PJ-Tertial Chirurgie in Krankenhaus Agatharied (11/2014 bis 1/2015)

Station(en)
Viszeralchirurgie
Einsatzbereiche
Station, OP, Poliklinik / Ambulanz / Sprechstunde, Diagnostik, Notaufnahme
Heimatuni
LMU Muenchen
Kommentar
Agatharied ist der absolute PJ-Geheim-Tipp!!
Ich habe mich sehr wohl dort gefühlt. Man bekommt eine kostenlose, gute Unterkunft (zu zweit in einer Wohnung auf dem Gelände) oder die Fahrten mit der Bob-Bahn nach München bezahlt, sowie kostenloses Essen (die beste Kantine, die ein Krankenhaus nur haben kann!). Gehalt ist keines angesetzt, allerdings kann man 24-Stunden-Dienste mitmachen, die mit jeweils 50€ honoriert werden (max. 4 im Monat möglich, Tag danach frei, nachts wird darf man schlafen gehen und wird nur selten und nur zu spannenden Sachen geweckt, z.B. Schockraum). Zu unserer Zeit gab es noch einen freien Lerntag in der Woche.
Auf der Station wird man sehr herzlich empfangen und gleich einem PJ-Betreuer zugeteilt. Man wird in den Stationsalltag gut eingewiesen, geht mit auf Visiten, kann eigene Patienten betreuen, lernt chirurgische Verbände zu wechseln und Venendoppler zu messen und darf vieles selbstständig durchführen. Alle Ärzte sind ausnahmslos sehr nett und wollen den PJlern viel beibringen. Sie bedanken sich, wenn man die Blutabnahmen am Dienstag übernimmt, an den anderen Tagen ist eine Arzthelferin dafür auf Station. Braunülen legt man immer wieder mal und in der Notaufnahme darf man Leitungsanästhesie nach Oberst durchführen und Nähen, wenn man denn möchte, sowie die Patientenaufnahme selbstständig durchführen und die Arztbriefe schreiben.
In der Frühbesprechung (7:15) kann man sehen, welche OPs am Tag anstehen und es wird besprochen, wer mit an den Tisch geht. Im OP herrscht eine angenehme Atmosphäre und man darf fast immer mit an den Tisch und kann bei spannende OPs assistieren, wie z.B. die offene oder endoskopische Thyreoektomie (Endo-CATS oder ABBA), Gefäß-OPs (Shunts, Varizen-Stripping, Aneurysmen, Thrombektomien...), große Bauch-Ops (Darmresektionen, Stroma-Anlagen, Tumorresektionen,...), Amputationen, Notfall-OPs,... Auch nur zusehen lohnt sich oft.
Man rotiert eigentlich auch noch auf die Unfallchirurgie, da ich aber nur ein halbes Tertial dort war und zudem die Weihnachtstage frei hatte, habe ich mich auf die Viszeral- und Gefäßchirurgie beschränkt.
Man kann neben der Station und den OPs auch immer auf die Ambulanz gehen (gerade die Dienste sind zu empfehlen) oder in die einzelnen Sprechstunden.
1-3 mal in der Woche ist PJ-Unterricht in Chirurgie, Innere und Anästhesie. Es richtet sich auch ein bisschen nach der Nachfrage. Die Fortbildungen waren immer interaktiv und gut gestaltet. Wir durften auch Wünsche bezüglich der Themen äußern.
Alles in Allem hat mir Agatharied sehr gut gefallen und ich wäre gerne länger dort geblieben, als nur ein halbes Tertial. Vor allem im Sommer ist es sehr schön in der Nähe zum Schliersee gelegen.
Wir PJler wurden mit auf die Weihnachtsfeier eingeladen und hatten dort viel Spaß mit den Ärzten und dem Pflegepersonal!
Bewerbung
Ich habe ohne Empfehlungsschreiben einen Platz bekommen. Es war meine Erstwahl.
Unterricht
3 x / Woche
Inhalte
Sonst. Fortbildung
Fallbesprechung
Prüfungsvorbereitung
Repetitorien
Tätigkeiten
Briefe schreiben
Patienten aufnehmen
Notaufnahme
Braunülen legen
Chirurgische Wundversorgung
Eigene Patienten betreuen
Blut abnehmen
Patienten untersuchen
Röntgenbesprechung
Mitoperieren
Dienstbeginn
7:00 bis 8:00 Uhr
Dienstende
15:00 bis 16:00 Uhr
Studientage
1x / Woche frei
Tätigkeiten
Kleidung gestellt
Unterkunft gestellt
Essen frei / billiger
Mittagessen regelmässig möglich
Aufwandsentschädigung / Gehalt
Gehalt in EUR
50€ pro Nachtdienst (4x im Monat möglich)

Noten

Stimmung Station
1
Kontakt zur Pflege
1
PJler-Ansehen
1
Stimmung Klinik
1
Unterricht
1
Betreuung
1
Freizeit
1
Lehre auf Station
1
Insgesamt
1

Durchschnitt 1.00