PJ-Tertial Innere in Robert-Koch-Krankenhaus (10/2013 bis 1/2014)

Station(en)
16, 12, 24
Einsatzbereiche
Station, Notaufnahme, Diagnostik
Heimatuni
Hannover
Kommentar
Für PJ-ler der Oberhammer! Man kann sehr selbstständig arbeiten, im Prinzip all das erledigen, was ein Stationsarzt eben auch tut. Die Abteilung ist meiner Meinung nach menschlich extrem kompetent – von Chef über Oberärzte bis zu Assis – ein ganz besonderes Team mit ebenso besonderem Zusammenhalt. Von allen Seiten wurde sich sehr viel Zeit genommen, um Details zu erklären und zu zeigen, Fragen sind trotz allgemeinem Zeitdruck immer willkommen. Dadurch fand jeden Tag ganz nebenbei ein sehr intensiver PJ-Unterricht statt, den man durch keine Theorie der Welt ersetzen kann. Nach der ersten Woche habe ich nach und nach eigene Zimmer übernommen, Visiten geführt, Untersuchungen angeleiert, Briefe geschrieben (und irgendwann endlich auch diktiert ;) ), Patienten aufgenommen, BGAs gestochen etc… Auch hier gibt es (wie im Großteil des Hauses) Stationsassistentinnen, die netterweise Blut abnehmen und Zugänge legen, so dass man nur bei schwierigen Fällen selbst ran muss (was wiederum gut ist, denn man braucht ja schließlich auch Übung). Man hat ein PJ-Handy und wird dadurch in den gesamten Krankenhausalltag eingebunden. Außerdem wird man von Anfang an in der Funktion sehr herzlich empfangen und zu besonderen Untersuchungen immer zum Zugucken angerufen! Da gab es neben den üblichen Gastros/Kolos auch PTCDs, ERCPs, Pleura-/Lumbal-/Aszitespunktionen, Ultraschallgesteuerte Biopsien, Endosono, PEG-Anlagen, ZVK-Anlagen, Bronchoskopien usw… Mir wurde über die Zeit (natürlich unter viel Anleitung) jeweils ein Gastroskop, ein Koloskop und ein Bronchoskop in die Hand gedrückt, und ich durfte mehrfach Patienten nach- oder vor-schallen und mit befunden. An drei Tagen bin ich Notarzt mitgefahren (was wirklich Spaß gemacht hat und ich jedem nur empfehlen würde), man kann an Nachtdiensten teilnehmen, natürlich jederzeit in die ZPA gehen und dort Patienten aufnehmen, auf Intensivstation mitmachen, im Bauchzentrum mitarbeiten (was ganz interessant ist, da hier Chirurgen und Internisten gleichermaßen involviert sind), an der Tumorkonferenz Mittwoch nachmittags teilnehmen, Fortbildungen finden auch regelmäßig statt… Es gibt (noch) keinen fest angesetzten Studentenunterricht, aber das wurde durch die vielen täglichen Gespräche und Erklärungen mehr als wettgemacht. Sämtliche Mitarbeiter bemühen sich wirklich sehr um die PJ-ler, und das ist angesichts der Tatsache, dass oft Personalmangel herrscht und viele einen riesen Batzen Überstunden auf dem Rücken haben, schon sehr bemerkenswert. Viele Assis sind auch selbst mal dort PJ-ler gewesen, was nur für die Abteilung spricht. Es war ein außerordentlich schönes Tertial und ich bin mit einem weinenden Auge gegangen.
Unterricht
Kein Unterricht
Tätigkeiten
Briefe schreiben
Braunülen legen
Röntgenbesprechung
Blut abnehmen
Patienten untersuchen
Notaufnahme
Punktionen
EKGs
Untersuchungen anmelden
Eigene Patienten betreuen
Patienten aufnehmen
Dienstbeginn
7:00 bis 8:00 Uhr
Dienstende
16:00 bis 17:00 Uhr
Studientage
Gar nicht
Tätigkeiten
Aufwandsentschädigung / Gehalt
Essen frei / billiger
Kleidung gestellt
Mittagessen regelmässig möglich
Gehalt in EUR
400

Noten

Stimmung Station
1
Kontakt zur Pflege
1
PJler-Ansehen
1
Stimmung Klinik
1
Unterricht
1
Betreuung
1
Freizeit
1
Lehre auf Station
1
Insgesamt
1

Durchschnitt 1.00