PJ-Tertial Innere in UniversitaetsSpital Zuerich (USZ) (3/2016 bis 7/2016)

Station(en)
Hämatoonkologie, Gastro, Onkologie, Notaufnahme, Pneumologie
Einsatzbereiche
Poliklinik / Ambulanz / Sprechstunde, Notaufnahme, Diagnostik, Station
Heimatuni
Bonn
Kommentar
Am Unispital hat man die Möglichkeit in verschieden Bereiche zu rotieren. Ganz besonders empfehlen kann ich die Notaufnahme und die Hämatoonkologie. In der Notaufnahme habe ich eine Woche Spätdienst und eine Woche Nachtdienst gemacht und für beides im Anschluss eine Woche frei bekommen. Man darf Patienten selbstständig aufnehmen, untersuchen, Briefe schreiben und lernt arterielle Punktionen. Außerdem waren die Ärzte super nett, man hat oft viel gelacht zusammen und zwischendurch wurde gerne erklärt. Insgesamt waren die 2 Wochen dort sehr lehrreich.
In der Hämatoonkolgie war ich auf Station eingeteilt. Die Oberärztin ist absolut nett und die 3 Assistenten, die zu meiner Zeit da waren, haben mir unheimlich viel erklärt und beigebracht. Gleichzeitig herrschte eine super gute Stimmung auf Station, es wurde viel gelacht beim Arbeiten und wenn ich mein gesamtes PJ betrachte, bin ich nirgends so gerne zur Arbeit gekommen wie dort. Man ist die ganze Zeit recht beschäftigt, aber gleichzeitig hat man das Gefühl wirklich Teil des Teams zu sein und das ist unheimlich motivierend. Es wird gerne gesehen, dass man auf der Visite mit dem Chef bzw. im Mittagsrapport Patienten vorstellt. Da alle sehr nett sind und hilfreich, ist das eine gute Übung für später. Mittags sind wir immer alle zusammen Essen gegangen. Ich wurde von der Abteilung mit ins ins Kino genommen und zum Skifahren (auf Kosten der Klinik ;)). Am Ende durfte ich für meine gute Mitarbeit sogar mal eine Knochenmarks- und eine Liquorpunktion durchführen!

Weiterhin war ich in der Gastro eingeteilt. Das war fachlich sehr interessant (uns wurden Aszitespunktionen erklärt und am Ende durften wir eine durchführen), aber leider herrschte eine sehr angespannte Stimmung im Team und die Arbeitszeiten waren sehr lang, leider auch für PJler. Das kann bei euch aber ganz anders sein, da die Assistenten oft rotieren.

Die ganze Woche über gibt es eine riesige Anzahl an Fortbildungen, oft inclusive Häppchen bzw. Croissants und Kaffee am Morgen.
Darüber freut man sich deshalb so sehr, da Zürich eine sehr teure Stadt ist und man trotz des auf den ersten Blick recht großzügigen Gehalts knapp bei Kasse ist. Von den ca. 900 Franken werden 600 für das Wohnheim einbehalten. Das ist sehr schön und modern und perfekt gelegen, aber eben auch teuer. Wenn dann noch weitere Kosten wie Handykarte, Versicherung, Geld für Ausflüge in die Berge etc hinzukommen, wird es doch recht eng finanziell. Ohne Unterstützung von zu Hause wäre ich bei den Preisen (auch im Supermarkt) nicht um die Runden gekommen. Das sollte man sich bewusst machen, bevor man sich bewirbt.

Bewerbung
Für mich waren die 4 Monate am USZ die lehrreichste Zeit meines PJs, da man sehr eingespannt wird und viel eigenständig (natürlich immer unter Aufsicht) arbeiten kann. Das macht das Tertial gleichzeitig auch recht arbeitsintensiv und für Leute, die nach was "Chilligem" suchen, würde ich daher eher etwas anderes empfehlen.

ps: in dem Büro, dass sich um die Unterassistenten kümmert, gibt es teilweise sehr unfreundliche Mitarbeiter. Lasst euch davon nicht abschrecken ;)
Unterricht
3 x / Woche
Inhalte
Fallbesprechung
Bildgebung
Patientenvorstellung
EKG
Sonst. Fortbildung
Tätigkeiten
EKGs
Röntgenbesprechung
Punktionen
Patienten aufnehmen
Patienten untersuchen
Eigene Patienten betreuen
Briefe schreiben
Notaufnahme
Untersuchungen anmelden
Dienstbeginn
7:00 bis 8:00 Uhr
Dienstende
17:00 bis 18:00 Uhr
Studientage
Gar nicht
Tätigkeiten
Kleidung gestellt
Mittagessen regelmässig möglich
Aufwandsentschädigung / Gehalt
Gehalt in EUR
845

Noten

Stimmung Station
2
Kontakt zur Pflege
1
PJler-Ansehen
1
Stimmung Klinik
1
Unterricht
1
Betreuung
1
Freizeit
2
Lehre auf Station
1
Insgesamt
1

Durchschnitt 1.13