PJ-Tertial Visceralchirurgie in St.-Josefs-Hospital (9/2017 bis 12/2017)

Station(en)
14
Einsatzbereiche
Diagnostik, Station, Notaufnahme, Poliklinik / Ambulanz / Sprechstunde, OP
Heimatuni
Goettingen
Kommentar
Zunächst muss man sagen, dass man als PJ-Student in der Chirurgie in Cloppenburg insgesamt ein gutes Tertial absolvieren kann. Das Team ist freundlich, man darf viel eigenständig machen und jeder ist bemüht einem etwas zu zeigen und beizubringen. Die Viszeralchirurgie ist relativ klein (im Durchschnitt ca. 15 Patienten), trotzdem habe ich fast mein ganzes Tertial (1 Woche Gefäßchirurgie) aus Interesse dort verbracht. Man ist in allen Bereichen (OP, Notaufnahme, Station etc...) schnell gut eingebunden und kann eigenstädig arbeiten, das haben die Vorbericht-Erstatter ja schon ausführlich beschrieben. So viel dazu...

Viele Dinge sind ja bereits schon sehr positiv beschrieben worden, deswegen finde ich es an dieser Stelle durchaus wichtig auch mal kritisch zu sein. Ich finde es darf auch gesagt sein, dass einige Berichte vor dem Hintergrund einer Jobperspektive entstanden sind.

Wichtig zu erwähnen ist die teilweise mangelhafte Struktur und Organisation von Station und OP-Ablauf sowie das schon etwas spezielle Arbeitsklima. Während meiner Zeit waren 4-5 Assistenzärzte auf der Station (mit "feminer Dominanz" wie es im Vorbericht beschrieben wurde). Leider gibt es keine feste Zuordnung der Patienten und Arbeitsbereiche, was oft zu Missverständnissen mit daraus resultierendem Unmut führt. Hinzu kommt, dass bei sehr wechselnder Arztbetreuung zwangsläufig verschiedene Ansichten zu Stande kommen. Während der Visite geht es gehäuft etwas chaotisch zu. Patientenvorstellung, Untersuchung, Anordnung und Gespräch laufen irgendwie ab und jeder sagt was oder auch nicht... manchmal prescht der Chef einfach vor uns bricht die Patientenvorstellung ab oder die Oberärzte visitieren schon Patienten im nächsten Zimmer. Als PJ-Student steht man der ganzen Sache jedoch relativ neutral gegenüber

Im OP ist man als Student sehr oft, was ich sehr positiv finde. Der Chef und die beiden Oberärzte sind immer sehr bemüht die Studenten mit einzubinden; gerade wenn erhöhtes Interesse für die Chirurgie besteht. Das OP-Pflege ist durch die Bank freundlich und sehr geduldig, was ich als sehr angenehm empfunden habe.

Für das leibliche Wohl ist übrigens ausreichend gesorgt. Im OP gibt es täglich Suppe, Kaffee und Zwieback für den schnellen Hunger. Das Essen in der Kantine ist wirklich sehr gut. Aber auch die PJ-Studenten müssen hier ins eigene Portemonaie greifen.

Eine Unterkunft kann zur Verfügung gestellt werden, die Miete wird allerdings von den 597 € abgezogen. Die Zimmer sind in Ordnung, Gemeinschaftsküche und Sanitäranlagen sind definitiv renovierungsbedürftig. Der WLAN - Empfang ist nicht vorhanden. Eine versprochene Ausweitung seitens der Verwaltung blieb aus. Wenn man Pech hat liegt das Zimmer auf der Seite zur Lüfungsanlage des OP-Traktes, was v.a. im Sommer etwas lauter werden kann. An dieser Stelle möchte ich gerne anmerken, dass ich auch wirklich dort gewohnt habe ;-).

Meine Woche in der Gefäßchirurgie war übrigens auch sehr gut. Im OP kann man wirklich ein breites Spektrum kennenlernen und viel mitnehmen. Der Chef ist operativ extrem gut und schnell. Wie bereits gesagt war ich fast nur in der Viszeralchirurgie, zugegeben aus dem Grund, dass ich mich einfach am meisten dafür interessiere.

Aber hier ist noch wichtig zu sagen: Ihr landet am Anfang erstmal automatisch in der Viszeralchirurgie!... Die anderen beiden Abteilungen (Unfall-/ und Gefäßchirurgie) stellen sich den Studenten nicht vor. Dies ist schon ein kleines Strukturproblem wie ich finde. In meinem internistischen Tertial in einem anderen Haus haben sich zu Anfang alle Fachbereiche am Einführungstag den Studenten kurz vorgestellt und dann konnte nach Präferenzen und Abstimmung gewählt werden. Also informiert euch rechtzeitig auch bei den anderen Abteilungen, falls Interesse besteht (Ihr seid überall gern gesehene Gäste).

Ich hoffe ich konnte euch etwas weiterhelfen!
Bewerbung
Bewerbung über die MHH.
Unterricht
Kein Unterricht
Tätigkeiten
Briefe schreiben
Untersuchungen anmelden
Patienten aufnehmen
Patienten untersuchen
Blut abnehmen
Chirurgische Wundversorgung
Mitoperieren
Eigene Patienten betreuen
Braunülen legen
Röntgenbesprechung
Notaufnahme
Dienstbeginn
Vor 7:00 Uhr
Dienstende
16:00 bis 17:00 Uhr
Studientage
Gar nicht
Tätigkeiten
Mittagessen regelmässig möglich
Aufwandsentschädigung / Gehalt

Noten

Stimmung Station
2
Kontakt zur Pflege
2
PJler-Ansehen
2
Stimmung Klinik
3
Unterricht
3
Betreuung
2
Freizeit
3
Lehre auf Station
2
Insgesamt
3

Durchschnitt 2.67