PJ-Tertial Anästhesiologie in Klinikum Ernst von Bergmann (6/2012 bis 9/2012)

Station(en)
OP, chirurgische Intensivstation
Einsatzbereiche
Station, OP
Heimatuni
Berlin
Kommentar
Mein Wahltertial hat mir insgesamt viel Spaß gemacht und mich in der Wahl meiner zukünftigen Fachrichtung zunächst bestätigt. Auch das Team ist sehr nett bis auf den einen oder anderen muffligen Oberarzt oder Anästhesiepfleger. Den meisten Ärzten hat es jedoch Freude bereitet mir als einzigen und seltenen PJler etwas beizubringen.
Im OP durfte ich intubieren; arterielle Kanülen und Magensonden, sowie Zugänge legen, Narkosen zusammen mit meinem betreuenden Arzt einleiten, überwachen, ausleiten. Wo es ging, habe ich Löcher in den Bauch gefragt und habe ausführliche Antworten erhalten.
Auf Intensivstation ist es schon anstrengender und am Anfang hatte ich nur Fragezeichen im Kopf. Doch auch hier gilt: fragen, fragen, fragen. Mit der Zeit bekommt man wirklich etwas Überblick. Ich habe meine eigenen Patienten betreut: Status erheben, gemeinsam mit dem betreuenden Arzt überlegen, was weiter gemacht wird, Kurve schreiben, auch hier alle Interventionen, die im OP gemacht wurden + ZVK legen und bronchoskopieren. Auf Intensivstation kann es dann auch schon mal etwas länger dauern. Ich mußte jedoch fast immer pünktlich gehen, da ich meine Tochter aus der Kita abholen wollte. Auch das war kein Problem bei entsprechender Kommunikation. Mittagspause einfordern (einfach selber dran denken), aber immer möglich
Bei der Fortbildung hatte ich gerade das Glück, dass erstmalig eine zweimonatige Sommerakademie stattfand bes. für Famulanten, bei der ca. 3x pro Woche aus den verschiedensten Fachrichtungen Ärzte Vorträge zu bestimmten Themen gehalten haben. Eine schöne Wiederholung für das Examen. Vielen Dank noch mal an die Organisatoren.
Alles in allem ein gelungenes Tertial, wobei ich Anästhesie/Intensivmedizin nur jedem zum Training praktischer Fertigkeiten und auch zum Überblick über wichtige intensivpflichtige Krankheitsbilder empfehlen kann. Und gerne auch im Bergmann, wo man in einem Haus der Maximalversorgung viel sieht und sich nicht mit 20 anderen PJlern gegenseitig die Arbeit wegnimmt.
Bewerbung
nicht nötig, stelle mich aber immer gerne schon entweder per Mail oder in diesem Fall auch persönlich (war vorher im selben Haus in der Chirurgie) beim Chefarzt vor, dann weiß der schon mal, wer da demnächst ankommt
Unterricht
3 x / Woche
Inhalte
Repetitorien
EKG
Sonst. Fortbildung
Tätigkeiten
Briefe schreiben
Braunülen legen
Blut abnehmen
Patienten untersuchen
Punktionen
Untersuchungen anmelden
Eigene Patienten betreuen
Dienstbeginn
Vor 7:00 Uhr
Dienstende
15:00 bis 16:00 Uhr
Studientage
Frei verfügbar
Tätigkeiten
Essen frei / billiger
Kleidung gestellt
Mittagessen regelmässig möglich

Noten

Stimmung Station
2
Kontakt zur Pflege
1
PJler-Ansehen
1
Stimmung Klinik
3
Unterricht
1
Betreuung
1
Freizeit
1
Lehre auf Station
1
Insgesamt
1

Durchschnitt 1.47