man persönlich will. Auf der Pulmo hatte ich zum Beispiel vor allem mit CF- und Lungentransplantierten Patienten zu tun.
Andere Unterassistenten hatten nicht so viel "Glück". Falls ihr ans USZ kommen wollt, meldet euch nicht für die Kardio an, schon gar nicht für das Kardio Ambulatorium. Dort wird man nur fürs Briefe schreiben eingestellt.
Es ist gut, dass man rotiert, dennoch kommt es dann vor. dass die Assistenzärzte durch den vielen Durchlauf der Studenten oft keine Lust mehr haben, wieder jemanden neu einzulernen.
Alles in allem hatte ich keine schlechte Zeit am USZ. Ich hab das beste daraus gemacht. Je nach Station musste ich lange bleiben, auf manchen konnte ich öfters um 14 Uhr gehen oder Tage frei nehmen, was eine schöne Abwechslung war. Ich würde pauschal nicht vom USZ abraten, man muss einfach wissen, worauf man sich einlässt. An einem kleinen Spital denke ich, wird man aber viel mehr ins Team hineingenommen und auch als Unterassistent mehr gewertschätzt.
Unterricht
Kein Unterricht
Inhalte
Sonst. Fortbildung
Fallbesprechung
Patientenvorstellung
Tätigkeiten
Patienten untersuchen
Punktionen
Briefe schreiben
Patienten aufnehmen
EKGs
Notaufnahme
Eigene Patienten betreuen
Untersuchungen anmelden
Botengänge (Nichtärztl.)
Blut abnehmen
Dienstbeginn
Nach 8:00 Uhr
Dienstende
17:00 bis 18:00 Uhr
Studientage
Gar nicht
Tätigkeiten
Mittagessen regelmässig möglich
Kleidung gestellt
Aufwandsentschädigung / Gehalt
Gehalt in EUR
1000

Noten

Stimmung Station
2
Kontakt zur Pflege
2
PJler-Ansehen
5
Stimmung Klinik
3
Unterricht
3
Betreuung
3
Freizeit
4
Lehre auf Station
3
Insgesamt
3

Durchschnitt 3.07