PJ-Tertial Innere in Klinikum Ernst von Bergmann (11/2014 bis 3/2015)

Station(en)
Kardiologie, Pneumologie, konservative Intensivstation
Einsatzbereiche
Station, Diagnostik
Heimatuni
Nicht angegeben
Kommentar
Ich entschied mich für das Inneretertial an dieser Klinik, da ich anderthalb Jahre zuvor an einem wirklich sehr schönen Famulaturprojekt ( ehrenamtlich durch 2 Assistenten organisiert) Sommerakademie Innere Medizin teilgenommen und tolle Erfahrungen gemacht hatte. Leider musste ich feststellen, dass sich die Klinikleitung mit der Unterstützung der Sommerakademie (freie Unterkunft, jeden Tag Studentenunterricht und Lehrvisiten, persönliches Mentoring) zwar gerne PJler rekrutieren möchte, die Betreuung im PJ dann aber doch eher enttäuschend ist.

Hier mal ein paar Anmerkungen:

- als externe PJlerin brauchte ich eine Unterkunft. Da Potsdam sehr teuer ist fragte ich die Möglichkeiten auf dem Klinikgelände an. Es gibt sehr schöne Gästeappartements, dafür soll man aber 500€/Monat bezahlen! Das Schwesternwohnheim ist die Alternative (nicht sehr schön, teilweise sehr laut bis spät abends, Zweibettzimmer ohne Privatsphäre und sehr klein, ohne Internet/TV/Radio). Auch hier für muss man 154 Euro/Monat bezahlen und die Zuteilung der Mitbewohner erfolgt durch die zuständige Sachbearbeiterin ohne vorherige Info und Kommunikation über die jeweiligen Mitbewohner. Das ist leider nicht so schön.

- leider keine Aufwandsentschädigung, weder freie Unterkunft noch Fahrkosten für pendelnde Studenten!

- PJ-Unterricht ist vorneweg nur sehr wenig geplant. Dieser ist dann zum größten Teil auch ausgefallen.

Kardio:
Sehr nette Station mit nettem und erfrischend jungem Pflegeteam. Große Wertschätzung des PJlers hier. Ich hatte mir einen der Oberärzte als Betreuer ausgewählt. Dieser war sehr nett und engagiert. Ich konnte unter seiner Anleitung selber Patienten betreuen. Einmal täglich Herzkatheterbesprechung, dort werden die Patienten des Tages und die Patienten für den kommenden Tag besprochen. Hier kann man gut lernen und auch selber Patienten vorstellen.Viele BEs und Flexülen zu legen.

Pneumo:
Diese Station war leider eine sehr unschöne Erfahrung für mich. Zwischen Ärzten und Pflege stimmt es überhaupt nicht. Es ist eine eingefahrene Situation und als PJler steht man leider zwischen den Fronten. Auch der leitende Oberarzt ist sehr schwierig und ich hatte manchmal sogar richtig Angst. Im Gespräch mit dem PJ-Verantwortlichen der Klinik bat ich dann nach 4 Wochen um die erneute Rotation und bekam hierfür das Einverständnis.

MIT:
Hier kann man unglaublich viel durch die Pflege lernen, Es ist ein junges und abwechslungsreiches Team, das einem gerne viel erklärt und anleitet. Je nachdem, mit welchem Arzt man im Dienst ist und nach Gelegenheit darf man unter Anleitung auch mal einen ZVK/Sheldonkatheter legen, eine Arterie legen, Bronchoskopieren, Aszites-oder Pleurapunktionen machen. Man sieht sich Patienten an und untersucht sie, macht sich Gedanken zur Beatmung und Infusionen, dann bespricht man alles mit dem Arzt und verändert ggf. Parameter. Ein bisschen schade ist, dass die Oberärzte, die auf Station mitarbeiten, nicht so gerne Studenten auf ihre Visite mitnehmen. Da wir zu zweit auf der MIT waren, haben wir uns dann abgesprochen, dass einer immer SD macht oder auf die interistische IMC geht. So konnten wir die Situation ganz gut lösen.
Bewerbung
5 Monate vorher über die Charité
Unterricht
1x / Woche
Inhalte
Bildgebung
Fallbesprechung
EKG
Sonst. Fortbildung
Patientenvorstellung
Tätigkeiten
Briefe schreiben
Braunülen legen
Röntgenbesprechung
Blut abnehmen
Patienten untersuchen
Punktionen
Rehas anmelden
EKGs
Botengänge (Nichtärztl.)
Untersuchungen anmelden
Eigene Patienten betreuen
Patienten aufnehmen
Dienstbeginn
Vor 7:00 Uhr
Dienstende
15:00 bis 16:00 Uhr
Studientage
Frei verfügbar
Tätigkeiten
Essen frei / billiger
Kleidung gestellt
Gehalt in EUR
gar nicht!
Gebühren in EUR
50 Euro Schlüsselpfand, 155 Schwesternwohnheim (Zweibettzimmer!)

Noten

Stimmung Station
2
Kontakt zur Pflege
2
PJler-Ansehen
2
Stimmung Klinik
3
Unterricht
4
Betreuung
3
Freizeit
2
Lehre auf Station
2
Insgesamt
3

Durchschnitt 2.73