PJ-Tertial Innere in Asklepios Klinik St. Georg (12/2013 bis 3/2014)

Station(en)
c4, g2, zna
Einsatzbereiche
Station, Notaufnahme
Heimatuni
Hamburg
Kommentar
Vorweg: Die Bewertungen sind Gesamtnoten für das komplette Tertial. Ich war insgesamt sechs Wochen in der Hämatologie/Onkologie und den Rest der Zeit in der allgemeinen Inneren und der ZNA. Die Innere war für mich persönlich eine riesige Enttäuschung, während die Hämatologie insgesamt wirklich gut war und mir letztendlich das Innere-Tertial ein wenig gerettet hat.

In der Hämatologie konnte man sehr viel praktisches Lernen, ZVK’s, Knochenmarkpunktionen, Liquorpunktionen etc. Die Assistenz- und Oberärzte waren alle sehr nett und bemüht, dass die PJler aus diesem komplexen Fachgebiet sowohl praktische Fertigkeiten, als auch ein wenig theoretisches Wissen mitnehmen. Alles in allem fühlte ich mich gut ins Team integriert und wertgeschätzt. Das bed-side-teaching, Abfragen von theoretischem Wissen und Erklären der – zugegeben sehr komplexen Erkrankungen – ist trotzdem recht kurz gekommen. Dies tut aber dem positiven Eindruck aber keinen großen Abbruch.

Die Zeit in der allgemeinen Inneren Abteilung war aus meiner Sicht ein totaler Reinfall! Ich hatte mit dem Gedanken gespielt später Innere zu machen und bin dementsprechend motiviert und gespannt in das Tertial gegangen, aber auch sehr schnell auf den Boden der Tatsachen angekommen. Auf den Stationen besteht die Arbeit aus Blutabnehmen und Begleitung der Visiten. Keine Betreuung eigener Patienten, wenig bis keine Erklärungen bzw. teaching, keine Einbindung ins Team. Ich fühlte mich überhaupt nicht wertgeschätzt, teilweise respektlos behandelt und einige Assistenzärzte haben den Eindruck vermittelt, als würden PJler nur nerven.

Hinzu kommt noch der planlose und völlig unverständliche Verteilungsplan für die PJler, mit teilweise bis zu 6-7 Studenten auf einer Station, weshalb man sich oft gegenseitig auf den Füßen stand und es absolut nichts zu tun gab.

Das PJ sollte aus meiner Sicht dazu dienen Studenten im letzten Abschnitt ihres Studiums auf die spätere ärztliche Tätigkeit vorzubereitet oder jedenfalls an diese heranzuführen. Das hat mit Sicherheit auch nicht mal im Ansatz stattgefunden.

Der Unterricht ist oft ausgefallen und war teilweise wenig prüfungsrelevant. Ausgenommen hiervon ist der EKG-Unterricht, der, wenn er stattgefunden hat, sehr gut war!

Hinzu kommt noch, dass nicht mal das Mittagessen für PJler umsonst ist. Das ist es zwar am UKE auch nicht, aber die „akademischen Lehrkrankenhäuser“ (St. Georg???!!!???) bekommen Kohle für die „Ausbildung“ von PJ-Studenten und können dann nicht mal eine 2,50 Euro Mahlzeit stellen? Das trägt irgendwie nochmehr dazu bei, dass man sich in St. Georg ein bißchen verarscht fühlt.

Ich persönlich würde Innere in St. Georg definitiv nicht nochmal machen, obwohl die Zeit in der Hämatologie gut war.
Bewerbung
1 Jahr vorher über die PJ-Sekretärin
Unterricht
1x / Woche
Inhalte
Fallbesprechung
EKG
Tätigkeiten
Braunülen legen
Röntgenbesprechung
Blut abnehmen
Patienten untersuchen
Notaufnahme
EKGs
Botengänge (Nichtärztl.)
Dienstbeginn
7:00 bis 8:00 Uhr
Dienstende
16:00 bis 17:00 Uhr
Studientage
Gar nicht
Tätigkeiten
Kleidung gestellt

Noten

Stimmung Station
4
Kontakt zur Pflege
4
PJler-Ansehen
5
Stimmung Klinik
5
Unterricht
4
Betreuung
5
Freizeit
2
Lehre auf Station
4
Insgesamt
5

Durchschnitt 4.53