PJ-Tertial Anästhesiologie in Universitaetsklinikum Essen (10/2014 bis 1/2015)

Station(en)
Gyn-OP, Intensiv, UC-OP, AC-OP
Einsatzbereiche
OP, Station
Heimatuni
Nicht angegeben
Kommentar
Ich hatte große Erwartungen an das Tertial aufgrund der guten Vorberichte und wurde leider enttäuscht. Ich durfte, im Gegensatz zu den positiven Vorberichten, wenig machen (meine 6 Mit-PJler übrigens ebenfalls, dementsprechend "motiviert" waren wir alle in den letzten Wochen). So ca. 1 Intubation am Tag war die Regel. ZVKs gab's insgesamt 2 im gesamten Tertial für mich. Das Problem ist, dass zurzeit viele neue Assistenzärzte anfangen, insgesamt auch recht viele Nicht-deutschsprachige Assistenten, die halt alles lernen sollen (inklusive der Sprache). Es bleibt so für den PJler wenig zu tun. Generell ist ein weiteres Problem eine regelrechte Studentenschwemme, da im Semester viele viele Blockpraktikanten hinzukommen, die auch mal ihre Intubationsversuche haben und diese auf einer Liste bestätigt haben müssen, so dass der PJler zwischen den neuen Assistenten und den Block-Studenten untergeht. Dieses Problem hatte ich auf allen Stationen/OPs, in denen ich eingeteilt war. Die Stimmung ist zurzeit auch schlecht im Team, wenige Fachärzte zurzeit und die Anästhesisten dürfen den Notarztwagen des UK Essen nicht mehr besetzen, da Personal im OP zur Anästhesie fehlt. Mitfahren auf dem NEF ist daher nur bei den Unfallchirurgen möglich, Kleidung wurde leider nicht gestellt (und ich habe leider keine Schuhe und Schutzkleidung, weswegen ich nicht mitfahren konnte!).
Man wird, wenn man nicht konsequent NEIN sagt, zum Studentenunterricht eingespannt/eingeplant. Man ist in diesem Rollenspiel Pfleger und reanimiert eine Puppe und der dazugerufene Student im 4. klin. Semester ist der Arzt und soll sagen, wie man das richtig macht. Ein Tag lang ist das ja noch ok, wir ganzen PJler mussten das jeder insgesamt 3 Tage lang machen und das bringt einem überhaupt gar nichts außer Muskelkater in den Armen. Da die PJler aber im Dienstplan fest dafür eingeplant sind, kann dieser Unterricht nur stattfinden, wenn ein PJler sich dazu bereit erklärt. Vorher gesagt wird einem das nicht, in der Beschreibung des Tertials vom UK Essen steht das auch nicht, man wird einfach dazu "abkommendiert".
Der angebotene Unterricht der Anästhesisten ist, wenn er denn stattfindet, übrigens sehr gut.
Arbeitszeiten so von 7.15 Uhr bis ca. 12.30 Uhr, nachmittags dann häufig noch Seminar.

Zusammengefasst: Wählt Anästhesie woanders, wenn ihr viel machen wollt. Ihr seht viel am UK Essen, Kindernarkosen, wirklich kranke Patienten und spektakuläre Eingriffe wie Transplantationen etc., aber praktisch zu tun habt ihr leider wenig.
Bewerbung
Über das Bewerbungsverfahren der Uni
Unterricht
2x / Woche
Inhalte
Patientenvorstellung
Repetitorien
Prüfungsvorbereitung
Sonst. Fortbildung
Fallbesprechung
Bildgebung
Tätigkeiten
Botengänge (Nichtärztl.)
Punktionen
Blut abnehmen
Braunülen legen
Dienstbeginn
7:00 bis 8:00 Uhr
Dienstende
Vor 15:00 Uhr
Studientage
Gar nicht
Tätigkeiten
Kleidung gestellt
Aufwandsentschädigung / Gehalt
Mittagessen regelmässig möglich
Essen frei / billiger
Gehalt in EUR
150€

Noten

Stimmung Station
2
Kontakt zur Pflege
1
PJler-Ansehen
3
Stimmung Klinik
3
Unterricht
1
Betreuung
3
Freizeit
1
Lehre auf Station
3
Insgesamt
3

Durchschnitt 2.53