PJ-Tertial Pädiatrie in Klinikum Krefeld (4/2009 bis 6/2009)

Station(en)
allgemeine Pädiatrie, Neurologie, Neonatologie
Einsatzbereiche
Station
Heimatuni
Duesseldorf
Kommentar
Leider herrscht ein sehr starkes Konkurrenzdenken zwischen den Ärzten, aber auch der Assistenzärzte gegenüber den PJlern!! Keine harmonische Atmosphäre, Assistenzärzte bangen offensichtlich um ihre Stellen, Ellbogenmentalität, dem PJler wird im Wesentlichen das beigebracht was dem Assistenzarzt auf der Station nützlich ist und nicht was dem PJler nützt, PJler soll immerhin nicht in einem besseren Licht stehen als der Arzt!!

Ich habe das PJ in Krefeld gemacht, weil ich Gutes über die Pädiatrie gehört hatte, was sich leider nicht bestätigen ließ. Wenn man einige PJler nach ihrer Meinung fragt, geben leider viele nicht ehrlich preis, wie es wirklich aussieht.
Ich weiß nicht wie es jetzt um die Bezahlung steht, aber selbst für das Geld (400 €/Monat)würde ich das PJ NICHT nochmal in Krefeld machen.

Allgemeine Pädiatrie: am ersten Tag wurde mir gezeigt, wo sich die Wasserflaschen befinden, um sie jeden morgen als aller Erstes zu füllen und den beiden Ärztinnen zu bringen.
Meine Aufgaben auf der Station Briefe schreiben, Patientenaufnahme, Antibiotikagaben; wurde ungern mit auf die Visite genommen, da ich in der Zeit Briefe zu schreiben hatte, die sich stapelten..PJler wird nicht benachrichtigt, wenn eine interessante Untersuchung anliegt, stattdessen beabsichtigt übergangen.

Frisch gebackene Assistenzärztin von der Uni verhält sich sehr arrogant und geht nicht auf Fragen ein, antwortet genervt oder mit Gegenfragen..

Neonatologie: an sich sehr interessant und hat auch Spaß gemacht. Aber u.a. Schlag ins Gesicht als die Fachärztin (oh ja auch von der Uni) auf der Station PJer-Wissen für eigenes Wissen ausgibt..

Neurologie: frisch gebackener Assistenzarzt, der einen links liegen lässt, und einem manchmal das Arztzimmer nicht aufmacht, wenn er drin sitzt.. Dieser Arzt glänzt nicht mit Fachwissen, sondern mit Schleimerei bei Oberärzten, Schwestern, Kollegen, aber immerhin Beherrschen der türkischen Sprache. Zugegebenermaßen konnte er zu manchen Pjler(innen) "cool" sein, ich konnte froh sein, wenn ich zurückgegrüßt wurde.

Fazit: Der Chefarzt ist gut, aber sollte es hinkriegen, dass sein Team an einem Strang zieht und sollte verstehen, dass die Klinik nur dann gut funktionieren kann, wenn eine vernünftige, freundliche und ehrliche Atmosphäre herrscht, die auch dem PJler und nicht zuletzt den Patienten zu Gute kommt. Sein Team von 2009 ließ sehr zu Wünschen übrig. Ärzte ohne Charakter aber mit Ellbogenmentalität von der Uni zu holen wird daran nicht viel ändern..
Ach ja, Assistenzärzte verrieten den PJlern, denen sie nahe stehen, laso nur einigen Auserwählten, ihre Prüfungspatienten vorher...

Mein persönliches Fazit ist, es besser zu machen bzw. besser zu sein als die Ärzte dieser Klinik.
Unterricht
1x / Woche
Inhalte
Prüfungsvorbereitung
Fallbesprechung
Patientenvorstellung
Tätigkeiten
Briefe schreiben
Braunülen legen
Blut abnehmen
Patienten untersuchen
Botengänge (Nichtärztl.)
Untersuchungen anmelden
Eigene Patienten betreuen
Patienten aufnehmen
Dienstbeginn
Nach 8:00 Uhr
Dienstende
17:00 bis 18:00 Uhr
Studientage
Gar nicht
Tätigkeiten
Aufwandsentschädigung / Gehalt
Essen frei / billiger
Kleidung gestellt
Gehalt in EUR
400

Noten

Stimmung Station
3
Kontakt zur Pflege
3
PJler-Ansehen
3
Stimmung Klinik
3
Unterricht
3
Betreuung
5
Freizeit
5
Lehre auf Station
3
Insgesamt
4

Durchschnitt 3.60